Umfrage: Scheinträchtigkeit: (evolutions-) biologisch gesehen mit Sinn und Zweck, oder nur eine Laune der Natur?
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Scheinträchtigkeit: (evolutions-) biologisch gesehen mit Sinn und Zweck, oder nur eine Laune der Natur?
#11
Das habe ich noch als Antwort gefunden.

Im Rudel ist es ja so, daß nur die Alpha-Tiere Nachwuchs bekommen. Aber alle Hündinnen werden scheinträchtig und laktieren, so daß die *Tanten* ebenfalls in der Lage sind, die Welpen zu versorgen, während die Elterntiere jagen sind.

Beim Dingo ist es so beschrieben, somit hat es biologisch einen Sinn.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dingo

Jasmin bearbeitete 19.07.2011 17:28 diesen Beitrag. Grund:

Link ergänzt.

[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#12
Hey @all


Wenn wir die Extreme nehmen und alle denkbaren Szenarien konstruieren, werden wir immer auch an einen Endpunkt kommen, der in der Frage, „Welchen Sinn ergibt sich, durch die Entstehung von Leben generell?“, mündet.

Gehen wir dagegen davon aus, was wir aus den bestehenden Lebensformen ableiten können, wird es um einiges einfacher, eine solche Frage zu beantworten, z. B. wie diese mit den Vogeleltern.

Da es immer eine Entwicklung hin zur Optimierung, in aller Regel über viele Generationen hinweg geben wird, wie z. B. der Brut- und/oder Nachwuchsaufzucht bei den unterschiedlichsten Spezies, lässt sich eine solche Frage am ehesten unter dem Gesichtspunkt, des momentanen Istzustandes herleiten u. erklären.

Für Vögel die ihre Jungen alleine, oder auch als Elternpaare aufziehen, hat sich diese Form der Brutpflege als optimal herausentwickelt.
Warum das so ist, könnte man unter evolutionsbiologisch Aspekten noch genauer betrachten.

Zuvor noch ein denkbares Extrem, Tod eines oder beider Alphas nach der Geburt der Jungen, würde je nach Alter auch den Nachwuchs gefährten, besonders z. B. bei dem Gründerpaar eines neuen Rudels, analog dem Vogeleltern-Paar.

Gehen wir vom Wolf als Vorfahren unserer Haushunde aus, wird eine evolutive Entwicklung hin zur möglichen Amen-Aufzucht, müssen wir folgende Faktoren in unsere Überlegung mit einbeziehen.

  • Rudelbildung (sozial-organisiert)

    Läufigkeit (1-mal im Jahr, in einem engen Zeitfenster)

    Paarungszeit (günstigste Jahreszeit für Jungenaufzucht)

    Familienverband (Verwandtschaftsselektion/Verzicht auf eigenen Nachwuchs/Babysitter/Amen)

    Anzahl der Rudelmitglieder (relevant für Jagd von großen Beutetieren/Abwanderung von Erwachsen-Mitgliedern)



Ein besonders wichtiger Faktor wäre die Verwandtschaftsselektion bei einem Familienverband deshalb Fett hervorgehoben.






Alles, was im Kosmos existiert, ist die Frucht von Zufall und Notwendigkeit (Demokrit).
lg hansgeorg
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#13
(19.07.2011, 12:24)Anja schrieb: Na, Vögelchen sind immerhin zu zweit, die füttern können. Säugen kann aber nur die Mutter.

Ich war davon ausgegangen, dass sich bereits bei der Fortpflanzung die Stärksten durchgesetzt haben. Also dass die Welpen der Alphaverpaarung auf die Welt gekommen sind.

Hallo Anja,
deshalb schrieb ich auch davon, was wäre wenn den Eltern etwas geschieht?

Es ist nun aber auch nicht wichtig, um welche Art es sich handelt, denn die Evolution kann nicht denken und somit ist sie auch nicht Generationen-übergreifend fähig sich anzupassen.

Jede Veränderung/Entstehung lässt sich grob gesagt auf Mutationen zurückführen.

Beeinträchtigt eine Mutation die Lebensform, dann entscheidet diese, ob sie sich durchsetzen kann oder auch nicht. So gibt es neutrale Mutationen, die keinen Sinn ergeben, dennoch vererbt werden.

Betrachtet man die Scheinträchtigkeit genauer, dann bringt diese gar mehr Nachteile als Vorteile, dennoch setzt sie sich durch, weil die Veranlagung dazu dominant vererbt wird.

Werden dominante Gene vererbt bedeutet es noch lange nicht, dass diese aus evolotions-biologischer Sicht Sinn machen, denn sonst würden nicht so viele Arten aussterben, bzw. vom Aussterben bedroht sein.

Dass Caniden heute 4 Beine haben und nicht 6, bedeutet noch lange nicht, dass 4 Beine die Beste und lebensfähigste Form des Überlebens für diese Art ist, sondern zeigt eher, dass eine Mutation Lebensvorteile in vielen Hinsichten ergeben muss.

Würde die Fragestellung in der Abstimmung eindeutiger formuliert werden, dann könnte ich auch abstimmen.
Für mich ist die Scheinträchtigkeit eine sehr eindeutige Laune der Natur.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#14
Was sind Beispiele für veerbte Mutationen ohne Sinn? @Thomas

Ich war mir bisher immer sicher, dass alles einen Sinn hat, bzw. in früheren Zeiten mal hatte, auch wenn das heute nicht mehr gebraucht wird.
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#15
Naja, HEUTE ergibt für mich bei Haushunden eine Scheinträchtigkeit auch keinen Sinn mehr. Sie ist einfach nur belastend für Tier und Mensch. Oft auch gesundheitsgefährdend.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#16
(20.07.2011, 09:52)Paeuli schrieb: Was sind Beispiele für veerbte Mutationen ohne Sinn?

Um beim Hund zu bleiben, ergeben bspw. Veränderungen im Organismus keinen Sinn, die neutral oder gar für den Hund nachteilig wirkt.

Bspw. der Rhodesian Ridgeback:
Wofür hat er einen Ridge und bringt gar nachteilige Erkrankungen wie bspw. den Dermoid Sinus mit?

Der Prämolare1 beim Hund, welchen Sinn soll ein Zahn haben, der die Beißkraft reduziert?

Blockwirbel in der Rute und vieles mehr.

Es gibt eher sinnlose Mutationen, als tatsächlich sinnvolle, was auch wieder zeigt, wie viele Tierarten ausgestorben sind, bzw. vom Aussterben bedroht sind.

Eine Liste zu erstellen mit tatsächlich sinnvollen Mutationen ließe sich da also einfacher erstellen anders herum.


Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#17
(20.07.2011, 11:59)Anja schrieb: Naja, HEUTE ergibt für mich bei Haushunden eine Scheinträchtigkeit auch keinen Sinn mehr. Sie ist einfach nur belastend für Tier und Mensch. Oft auch gesundheitsgefährdend.

Hallo Anja,
über Sinn und Unsinn einer Scheinträchtigkeit lässt sich streiten, weil der tatsächliche Sinn, auch einer sein kann.
Das Veränderungen aus Physis und Verhalten in der Evolution vorkommen, macht schon allein deshalb Sinn, weil durch diese Veränderungen optimiert, bzw. selektiert werden kann, was es auch nötig macht, dass Veränderungen/Modifizierungen eines Organismus, oder eines Verhaltens Nachteile bringt.

Die Evolution beweist damit auch nur, dass es nichts gibt, was darüber nachdenkt, bzw. es einen Faktor gibt, der die Veränderungen bestimmt.

Somit gibt es weder eine Laune der Natur, noch gibt es Sinn und Zweck in der Evolution!
Evolution selbst ist somit auch notwendig, womit man dann auch betrachten kann, dass Scheinträchtigkeit einen Sinn hat.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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