Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Trudel knurrt Herrchen an
#1
Hallo

Gestern kam es zu einer unschönen Situation. Leider war ich nicht dabei und kann nur schildern, was Peter mir erzählt hat.

Trudel lag also gestern Abend mit einem dicken Knochen auf ihrer Decke und knusperte. Herrchen kam zu ihr, hockte sich neben sie und wollte sie kurz streicheln.
Diese Aktion wurde mit Knurren beantwortet.

Seine Frage: "Was soll ich denn jetzt tun?" kam natürlich wiedermal viel zu spät.

Das Einzige, was ich ihm noch raten konnte, war, sich mal wieder intensiver mit ihr zu beschäftigen. Das hat er nämlich seit wir aus dem Urlaub zurück sind, fast garnicht mehr getan.

Nun meine Fragen:

Was würdet ihr tun, wenn euer Hund bei euch selbst so reagiert?
Was würdet ihr machen, wenn euer Partner angeknurrt wird und ihr dabei seid? Würdet ihr eingreifen? Wenn ja, wie?

Schöne Grüße
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#2
Kommt auf meinen Partner an. Weiß ich, das mein Partner daraus lernt, und konsequent mit der Situation und folgenden umgeht würde ich nicht eiingreifen, sondern würde, mit ihm daran arbeiten. Bei meinem Partner würde ich eingreifen, und weiter versuchen auf ihn einzuwirken.

Allerdings weiß ich nicht ob ich es so schlimm finde, wenn ein Hund mal sagt das er keine Lust hat jetzt angefasst zu werden. Wenn es ein grummeln ist, und ich zu meinem Hund auf den Platz gehe, glaube ich lasse ich es durchgehen wenn sonst alles passt. Ein richtiges knurren und drohen geht nicht.

Bei mir wäre der Knochen auf der Stelle weg, und der Hund würde nicht mehr auf seinem Platz liegen, sondern wäre von seinem Platz vertrieben.
Antworten
#3
(08.06.2011, 11:41)Pebbles07 schrieb: Allerdings weiß ich nicht ob ich es so schlimm finde, wenn ein Hund mal sagt das er keine Lust hat jetzt angefasst zu werden.

Hier kann ich dir überhaupt nicht zustimmen, Verana.

Mein Hund muss sich immer und überall von mir (und wünschenswert auch von Herrchen) anfassen lassen.
Schließlich gibt es auch Notsituationen, z.B. Verletzungen o.ä., da kann ich auch nicht erst ausdiskutieren, ob es Madame nun genehm ist.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#4
Wäre ich in dieser Situation, würde ich mit meinem Mann diverse Alltagssituationen, die ich zwischen den beiden beobachten kann, in denen der Hund zu dem Schluss kommt, dass er im Status dort angekommen ist, wo er es ihm erlaubt, Ressourcen verteidigen zu dürfen, analysieren, und an der Auflösung dieser Situationen arbeiten.

Die Situation selbst ist zu dem Zeitpunkt, an dem Du davon in Kenntnis gesetzt wurdest, eh ums Eck geschossen gewesen. Diese würde ich dann auch zunächst nicht noch einmal provozieren.

Ursachen liegen woanders. Es dürfte schwierig sein, innerhalb einer Partnerschaft, an so etwas zu arbeiten, da man emotional zu dicht aufeinander hockt. Ich werde oft von Müttern gebeten, den Kindern das zu erklären, was sie selbst eigentlich auch rüber bringen könnten, aber von der Mutter wird das eben nicht angenommen. Ebenso verhält es sich oft bei Eheleuten.

Vielleicht kann Euch Thomas als neutraler Fachmann helfen. Oder Susann. Vielleicht nimmt Dein Mann von Fremden mehr an. Der Prophet im eigenen Land gilt in der Regel nichts. Das kenne ich leider auch zur Genüge.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#5
(08.06.2011, 11:41)Pebbles07 schrieb: Allerdings weiß ich nicht ob ich es so schlimm finde, wenn ein Hund mal sagt das er keine Lust hat jetzt angefasst zu werden. Wenn es ein grummeln ist, und ich zu meinem Hund auf den Platz gehe, glaube ich lasse ich es durchgehen wenn sonst alles passt. Ein richtiges knurren und drohen geht nicht.

Wenn ich zu meinem Hund auf den Platz gehe und er gerade frisst, dann finde ich es nicht soo schlimm. Meine Hunde haben das nicht gemacht. Wir hatten die Situation nie, aber ich bin der Meinung das ein Hund auch seinen Unmut melden darf. Allerdings eben auch nur melden darf.

Bam Bam musste mal die Analdrüse aufgeschnitten und gespült werden, und das tut höllisch weh. Auch da gab es nie den Gedanken das er schnappen könnte, auch bei Betty hab ich das nicht.

Antworten
#6
(08.06.2011, 11:24)Gerti schrieb: Das Einzige, was ich ihm noch raten konnte, war, sich mal wieder intensiver mit ihr zu beschäftigen.

Nja, weil ich erst nach der Konsequenz dieses "Fehlverhaltens" Deinen Rat umsetzen würde.


(08.06.2011, 11:24)Gerti schrieb: Was würdet ihr tun, wenn euer Hund bei euch selbst so reagiert?

Knochen wegnehmen und ab mit dem Hund in eine andere Ecke.

UND dann schöööön lange den Hund ignorieren

(08.06.2011, 11:24)Gerti schrieb: Was würdet ihr machen, wenn euer Partner angeknurrt wird und ihr dabei seid? Würdet ihr eingreifen? Wenn ja, wie?

Diese Fragen sind für mich schwierig zu beantworten, weil Opi selber "Hundeerfahren" ist.

Bei dritten Personen muß ich eingreifen, weil ES EIN FEHLVERHALTEN IST und ich als Besitzer in der Pflicht bin die Situation richtig einzuschätzen.

Zu der Frage WIE?, kann ich nur auf meine obige Antwort hinweisen.




Antworten
#7
(08.06.2011, 13:38)Anja schrieb: Es dürfte schwierig sein, innerhalb einer Partnerschaft, an so etwas zu arbeiten, da man emotional zu dicht aufeinander hockt.


Vielleicht nimmt Dein Mann von Fremden mehr an. Der Prophet im eigenen Land gilt in der Regel nichts. Das kenne ich leider auch zur Genüge.

In diesem Fall, so denke ich, sollte keine Arbeit, oder ein Training mit dem "Opfer" "vollstreckt" werden, weil solch Reaktion dann nach wie vor bei Kindern, oder einem netten Besuch nicht anders ablaufen kann.

Stört man sich daran, dass sein eigener Hund, gegenüber andere Menschen derartig kommuniziert, dann muss man der Motivation des Hundes arbeiten und nicht die Motivation für bestimmte Personen versuchen zu unterdrücken.

Wie man nun also vorgehen möchte, entscheidet die Antwort folgende Frage:
Darf Trudel andere Menschen anknurren, oder nur Peter nicht?
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#8
(10.06.2011, 07:16)Thomas schrieb: Wie man nun also vorgehen möchte, entscheidet die Antwort folgende Frage:
Darf Trudel andere Menschen anknurren, oder nur Peter nicht?


Und für die Beantwortung dieser Frage mag man mich kritisieren, aber ich stehe dazu:

Trudel muss sich nicht von jedem einen Knochen u.a. abnehmen lassen und darf ihren Unmut da äußern.
Aber nicht bei Herrchen.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#9
Sherlock DARF andere Menschen anknurren, um sie zu warnen, um sie sich vom Leib zu halten etc. in Situationen, in denen ich nicht zugegen bin. Mir ist es lieber, er warnt, als dass er gleich schnappt. Mein Hund muss sich von niemand Fremdem Dinge aus dem Hals nehmen lassen, von meinem Mann hingegen schon. Jemand anderes als mein Mann oder ich bzw. eine Person, bei der er zur Pflege ist, hat auch an seinem Knochen, Futter, Spielzeug letztlich nix verloren.

Das kann er recht gut unterscheiden.

Ich sehe das in diesem Fall, also bei Trudel nicht so global und auf eine generelle Motivation bezogen, da ich denke, dass Hunde sehr große Unterschiede machen, für wen sie was tun, bei wem sie was gestatten, wem sie welche Rechte einräumen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#10
Super Anja, da stehe ich ja nicht allein mit meiner Meinung.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste