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Trudel knurrt Herrchen an
#21
Grundsätzlich habe ich wohl eine andere Einstellung zur Aggression, zum Knurren, zur hier beschriebenen Situation als Du, Thomas. Oder ich habe Dich hier irgendwo völlig falsch verstanden.

Das Ressourcen-Knurren eines Hundes mit einer gezogenen Pistole gleich zu setzen, passt für mich nicht direkt zusammen.

Nur weil ein Hund nach dem Knurren beißen und verletzen KÖNNTE, ist mir der Vergleich mit einer Pistole, die bei einem Treffer IMMER verletzt, oft sogar tödlich, nicht angenehm.

Wenn ein Hund auf seinem Platz liegt und etwas kaut, hat er verdammt WENIG Ausweichmöglichkeiten, denn er IST schon auf SEINEM Platz.

Knurren und Nase kraus ziehen führt bei den allermeisten Menschen, auch bei Kindern, dazu, dass sie zurück weichen. DAS ist in der Regel ausreichend, um dem Hund wieder den Freiraum und evtl. Handlungsspielraum zu geben, um sich aus der Situation zu begeben oder genügend Distanz zu haben. Diese Kommunikation ist für mich sehr wichtig und sollte aus meiner Sicht niemals abtrainiert werden.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#22
(11.06.2011, 23:53)Anja schrieb: Wenn ein Hund auf seinem Platz liegt und etwas kaut, hat er verdammt WENIG Ausweichmöglichkeiten, denn er IST schon auf SEINEM Platz.

er kann doch aufstehen und weggehen, oder nicht? kopfkratz

Bei uns liegen mehrere Hundeteppiche in der Wohnung rum,
und wenns dem Wuffel an einem Platz aus irgendeinem Grund ungemütlich wird, sucht er sich einen anderen - egal ob mit oder ohne Kauknochen ...

LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#23
Ich finde die Sichtweise von Anja gut und kann mich in ihrem Beitrag wiederfinden.
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Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#24
Bei uns gibt es einige Orte, an denen Läufer liegen, weil Bär dort gerne liegt. Aber SEINEN Platz, auf den er auch geschickt wird, auf den er mit Kauartikeln oder zu großen Keksen geht, gibt es genau einmal. Zieht er sich von sich aus dorthin zurück, will er einfach nur seine Ruhe, ist kaputt oder krank. Da lasse ich ihn absolut in Ruhe.

Ich muss aber auch ganz ehrlich gestehen, dass ich grundsätzlich eher von Hunden angetan bin, die nicht bei jedem gleich auf dem Schoß hocken. Deshalb ist die gesamte Retrieverfraktion nicht mein Ding. Mich beeindrucken Hunde, die sich ein Ei auf andere Menschen und auch auf die meisten anderen Hunde backen. Bin selbst kein anybodies Darling Typ und suche mir vermutlich auch keinen Hund, der so ist. Ein Hovawart ist nun mal von der Selektion her durch seinen Job ein Hund, der Fremden gegenüber misstrauisch ist, sonst könnte er keinen Hof bewachen.

Dadurch weiß dieser Hund auch ein Kommunikationsrepertoire zu nutzen, um sich durchzusetzen. Aus meiner Sicht steckt bei einem solchen Hund etwas anderes dahinter, als wenn vielleicht ein Retriever seine Ressourcen verwaltet.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#25
So pauschal kann man das auch nicht beantworten. Es kommt immer auf den Hund, die Person und die Situation an.
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Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#26
Auch wenn ich einen Labi habe, finde ich Anjas sichtweise sehr gut, und sie entspricht auch meiner Ansicht

Ich bin aber auch der Ansicht, dass ein Hund sich nicht alles gefallen lassen muss und alles toll finden muss, die Frage stellt sich hier, was ist sozial und was assozial? Ist ein Hund der alles und jeden toll findet, ob Zwei- oder Vierbeiner? Egal was mit ihm gemacht wird?

Ich weiß es klingt jetzt wieder sehr nach Vermenschlichung, aber wenn ich am Tisch sitze und mir würde jemand den Teller unter der Nase wech ziehen, würde ich doch nicht da sitzen und mich freuen.

lg
Tany
Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist der Mensch weder geplant noch gewollt. Seine Existenz hat nicht mehr, aber auch nicht weniger Sinn als die von Regenwürmern
(Prof. Kurt Kotrschal, Autor von: Im Egoismus vereint?).

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#27
Gegenfrage: Würdest du dein Gegenüber beißen, bzw. hauen? Denke die Vergleiche, egal ob Pistole oder Teller, hinken.
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Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#28
Aber Sandra, zwischen beißen/hauen und knurren/motzen ist doch ein großer Unterschied.

Noch mal, ich will Trudels Knurren immer noch nicht entschuldigen, aber es war nur ein Knurren.

Andererseits finde ich, dass Anja die Rasse Hovawart hier etwas zu sehr "glorifiziert".

Den Hovawart gibt es doch nicht wirklich so durchgängig im Wesen. Und ich habe durchaus auch schon welche kennengelernt, die vor einem Zuschnappen überhaupt nichts gesagt haben.

Was Anja beschreibt, ist das Ideal, doch leider ist die Rasse mittlerweile ziemlich weit davon entfernt.

Ein wenig Realismus steht auch Hovawartmenschen nicht schlecht. Smilie_girl_243


Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#29
Meinen Vergleich finde ich garnicht so hinkend, denn, nur weil ich eine Pistole habe, heißt es nicht, dass ich diese auch anwenden kann.
Es wurden schon einige Banküberfälle mit Pistolenatrappen gemacht, was zeigt, in welcher psychischen Lage man jemanden bringen kann. Es geht also nicht dabei um das Töten. Um jemanden mit einer Pistole zu töten, muss man entweder mehrmals schießen, oder man trifft bestimmte Stellen.
Ebenso ist es mit dem Hund, der nunmal Waffen hat, mit denen er Töten könnte, zumindest wenn es um mindestens Mittelgroße Rassen geht.

So denke ich auch, dass ein Hund nicht entscheiden sollte, wann er eine Situation für sich entscheiden darf.

Mal davon abgesehen, dass ich selbst einen Hund habe, der Fremde anknurren würde, finde ich es nicht gut.

Es geht hier also auch nicht um die Bewertung einzelner Hunde, sondern eher um eine Grundeinstellung.

Jeder Hund sollte in der Lage sein, Konflikten aus den Weg zu gehen, unabhängig davon, ob man es seinem Hund vermitteln kann, oder auch nicht.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#30
Aber Thomas, dann stimmt deine Ansicht ja nicht mit dem Verhalten deines Hundes überein.

Und wenn mir eiiner den Teller vor der Nase klauen würde, würde ich definitiv auch knurren.

lg
tany
Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist der Mensch weder geplant noch gewollt. Seine Existenz hat nicht mehr, aber auch nicht weniger Sinn als die von Regenwürmern
(Prof. Kurt Kotrschal, Autor von: Im Egoismus vereint?).

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