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Hilfe, zwei Rüden die sich beißen
#21
Jasmin in welcher Ordnung nimmt man Gasthunde dann rein? Warum denkst du verhalten die sich anders als Zuhause?


(03.07.2011, 17:54)Jutta schrieb: Ich denke, das ist der wesentliche Knackpunkt in unserer Diskussion. Ich denke eher in Richtung Machbarkeit für andere.

Gut dann hoeren wir an dieser Stelle auf zu diskutieren, zwinkern so reden wir nur aneinander vorbei. Ich denke ueberhaupt nicht in Richtung anderer Menschen, wie die das Leben mit ihren Hunden gestalten, ist ihre Angelegenheit.
Kathi, Lu und Pai
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#22
Wir reden hier ja von einer Mehrhundehaltung, das heißt für mich, Hunde die zusammenleben.
Gasthunde oder Hunde die nicht immer da sind, zählen für mich nicht dazu sondern Hunde die mit dem Menschen eine Familie bilden.
Gasthunde fühlen sich bei Dir nicht zuhause, das heißt nicht das sie sich nicht wohl fühlen aber es ist nicht ihr zuhause,
somit finde ich schon das sich dann ein Gasthund, ohne seinen Menschen der sich in Deiner Obhut befindet anders gegenüber den Hunden verhält (sicher auch Dir gegenüber) die in ihrem Zuhause sind (in diesem Fall Deine) als würde er auf Dauer dort leben.
Sicherlich hat er auch andere Privelegien als die Hunde die eben dort immer leben.
Weißt Du was ich meine? Sie bilden mit dem vorhandenen Hunden ja kein echtes Rudel und somit auch keine Rangordnung (dauerhaft).

Sie bilden somit keine echte Gemeinschaft.
Oft verhalten sich Gasthunde ja auch ganz anders als wenn ihr Halter dabei ist.
Also mal angenommen der Halter sagt, oh, der ist nervig oder der hört gar nicht oder so..
Dann kann es ja durchaus sein, das es bei Dir ganz anders läuft.
Ist bei Kindern ja auch oft so. Bei der Mutter sind sie nervig oder kreischig und wenn sie woanders sind,
sind sie das liebste Kind freuen
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#23
(03.07.2011, 17:54)Jutta schrieb:
Zitat:Die Rudelfuehrung kann, meiner Meinung nach, kein Hund uebernehmen.
Natürlich kann er das. Ich gehöre nämlich nicht zum Rudel. Das Beste, was mir als Mensch passieren kann, ist ein Hund, der seine Artgenossen im Blick hat und sich von mir führen lässt. In Sachen Rudelkommunikation ist er 1000x effektiver als ich. Warum sollte ich mir die Mühe machen, ständig jedes einzelne Rudelmitglied zu gängeln, wenn das ganz hervorragend innerartlich geregelt werden kann?

Hallo Jutta,
aus meiner Betrachtung ist dem Ganzen sehr stark am Wolf angelehnt worden, was sich doch sehr deutlich vom Haushund unterscheidet. Die Unterscheidung mag bei Wildhunden anders sein, dem Wolf sehr ähnlich, doch dem Haushund spreche ich andere Voraussetzungen zu.

Wir haben da bspw. das sehr stark veränderte Sozialverhalten, schon allein, weil der Hund mit einer, oder mehreren Arten, wie bspw. dem Menschen leben muss.

Das bedeutet, dass sich der Hund besonders im Sozialverhalten anpassen muss, weil er nun mal vom Menschen abhängig ist.

Aufgrund der Abhängigkeit, ist der Hund, so wie der Wolf, in seiner Sozialgruppe eingegliedert, was immer automatisch eine Struktur, sowie eine Hierarchie bildet.
Die Hierarchie ist nicht veränderbar, aber die Struktur, woraus sich die Hierarchie bildet.

Gibt der Mensch bspw. einem von 2 Hunden kein Futter mehr, ändert sich die Fitness des Hundes und somit auch zwangsläufig die gesamt-Struktur. Nicht dass ich dies nun rate würde, jedoch zeigt es auf, wie leicht und einfach in der Struktur eingreifbar ist.

Futter ist eine Ressource, so wie es noch viele andere Ressourcen gibt. Verwaltet, bzw. teilt man als Mensch die Ressourcen ein, so entsteht auch zwangsläufig ein darauf basierendes System.
Aus meiner Sicht ist die größte Schwierigkeit der Menschen, die Ressourcen-Prioritäten der unterschiedlichen Hunde zu erkennen und damit entsprechend zu Arbeiten.

Während dem einen Hund bspw. das Sofa eine sehr hohe Priorität hat, kann es dem anderen Hund viel wichtiger sein, in der Nähe des Menschen zu sein.

Die Konflikte, die auch wie hier im Eingangsbeitrag geschildert wurden, entstehen, bzw. auch bei anderen entstehen können, basieren meist auf ein Konflikt zwischen der Struktur und der Ressourcen-Verwaltung.

Würde man es also zwei Hunde untereinander klären lassen, sind die Konflikte nicht beseitigt, solange man nicht erkennt, welche Prioritäten für welche Ressourcen auf welchem Hund zutreffen.



(03.07.2011, 17:54)Jutta schrieb:
Zitat: Hunde haben Faehigkeiten, entsprechend diesen, bekommen sie Aufgaben, die sie loesen oder nicht. Fuer die Ausfuehrung der meisten Aufgaben brauchen sie einen Status, den sie sich durch die Ausfuehrung der Aufgaben verdienen. Die Bestaetigung des Status liegt unter anderem bei mir.
Das wäre mir einfach zu anstrengend. Kein Wolf (und auch kein Haushund) würde sich die Mühe machen, ständig den Status jedes einzelnen Rudelmitglieds zu bestimmen.

Genau da sehe ich den Knackpunkt, denn der Status wird nicht bestimmt, sondern eher ergibt sich dieser aus den Fähigkeiten.
Werden diese Fähigkeit vom Menschen nicht erkannt, werden diese nicht gefördert, dann entsteht zwangsläufig ein Konflikt im Verhalten, was sich auch wie hier im Thema beschrieben zeigen kann.

Halte ich bspw. einen BC als Familienhund, dann sind meist Probleme vorprogrammiert. Halte ich diesen jedoch mit entsprechender Auslastung, dann kann ich einen sehr angenehmen Familienhund haben, der nahezu anspruchslos zu sein scheint.




(03.07.2011, 17:54)Jutta schrieb:
Zitat: Und so kann es keine Fuehrungskonflikte unter den Hunden geben
Das bestreite ich. Es gibt Hundekonstellationen, die nicht funktionieren. Sie aufrechterhalten zu wollen, wird auch dann nicht klappen, wenn der Mensch rund um die Uhr den Kontrolleur spielt.

Ich würde hier zwischen gesunden Hunden und kranken Hunden unterscheiden, da gesunde Hunde lange nicht so unberechenbar sind, wie es ihr Ruf häufig ist.


Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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