Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Respekt - oder wie seht Ihr Euren Hund?
#1
Als ich gestern über die Hovihündin meiner Schwiegereltern in meinem Urlaubsbeitrag schrieb, als ich in Susanns Charakterbeitrag las, als ich mit Kunden über K9-Geschirr-Logos sprach, wurde mir bewusst, dass ich meinen Hund oftmals anders sehe, als viele Menschen in meinem Umfeld dies tun.

Für mich kam als aktueller Zwischenstand bei drüber Nachdenken heraus, dass diese Betrachtungsweise des Hundes etwas mit Respekt zu tun hat.

Nun überlege ich, womit das zusammenhängt, wie ich den Bären sehe: Mit dem Alter? Mit seinen Fähigkeiten? Mit einer gewissen Vermenschlichung?

Will mal versuchen, zu erklären, was ich meine. Wenn ich die Hündin meiner Schwiegereltern im Vergleich zum Bären sehe, so finde ich bei ihr eine gewisse Gerissenheit, eine Rafinesse, sie ist gut im Manipulieren ihrer Besitzer, aber ich finde bei ihr wenig, was bei mir Respekt erzeugt. Sie ist frech und sehr disziplinlos und hat wenig für mich "Brauchbares", was sie wirklich gut kann.

Dann das Thema K9-Geschirr... diese Dinger gibt es ja wirklich mit witzigen Klett-Logos, die ich aber NIEMALS an meinen Hund kleben würde. Unser K9-Logofeld ist leer. Ich würde nicht wollen, dass jemand über die Beschriftung meines Hundes lacht. Er ist doch keine Litfass-Säule. Liegt es daran, dass ein Hovawart von Haus aus nicht unbedingt ein "lustig" aussehender Hund ist, wie vielleicht ein Mops oder ein flippiger Sheltie?

Respekt habe ich zunächst mal vor allen Hunden und Menschen, also einen gewissen Grundrespekt. Aber das, was ich hier meine mit Respekt, das ist das, was jemand zusätzlich für Dinge bekommt, die er eben besonders gut kann, die ihn aus der Masse der anderen abhebt.

Bei Sherlock sehe ich eine gewisse Würde, eine Weisheit, Umsicht, oft empfinde ich, dass er für Tätigkeiten, die ich von ihm verlange, einen gewissen "Sinn" braucht, das sind alles Dinge, die so menschlich klingen...

Versteht noch irgendjemand, was ich meine?

Falls ja, würde ich mich sehr über Eure Gedanken dazu freuen. Wie seht Ihr das, was ich schrieb? Wie seht Ihr es auf Euch und Eure Hunde bezogen?

LG Anja

[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#2
Anja, das ist doch ähnlich wie bei einem Menschen auch. Man kennt seinen Hund einfach besser als andere, und man arbeitet einfach anders als mit fremden und zusätzlich kommen dann noch die roten Herzchen auf den Augen freuen
Antworten
#3
Verena, das ist mir zu einfach.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#4
Warum zu einfach? Wäre der andere Hund bei dir, dann hättest Du ihn eben in eine andere Richtung gefordert, und er hätte sich anders entwickelt, und Du vielleicht auch. Wir alle werden durch unsere Umwelt geprägt, somit entwickeln auch wir uns durch unsere Hunde, und unsere Hunde auch durch uns
Antworten
#5
(28.04.2011, 08:48)Anja schrieb: Will mal versuchen, zu erklären, was ich meine. Wenn ich die Hündin meiner Schwiegereltern im Vergleich zum Bären sehe, so finde ich bei ihr eine gewisse Gerissenheit, eine Rafinesse, sie ist gut im Manipulieren ihrer Besitzer, aber ich finde bei ihr wenig, was bei mir Respekt erzeugt. Sie ist frech und sehr disziplinlos und hat wenig für mich "Brauchbares", was sie wirklich gut kann.

Das ist aber Deine Betrachtungsweise, für Dich stimmt dieser Hund nicht.
Das sie nichts kann etc, in Deinen Augen, liegt ja nicht an ihr sondern an Ihrer Erziehung.
Sie hat gelernt sich so zu verhalten mit Eigenschaften oder Genen die sie mitbringt.

Du hast den Bären ja auch geformt, er hat sich angepasst, an Dein/Euer Leben und Erwartungen.
Du magst keinen Hund im Bett, Du hast keinen Hund im Bett, auch das hat ja mit Erziehung und Anpassung zu tun und sicherlich auch mit seinem Wesen.

Curly würdest Du z.B. auch als respektlos bezeichnen, weil sie gerne leckt und küsst und eher ein wibbeliger Hund ist. Aber andersherum hat sie sehr wohl Respekt wenn es um wichtige Dinge angeht. Sie ist insgesamt super unproblematisch, hört gut, ist nicht frech et. Verbiete ich ihr die Eigenschaften die sie mitbringt wie "ich küsse gerne" etc,
dann lässt sie es ja auch.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




Antworten
#6
Hallo Anja

So verkehrt finde ich das, was Verena schreibt, garnicht. Wenn auch kurz, knapp und vereinfacht dargestellt.

(28.04.2011, 08:48)Anja schrieb: ....so finde ich bei ihr eine gewisse Gerissenheit, eine Rafinesse, sie ist gut im Manipulieren ihrer Besitzer, aber ich finde bei ihr wenig, was bei mir Respekt erzeugt. Sie ist frech und sehr disziplinlos ......

Wie Jasmin schon meinte, nicht wirklich ein Charakterzug, sondern erlerntes Verhalten. Ist es nicht anerkennenswert, dass Donna die Schwächen deiner Eltern so klar erkennt und für sich zum Vorteil nutzt?

Wenn du das meinst, was ich denke, geht es dir doch nicht darum, was ein Hund im Laufe der Jahre erlernt hat, sondern um seine Basis, die er mitgebracht hat. Und die ist bei den meisten Hunden doch nicht schlecht zu nennen.
Es kommt m. E. doch auch darauf an, welche Natur eines Hundes der meinen entspricht oder ich mir wünsche. Das kann z.B. auch je nach der eigenen Lebensphase differieren.

Wenn ich an Olga zurück denke, war sie ein Hund, der dir wahrscheinlich sehr gelegen hätte. Souverän, selbständig, eigensinnig. Wenn es nicht so blöd klänge, würde ich sie eine Grande Dame nennen, die sich aber manchmal etwas vergaß und im Spiel mit anderen Hunden oder mit mir herumalberte. Ansonsten vollkommen ernst, zuverlässig und eigenständig, ohne jegliche Führung zu brauchen.
Ich hätte es nicht Respekt genannt, eher Bewunderung für diesen Charakter.
Und nun habe ich Trudel, das komplette Gegenteil. Ein kleiner Kasper mit permanentem Schalk im Nacken, ohne Frauchen nicht sie selbst, doch mit einer unbändigen Lebensfreude und einem schier unerschöpflichen Drang zu lernen und zu arbeiten.
Sollte ich sie deshalb weniger respekieren? Gewiss nicht.
Ein Lebewesen zu respektieren bedeutet für mich, sein Wesen und seine Eigenarten anzuerkennen, zu versuchen, immer noch etwas Positives zu finden.

Natürlich kenne ich auch Hunde, die möchte ich nicht geschenkt. Doch wenn ich mir dann ausmale, wie der Hund unter meinen Fittichen dann geworden wäre oder noch werden könnte, sieht das schon wieder ganz anders aus. Und das bedeutet aber nur, dass es dann eventuell für mich passen könnte, aber noch lange nicht für jemand anderen.

Viele Grüße
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#7
Gerti hat das schön beschrieben.
Donna ist ja kein dummer Hund freuen
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




Antworten
#8
Grmpf. Leider hab ich mich offenbar doch nicht so ausgedrückt, dass ich transportieren konnte, was ich meine...

Was Ihr schreibt, finde ich auch alles richtig. Natürlich kann ich nicht erwarten, dass Donna ein disziplinierter Hund ist, wenn sie nie Disziplin lernen und halten musste. Trotzdem denke ich, dass jeder Hund im Laufe seines Lebens irgendwie auch reifer und etwas weiser werden müsste.

Nehme jetzt mal die Hündin unserer Freunde, die begleite ich auch seit fast 10 Jahren, wie Donna. Anuschka ist überhaupt nicht mein Typ. Weder von der Rasse her noch vom Wesen. Aber ich erkenne bei ihr diverse Entwicklungen, die ihr ein gewisses Profil verleihen.

Profil ist vielleicht ein gutes Wort. Donna kommt mir vor, als wäre sie irgendwie erzogen worden und seitdem hat sie sich nicht verändert, außer dass sie eben älter wurde. Sie wurde einmal bis zu einem gewissen Punkt geformt und das Profil blieb so. Viele Hunde, die ich sonst um mich herum habe oder in größeren Abständen sehe, von ihnen berichtet bekomme, wie auch immer, die verändern sich, die bekommen mehr Profil, die entwickeln Stärken, werden einsichtig, in bestimmten Bereichen cooler, gewinnen an Selbstbewusstsein oder was auch immer eben beim einzelnen Individuum ausgebaut wird.

Versteht Ihr?

Und manche Hunde, die sind einfach irgendwie weniger profiliert, oft etwas kindisch/kindlich, manchmal wirken sie auch etwas einfältig, manchmal kennen sie nur bestimmte Motivationen oder Triebe, aber da passiert irgendwie nichts.

Ob das daran liegt, dass ihre Menschen auch nichts verändern? Oder sind sie einfach so.

Es gibt doch auch Menschen, die sich sprunghaft entwickeln, sich stark verändern, und andere, die sind 40 Jahre irgendwie gleich. Sie heben sich auch nicht groß aus der Masse ab. Und solche Hunde sehe ich eben auch. Und das hat nichts damit zu tun, ob ich diese Hunde mag oder nicht. Donna mag ich sogar sehr gerne, die Hündin von unseren Freunden auch, und dennoch würde ich mit beiden nicht dauerhaft leben wollen.

Versteht Ihr mich jetzt?

Hhhh. Schwierig.
LG Anja

[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#9
Ok, eine Veränderung kann ich bei unseren Hunden auch feststellen gerade wenn sie älter und reifen werden.
Monty hat z.B. im Laufe der Jahre seine Zurückhaltung gegenüber fremden Menschen verloren, er ist zugänglicher
und lässt sich auch gerne mal kraulen, ist auch selbstbewußter geworden, was nicht immer unbedingt ein Vorteil ist freuen

Curly hat sich auch positiv verändert, ist zwar immer noch die Curly Wurly aber schon anders und trotz der Flippigkeit
bedachter, manchmal auch vorsichtiger etc.

Da gibt es einige Dinge die sich verändert haben aber unsere sind alle noch recht jung, bin mal gespannt wie sie sich weiter entwickeln, jetzt sind außer Monty ja gerade mal Alle Erwachsen.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




Antworten
#10
Ich verstehe nicht wie die Ueberschrift zum Thema passt? Dir geht es um die charakterliche Entwicklung von unseren Hunden? Was hat das mit Respekt zu tun? Oder wie wir unsere Hunde sehen? Meinst du das ob wir unsere Hunde respektieren?
Kathi, Lu und Pai
Antworten


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Frodo - ein Genie oder ein normaler Hund? Julia 6 2.454 23.10.2011, 16:20
Letzter Beitrag: Bell 430
  Welpe oder Hund aus 2. Hand? LA JO 32 5.001 19.07.2009, 18:45
Letzter Beitrag: Anja



Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste