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Hund macht Dinge kaputt
#11
(14.03.2011, 13:33)Anja schrieb: Vielleicht könnt Ihr mal ne Videokamera aufstellen und filmen, was so passiert, wenn Ihr geht. Das hat schon erstaunliche Erkenntnisse zutage gefördert.

Genau so.

Eine Box empfinde ich als sehr gute rückzugs Option und gleichzeitig bietet sie Sichheit für alle, Mensch und Hund.



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#12
Grenze doch seine Bewegungsfreiheit auf nur einen Raum ein. Letztlich reicht ein videofähiges Handy.

Es kann auch sein, dass ihm einfach die größe der Fläche zu viel zu "verwalten" ist, wenn Ihr weg seid, dass ihm das Stress macht. Oft ist es so, je kleiner der Bereich, der zur Verfügung steht, desto weniger Stress hat der Hund. Vor allem, wenn der Bereich noch recht weit vom Eingang weg ist. Keinen Türsteherjob, keinen Stress.

Habe eine Kundin, die mich neulich mal ganz unbedarft fragte, warum ihr (eher unsicherer Labrador-Mix) immer so abdreht, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt. Nach einigem Fragen kam ich dahinter, dass sie ihn teilweise auf dem Grundstück draußen frei laufen lässt, während sie weg sind, teilweise nur im Haus.

Sie sagte, wenn er drinnen wartet, ist er nicht so wild bei der Rückkehr. Wartet er draußen, ist er außer Rand und Band.

Wir haben gemeinsam heraus gefunden, dass er mit der "Verwaltung" des gesamten Grundstücks total überfordert ist und überhaupt gar nicht draußen sein mag, wenn niemand da ist. Er hat irrsinnig viel gebuddelt und eben, wenn jemand heim kam, den ganzen Stress irgendwie durch Rumflippen entladen.

Seit sie ihn im Haus alleine lässt, ist er insgesamt deutlich entspannter, buddelt nicht mehr und begrüßt sie angemessen.

Sie war total fasziniert, dass sie das nie gemerkt hat, eher sogar dachte, er freut sich, wenn er draußen sein kann.

Ergo, vielleicht ist Dein Hund froh, wenn er in einer Box 2 Stunden seine Ruhe hat, auch vor den anderen, keinen Job zu tun hat, bis wieder ein Mensch da ist.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#13
Zitat:Grenze doch seine Bewegungsfreiheit auf nur einen Raum ein.
Haben wir schon. Wir haben das Glück hier als Anbau eine Art Appartment haben wo wir uns mit den Hunden tagsüber aufhalten. Den Rest des Hauses haben die Hunde nicht zur Verfügung wenn keiner da ist.

Könnte es vielleicht auch helfen wenn man das Appartment abdunkelt, sprich alle Jalousien runtermacht, wenn wir nicht da sind? So hätte der kleine keine oder nur sehr wenig Reize von aussen. Wobei die Nachbarschaft hier im Norden bei uns nicht gerade sehr üppig ist. Aber ab und an laufen schon mal Leute mit Hunden am Haus vorbei.
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#14
Könnte. Muss aber nicht. Das würde ich mittels filmen heraus zu finden versuchen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#15
Vielen Dank für eure Meinungen, Anregungen und Tipps.

Wir werden den Rat das Verhalten des kleinen zu filmen demnächst umsetzen. In der Hoffnung dadurch neue Erkenntnisse zu bekommen was den kleinen Wutz dazu veranlasst Dinge zu zerlegen. Auch den Tipp mit der Box haben wir weiterhin auf dem Schirm. Ich werde zu gegebener Zeit berichten was sich so getan hat.
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#16
Bin auf das Ergebnis gespannt.
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#17
Ich auch!

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#18
(14.03.2011, 11:22)Kenny schrieb: Wir können uns das nicht wirklich erklären da es ja in den vorhgergehenden Wochen absolut problemlos funktioniert hat.

Wir haben wirklich alles versucht um den Hund zu beschäftigen und auszulasten.
- Längere Spaziergänge,
- ausgiebiges toben im Garten.
- Kopfarbeit mit diversen Spielzeugen.

Mittlerweile haben wir außer der zusätzlichen Beschäftigung/Auslastung keine wirkliche Idee mehr den Hund davon abzubringen etwas kaputt zu machen-

Nicht selten ist eines der großten Problem, dass Hund zu viel Beschäftigung haben.

Beschäftigung ist nicht allein das Problem, wenn es zuviel davon, sondern eher die fehlenden Ruhezeiten, die besonders dann anstehen, wenn der Hund so viel beschäftigt wird.

Meist ist es doch so, das kaum ein Hund sich so schlafen legt, dass er in den Tiefschlaf fallen kann. Die Gründe dafür können wiederum sehr vielseitig sein.

Sollte es wirklich so sein, wie ich es hier lese, dann solltest Du mehr daran arbeiten, Deinen Hund/Deine Hunde, Ruhe zu verordnen. Wenn Du Aktion, Spiel und Sport motiviert bist, dann könntest Du es so verlegen, dass Du es an Tagen machst, wo Du Deinen Hund im Auge hast und für Ruhe sorgen kannst.

An den Tagen, wo er viel alleine bleiben soll, würde ich das Programm runter fahren.

Eine Videoaufnahme kann Dir zwar zeigen wie Dein Hund motiviert ist, ändert aber wenig an der Ursache.

Eine Box ist auch hier gut, wenn man wenig Möglichkeiten hat, seinem Hund zu vertrauen, aber auch diese ändert wenig an der Ursache.

Das Ziel sollte es nicht sein, den Hund daran zu hindern, etwas zu tun, was ich nicht will, sondern den Hund eher die richtige Entscheidung treffen zu lassen, womit alle Beteiligten leben können.

Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#19
Dieser Aussage kann ich mich anschließen. Auf die Idee, es könnte zu viel sein und zu wenig Ruhe herrschen, bin ich in diesem Fall gar nicht gekommen. Ist aber weitaus öfter der Fall, als man glaubt...

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#20
Das ein Hund zuviel Beschäftigung haben könnte ist mir neu. Sowas hatten wir nun wirklich nicht auf dem Schirm.

Aber vielleicht hatte ich ja auch nur vergessen zu erläutern das es Anfangs sehr wohl so war das die Hunde ausgiebige Ruhephasen haben.

Morgens 45min Spaziergang. Mittags 1 bis 1 1/2 Stunden laufen. Abends nochmal eine knappe Stunde und bevor es ins Bett geht nochmal zum Pippi machen raus.
An den Wochenenden war das, je nach Wetterlage, auch mal mehr. Inklusive Beschäftigung im Garten und Kopfarbeit.

Ansonsten war Ruhe angesagt. Zwischen dem Morgen- und Mittagsspaziergang lagen 3 1/2 Stunden. Zwischen Mittags- und Abendsspaziergang gar 4 1/2 Stunden. Die Pippi-mach-Runde lasse ich mal aussen vor. Denn das sind meist nur 5-10min in denen sich die Hunde eben erleichtern können.

Wie schon geschrieben hat das Anfangs ja auch funktioniert in dieser Form. Es war und blieb ruhig wenn ich zur Arbeit fuhr.

Zitat:Das Ziel sollte es nicht sein, den Hund daran zu hindern, etwas zu tun, was ich nicht will, sondern den Hund eher die richtige Entscheidung treffen zu lassen,
Das ist ja schön und gut. Aber wie macht man das wenn man den Hund nicht direkt beeinflussen kann weil man nicht vor Ort ist?
Wenn einer von uns beiden zu Hause ist gibt es ja keinerlei Probleme mit dem kleinen. Da passt alles.
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