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Der Geruch des Hundes oder riechen Eure Hunde?
Hey

(04.04.2014, 11:48)Thomas schrieb: happy auch hier ist es keine Frage der Wahrnehmung, sondern des Empfinden.

Nimm Hovawarte, Ridgebacks, oder sonstige Rassen sowie Mischlinge, und all diese Hunde haben "rückgebildete" Schweißdrüsen (apokrine Schweißdrüsen), die übrigens beim Menschen, nur im Axel, Scharm- und Afterbereich vorkommen.
Diese Drüsen lösen ein Sekret aus, dass jedem Hund seine ganz persönliche Duftmarke gibt, die durch eine alkanische Reaktion hervorgerufen wird.
Wir Menschen sind aber wesentlich unempfindlicher, was diese Gerüche angeht und erst Recht, wenn wir eine Rasse haben, die für uns geschaffen scheint.
Frage also alle Rassenliebhaber, Du wirst immer zu hören bekommen, dass sie nicht riechen, oder gar, besonders gute Gerüche ausstrahlen, wie der Hovawart, der nussig riechen soll.

Würde nun also der Husky nicht riechen, dann wäre er die einzige Rasse, die keine apokrine Schweißdrüsen haben.

Der Geruch des Hundes oder riechen Eure Hunde?

Wenn ich mal davon ausgehe, dass sich die Frage auf den Geruchssinn des Menschen bezieht, klingt es nach einer banalen Frage, schaut man mal genauer hin muss man differenzieren.

Wie happy schon schrieb, kenne ich es von meinen Alaskan Malamuten auch nicht anders, sie sind Hunde, die in der Regel keinen, für den Menschen wahrnehmbaren Geruch absondern. Mit anderen Worten sie riechen nicht, um bei der Fragestellung aus der Themenstellung zu bleiben.
Das mag darin begründet sein, das sie sogar ein viel dichter isolierendes Fell als Eisbären haben sollen und daher ihre Haut, selbst durch Wasser nicht erreicht wird. Das könnte auch eine Erklärung dafür sein, dass sie keinen Geruch absondern, die sich normal auf der Haut ansiedeln, da die Bakterien nicht die Bedingungen vorfinden, die sie für ihre Lebensgrundlage brauchen.

Selbst beim schlimmsten Sauwetter werden sie kaum schmutzig und sind ruckzuck wieder sauber, da der Schmutz und die Feuchtigkeit nur an den Deckhaaren also der Oberfläche (Bauch, Brust) haften, das mit einem Tuch leicht abzuwischen geht.

Viele andere Hundetypen/Hunderassen haben diese speziellen Fellstrukturen nicht und sind daher auch ganz anderen Bedingungen z. B. Parasiten ausgesetzt.

So wie Thomas schon schrieb, sind es in aller Regel die Parasiten, die für uns Menschen den Hund somit zu einer Geruchsbelästigung werden, lassen Können.

Deshalb denke ich, macht es einen Unterschied, nicht nur für das Geruchsempfinden des Menschen, sondern auch für den Hund selbst, ob man etwas gegen diese Parasiten unternehmen will/muss.

Davon würde ich aber den spezifischen olfaktorischen Eigengeruch des Hundes trennen.
Denn dieser erfüllt biologisch eine Reihe andere wesentliche Funktionen.
So dient der Eigengeruch der Erkennung im Rudel und/oder im allgemeinen sozialen Kontext mit anderen Hunden, der Interaktion und Kommunikation, dem sozialen Status und ganz wesentlich, vielleicht bei Haushunden eingeschränkt, als Signal für die Fitness.

Noch eine Anmerkung, natürlich ist der Mensch kein Nasentier wie der Hund, trotzdem spielen auch hier in der Interaktion mit anderen Menschen, speziell die Pheromone unbewusst eine wichtige Rolle, geben sie doch interessante Hinweise auf unser gegen über, besonders was die Fortpflanzung betrifft. Damit wären wir wieder beim Wesentlichen, der Fortpflanzung im Dienste des evolutiven Überlebens der eigenen Art.



Der wahre Egoist kooperiert.
lg hansgeorg
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