Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Motivation definieren
#21
Hey Thomas

“Thomas“ schrieb:
“hansgeorg“ schrieb:Sie waren vielleicht hungrig oder durstig, oder ihnen war vielleicht kalt. In jedem Fall lösen innere Zustände der Deprivation (damit bezeichnet man Mangelzustände) Reaktionen des Körpers aus, welche zu einer Handlung motivieren, um das Gleichgewicht des Körpers wieder herzustellen. (Zimbardo)

Wie du sehen kannst, gehören Hunger, Durst, Frieren, Sexualität aber auch Aggression usw. zu den Motivationen, denn das ist unabhängig von den Beweggründen, da Motivation ein allgemeines Prinzip ist, das wiederum durch einzelne Motivationskonzepte näher erklärt werden kann.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob die Sozialpsychologie sich so intensiv mit der Motivationspsychologie auseinandersetzt.
Doch ein solches Zitat kann nur zeigen, dass hier ein sehr grob beschriebener Vorgang herangezogen wird.

Wenn ich bspw. den Vorgang des Hungerns und dessen Reaktion beschreiben würde, dann sähe das anders aus.

Empfinden:
das Glucoseniveau im Blut wird von Rezeptoren aus der Leber und dem Magen an den Hypothalamus im Zwischenhirn gemeldet, in dem sich das Hungerzentrum und Sättigungszentrum befinden.
Prof. Dr. Susanne Klaus, Universität Potzdam

Wahrnehmung:
Der Hypothalamus kommuniziert nun mit dem Großhirn, und lässt den Hunger bewusst wahrnehmen.
Zugleich wird der Hunger bewertet und kommuniziert mit dem limbischen System.
Prof. Dr. Heinrich H. Bülthoff, Max Plank Institut Tübingen


Antizipation (Emotion)
Die Überlegungen entstehen, worauf Appetit besteht und bei einer Vorstellung, nach Bewertung ein Ort lokalisiert wird, wo das Nahrungsmittel zu finden ist.
Prof. Dr. Joachim Funke, Universität Heidelberg


Instrumentelles Handeln (Motivation)
Bspw. der Hund beginnt das Suchen nach Futter auf dem Boden, oder andernorts.

Konsumatorisches Verhalten
Der Hund frisst!

Ekstase (Emotion)
Eine darauf folgende Emotion, die hier bsph. angedeutet wird, beeinflusst erneut die Motivation und der Hund frisst, trotz Sättigungsgefühls.

Besonders bei Tieren ist diese Emotion wichtig, da das Futter/Beute eine sehr hohe Ressource darstellt.
Deshalb bricht nicht die Sättigung das Fressen ab.

Diese Auflistung von dir zeigt in Auszügen ganz deutlich das eigentliche Dilemma in unserem Diskurs auf.

Wie ich schon schrieb halte ich mich an die Evolutionsbiologie/Entwicklungbiologie/Verhaltenbiologie/Neurobiologie/Soziobiologie usw.
Es gibt in diesen Wissenschaften einen gewissen trennt, der noch sehr jung und sehr zart ist, aber schon Früchte trägt, in dem man mehr als bisher zusammenarbeitet und nicht nur voneinander, sondern auch miteinander lernt.

In vielen Fachbüchern aus Psychologie, Soziologie, Physiologie, Neurologie usw. wurden/werden noch oft alte Begriffe verwendet oder ganz eigene und das beginnt sich langsam zu ändern.

In meinem alten Zimbardo (Psychologie) gab es noch das Thema Triebe, in der neuen aktuellen Ausgabe wurde daraus das neue u. aktualisierte Thema Motivation, auch das Thema Emotion wurde aktualisiert, so wurde z. B. die James-Lang u. Cannon-Bard Theorie mit der bedeutenden kognitiven-Bewertungs-Theorie erweitert.
Oder auch die schon seit ca. zwanzig Jahren bekannte und kaum beachteten Erkenntnisse über die Spiegelneuronen, deren tragweiter erst allmählich, selbst in der Fachwelt erkannt werden, die Teilweise mit der Entdeckung der DAN gleichgesetzt werden.

Vielleicht wird uns in Zukunft, das kann noch dauern, einiges an solchen Diskussionen wir sie bedauerlicherweise im Moment führen, erspart bleiben, wenn wir von denselben Grundlagen ausgehen können.


Zum Beispiel nur ganz kurz, unterscheidet die Verhaltensbiologie:

Motivation:
Hunger, Durst, Sexualität, Aggression usw.

Emotionen:
Freude, Trauer, Furcht, Verachtung, Ekel, Überraschung, Ärger usw.

Es ist schon spät deshalb mache ich mal schluss.

Antworten
#22
(28.01.2011, 01:49)hansgeorg schrieb:
“Thomas“ schrieb:
“hansgeorg“ schrieb:Kleiner Exkurs:
Wenn man bedenkt, das Einzeller (und andere einfache Organismen) die kein Nervensystem besitzen, in der Lage sind motiviert zu handeln (da Überlebenswichtig), sollte schon ein Hinweis darauf sein, das Emotionen nicht an erster Stelle stehen.

Danke für Deinen Exkurs, der zwar nichts zur Sache tut, den Grund, Du aber später vielleicht erkennst.

Da du auch hier nicht selbst erkennst, was ich damit ausdrücken wollte, die Erklärung in der Evolution gab es erst die Motivation, danach kam vielspäter die Emotion.

Daran lässt sich erkennen, dass Du Motivation aus nur einem Grundbegriff ableitest.



(28.01.2011, 02:20)hansgeorg schrieb:
“Hans Georg“ schrieb:Definitionen:
Motivation ist der allgemeine Begriff für alle Prozesse, die der Initiierung, Richtungsgebung und Aufrechterhaltung physischer und psychischer Aktivitäten dienen. Das Wort Motivation stammt vom Lateinischen movere, was so viel bedeutet wie bewegen.


Es scheint dass Motivation und Emotion auf den gleichen Lateinischen Wortstamm movere Bewegung zurückgehen.

Hier zeigt sich auch wie Klug die Verhaltensbiologen in der Wahl des Begriffes Motivation vorgegangen sind, der den veralteten und zudem falsche Begriff der Triebe (Trieb-Theorien), auf ein neues und breiteres Fundament gestellt haben und daraus das Modell der Motivation abgeleitet hatten.

So ist z. B. in dem Begriff Hunger und seiner Bedeutung, die Motivation als das Bewegende oder Antreibende enthalten geblieben und bedarf somit nicht der Emotion/Empfindung, die als eine Begleiterscheinung/Randerscheinung keine besondere Rolle spielt.

Mit anderen Worten, die Motivation genügt sich selbst, um sich zu Verhalten.

Und genau hier wird deutlich, dass Du:
1.
Den Begriff Motivation und Emotion nahezu gleichsetzt, zumindest aus der Entstehung, denn vermutlich hattest Du kein Latein.
Motivation leitet sich aus dem lateinischen Wort movere ab, und bedeutet bewegen, reizen, beeinflussen, erregen und beeinflussen.
Emotion hingegen leitet man aus dem lateinischen Wort emovere ab, und hat eine ganz andere Bedeutung als das gedachte movere.
Hervorheben, herausbewegen, herausheben, erschüttern und hinausschaffen stehen in den Wörterbüchern beschrieben!

2.
Den Begriff Motivation kaum verstanden haben kannst, da Du ebenso ein Motiv mit Motivation gleichzusetzen scheinst.
Ein Motiv leitet sich ebenso aus dem lateinischen Wort "movere" (motus als Substantiv) ab, was jedoch in der Psychologie lange nicht gleich zu verstehen ist.
So bezeichnet man ein Motiv als Wertdisposition, nach einem bestimmten wertgeladenen Zielzustand zu streben.

All das willst Du mit der Motivation vereinen?

Ich habe nun selbst gesucht und konnte in keiner aktuellen Beschreibung finden, dass Hunger eine Motivation ist. Vielmehr wird beschrieben, dass Motivation die Handlungsbereitschaft ist, ein Bedürfnis wie bspw Hunger zu befriedigen.
Ich finde also keine aktuellen Schriften, die Hunger als Motivation beschreiben.



(28.01.2011, 03:14)hansgeorg schrieb:
Thomas schrieb:Empfinden:
das Glucoseniveau im Blut wird von Rezeptoren aus der Leber und dem Magen an den Hypothalamus im Zwischenhirn gemeldet, in dem sich das Hungerzentrum und Sättigungszentrum befinden.
Prof. Dr. Susanne Klaus, Universität Potzdam

Wahrnehmung:
Der Hypothalamus kommuniziert nun mit dem Großhirn, und lässt den Hunger bewusst wahrnehmen.
Zugleich wird der Hunger bewertet und kommuniziert mit dem limbischen System.
Prof. Dr. Heinrich H. Bülthoff, Max Plank Institut Tübingen


Antizipation (Emotion)
Die Überlegungen entstehen, worauf Appetit besteht und bei einer Vorstellung, nach Bewertung ein Ort lokalisiert wird, wo das Nahrungsmittel zu finden ist.
Prof. Dr. Joachim Funke, Universität Heidelberg


Instrumentelles Handeln (Motivation)
Bspw. der Hund beginnt das Suchen nach Futter auf dem Boden, oder andernorts.

Konsumatorisches Verhalten
Der Hund frisst!

Ekstase (Emotion)
Eine darauf folgende Emotion, die hier bsph. angedeutet wird, beeinflusst erneut die Motivation und der Hund frisst, trotz Sättigungsgefühls.

Besonders bei Tieren ist diese Emotion wichtig, da das Futter/Beute eine sehr hohe Ressource darstellt.
Deshalb bricht nicht die Sättigung das Fressen ab.

Diese Auflistung von dir zeigt in Auszügen ganz deutlich das eigentliche Dilemma in unserem Diskurs auf.

Wie ich schon schrieb halte ich mich an die Evolutionsbiologie/Entwicklungbiologie/Verhaltenbiologie/Neurobiologie/Soziobiologie usw.
Es gibt in diesen Wissenschaften einen gewissen trennt, der noch sehr jung und sehr zart ist, aber schon Früchte trägt, in dem man mehr als bisher zusammenarbeitet und nicht nur voneinander, sondern auch miteinander lernt.

Hans Georg beantworte mir bitte ein Frage!
Siehst Du den von mir beschriebenen Ablauf falsch?

Ja, oder nein?
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#23
Hey Thomas


Kleiner Zwischenruf





(28.01.2011, 11:54)Thomas schrieb:
(28.01.2011, 02:20)hansgeorg schrieb:
“Hans Georg“ schrieb:Definitionen:
Motivation ist der allgemeine Begriff für alle Prozesse, die der Initiierung, Richtungsgebung und Aufrechterhaltung physischer und psychischer Aktivitäten dienen. Das Wort Motivation stammt vom Lateinischen movere, was so viel bedeutet wie bewegen.


Es scheint dass Motivation und Emotion auf den gleichen Lateinischen Wortstamm movere Bewegung zurückgehen.

Hier zeigt sich auch wie Klug die Verhaltensbiologen in der Wahl des Begriffes Motivation vorgegangen sind, der den veralteten und zudem falsche Begriff der Triebe (Trieb-Theorien), auf ein neues und breiteres Fundament gestellt haben und daraus das Modell der Motivation abgeleitet hatten.

So ist z. B. in dem Begriff Hunger und seiner Bedeutung, die Motivation als das Bewegende oder Antreibende enthalten geblieben und bedarf somit nicht der Emotion/Empfindung, die als eine Begleiterscheinung/Randerscheinung keine besondere Rolle spielt.

Mit anderen Worten, die Motivation genügt sich selbst, um sich zu Verhalten.

Und genau hier wird deutlich, dass Du:
1.
Den Begriff Motivation und Emotion nahezu gleichsetzt, zumindest aus der Entstehung, denn vermutlich hattest Du kein Latein.
Motivation leitet sich aus dem lateinischen Wort movere ab, und bedeutet bewegen, reizen, beeinflussen, erregen und beeinflussen.
Emotion hingegen leitet man aus dem lateinischen Wort emovere ab, und hat eine ganz andere Bedeutung als das gedachte movere.
Hervorheben, herausbewegen, herausheben, erschüttern und hinausschaffen stehen in den Wörterbüchern beschrieben!

2.
Den Begriff Motivation kaum verstanden haben kannst, da Du ebenso ein Motiv mit Motivation gleichzusetzen scheinst.
Ein Motiv leitet sich ebenso aus dem lateinischen Wort "movere" (motus als Substantiv) ab, was jedoch in der Psychologie lange nicht gleich zu verstehen ist.
So bezeichnet man ein Motiv als Wertdisposition, nach einem bestimmten wertgeladenen Zielzustand zu streben.

All das willst Du mit der Motivation vereinen?

Ich habe nun selbst gesucht und konnte in keiner aktuellen Beschreibung finden, dass Hunger eine Motivation ist. Vielmehr wird beschrieben, dass Motivation die Handlungsbereitschaft ist, ein Bedürfnis wie bspw Hunger zu befriedigen.
Ich finde also keine aktuellen Schriften, die Hunger als Motivation beschreiben.
Thomas, so schlau war ich auch um zu wissen das hier kein Wortstamm vorliegt.

Warum habe ich das trotzdem geschrieben?

Hier schau dir mal deine allgemeine Definition von Emotion an.

“Thomas“ schrieb:Emotionen [zu latein. emovere >> herausbewegen, emporwühlen, erschüttern<<] (Brockhaus 2009, 2. Auflage)

Eine Verhaltensbiologische sieht da ganz anders aus, warum wohl?

So könnte ich auch eine allgemeine Definition von Motivation nehmen und schreiben.

Motivation , die; -, -en <lat.> (die Beweggründe, die das Handeln eines Menschen bestimmen)

Motivation die; -, -en <lat.-mlat.-nlat.>:

1. Summe der Beweggründe, die jmds. Entscheidung, Handlung beeinflussen.

2. (Sprachwiss.) Durchschaubarkeit einer Wortbildung in Bezug auf die Teile, aus denen sie zusammengesetzt ist. Duden - Das Fremdwörterbuch,
Duden


Ich wollte damit sagen, wenn Definitionen, dann die aus dem entsprechenden Fachgebieten und keine allgemeine Definitionen.



Antworten
#24
(28.01.2011, 13:21)hansgeorg schrieb: Thomas, so schlau war ich auch um zu wissen das hier kein Wortstamm vorliegt.

Warum habe ich das trotzdem geschrieben?

Hier schau dir mal deine allgemeine Definition von Emotion an.

“Thomas“ schrieb:Emotionen [zu latein. emovere >> herausbewegen, emporwühlen, erschüttern<<] (Brockhaus 2009, 2. Auflage)

Eine Verhaltensbiologische sieht da ganz anders aus, warum wohl?

So könnte ich auch eine allgemeine Definition von Motivation nehmen und schreiben.

Motivation , die; -, -en <lat.> (die Beweggründe, die das Handeln eines Menschen bestimmen)

Mein Zitat ist keine Definition, sondern korrigiert Deine Abschrift, dass Emotion aus dem lat. movere stammt, was definitiv nicht so ist und das unabhängig vom Fachgebiet.

Herausbewegen und Bewegung unterscheidet sich nicht nur durch die Präposition, sondern auch in der Bedeutung. Selbst hier kann man nicht verallgemeinern!
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#25
Lieber Thomas


(28.01.2011, 16:54)Thomas schrieb:
(28.01.2011, 13:21)hansgeorg schrieb: Thomas, so schlau war ich auch um zu wissen das hier kein Wortstamm vorliegt.

Warum habe ich das trotzdem geschrieben?

Hier schau dir mal deine allgemeine Definition von Emotion an.

“Thomas“ schrieb:Emotionen [zu latein. emovere >> herausbewegen, emporwühlen, erschüttern<<] (Brockhaus 2009, 2. Auflage)

Eine Verhaltensbiologische sieht da ganz anders aus, warum wohl?

So könnte ich auch eine allgemeine Definition von Motivation nehmen und schreiben.

Motivation , die; -, -en <lat.> (die Beweggründe, die das Handeln eines Menschen bestimmen)

Mein Zitat ist keine Definition, sondern korrigiert Deine Abschrift, dass Emotion aus dem lat. movere stammt, was definitiv nicht so ist und das unabhängig vom Fachgebiet.

Herausbewegen und Bewegung unterscheidet sich nicht nur durch die Präposition, sondern auch in der Bedeutung. Selbst hier kann man nicht verallgemeinern!

Du solltest doch noch mal Lesen was ich geschrieben hatte, denn nicht du hast Emotionen definiert sondern der Brockhaus wenn ich richtig erinnere, du hast es nur hier eingestellt.

Und das mit dem movere ist auch nicht von mir persönlich, sondern aus dem Zimbardo, ich habe es nur zitiert.

Wenn du damit nicht einverstanden bist, musst du dich schon an die Verursacher halten.
Antworten
#26
Hey Thomas


Auch wenn du sehr resistent bist und nicht anerkennen willst, das Motivation und Emotionen in der Verhaltensbiologie nicht dasselbe sind.

Finde ich es umso interessanter und auch spannender, das z. B. gerade Frau Dr. D. Feddersen-Petersen, sie ist immerhin Verhaltensbiologin und Tierärztin, also vom Fach, gerade erst in ihrem neuen Buch (2010), „Ausdrucksverhalten beim Hund“ den Begriff „Motivation“ übernommen hat.
Aber nicht nur sie, genauso ihre Kollegen Grewe, Gansloßer usw., auch einige Verhaltenstierärzte, bieten sogar seit Kurzem für Hundehalter Seminar zu diesem Thema an.
Und in den Veröffentlichungen von Hundeschulen rückt dieser Begriff Motivation auch immer mehr in den Fokus des Interesses.

Zimbardo widmet sogar in seinem Standard Psychologie jeweils ein ganzes Kapitel den Motivationen und ein anderes den Emotionen.

Warum diesen Aufwand, wenn es nach deiner Meinung keinen Unterschied geben soll?
Antworten
#27
Hey Thomas,


Meine Intention ist nicht darin begründet dich von etwas, was du nicht willst zu überzeugen, sondern für alle interessierten darauf hinzuweisen, dass man das was ich zitiert und selbst geschrieben hatte in der Entsprechenden wissenschaftlichen Fachliteratur nachschlagen kann, wenn man denn will. Wie z. B. dem aktuellen deutschsprachigen Zimbardo (Psychologie).


“Thomas“ schrieb:
“hansgeorg“ schrieb:Zitat:
Sie waren vielleicht hungrig oder durstig, oder ihnen war vielleicht kalt. In jedem Fall lösen innere Zustände der Deprivation (damit bezeichnet man Mangelzustände) Reaktionen des Körpers aus, welche zu einer Handlung motivieren, um das Gleichgewicht des Körpers wieder herzustellen. (Zimbardo)

Wie du sehen kannst, gehören Hunger, Durst, Frieren, Sexualität aber auch Aggression usw. zu den Motivationen, denn das ist unabhängig von den Beweggründen, da Motivation ein allgemeines Prinzip ist, das wiederum durch einzelne Motivationskonzepte näher erklärt werden kann.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob die Sozialpsychologie sich so intensiv mit der Motivationspsychologie auseinandersetzt.
Doch ein solches Zitat kann nur zeigen, dass hier ein sehr grob beschriebener Vorgang herangezogen wird.

Wenn ich bspw. den Vorgang des Hungerns und dessen Reaktion beschreiben würde, dann sähe das anders aus.

Empfinden:das Glucoseniveau im Blut wird von Rezeptoren aus der Leber und dem Magen an den Hypothalamus im Zwischenhirn gemeldet, in dem sich das Hungerzentrum und Sättigungszentrum befinden.
Prof. Dr. Susanne Klaus, Universität Potzdam

Ich habe mal dein Zitat Empfindung herausgegriffen um etwas zu verdeutlichen.
Diese Erkenntnis der Messung im Blut stammt aus den 1940iger u. 1950iger Jahren, ist also alles andere als neu, und wird Sollwert-Hypothese genannt.

Mir hast du vorgeworfen ich würde mit altem längst überholten wissenschaftlichen Kenntnissen von vor 30 Jahren usw. aufwarten, was aber so nicht stimmt, aber egal.


Ich frage mich immer noch, wann wirst du uns die von dir angekündigten Neusten Erkenntnissen aus der Emotionsforschung vorstellen?
Antworten
#28
(28.01.2011, 17:37)hansgeorg schrieb:
(28.01.2011, 16:54)Thomas schrieb: Mein Zitat ist keine Definition, sondern korrigiert Deine Abschrift, dass Emotion aus dem lat. movere stammt, was definitiv nicht so ist und das unabhängig vom Fachgebiet.

Herausbewegen und Bewegung unterscheidet sich nicht nur durch die Präposition, sondern auch in der Bedeutung. Selbst hier kann man nicht verallgemeinern!

Du solltest doch noch mal Lesen was ich geschrieben hatte, denn nicht du hast Emotionen definiert sondern der Brockhaus wenn ich richtig erinnere, du hast es nur hier eingestellt.

Auch Du musst erneut lesen, denn auch der Brockhaus definiert nicht den Begriff, sondern erklärt die Herkunft, wovon dieser abgeleitet wurde.



(28.01.2011, 18:07)hansgeorg schrieb: Auch wenn du sehr resistent bist und nicht anerkennen willst, das Motivation und Emotionen in der Verhaltensbiologie nicht dasselbe sind.
Haben wir hier eine verkehrte Welt oder ist das wieder ein deletanter Versuch aus Deiner Nummer herauszukommen?

Neben den noch offenen Fragen, wo habe ich geschrieben, dass Emotion und Motivation dasselbe sein soll?
Zur Erinnerung, warst Du doch derjenige, der nicht akzeptieren kann, dass Emotion ein wichtiger Vorbote der Motivation ist.

Deine Spiele kannst Du in anderen Foren betreiben, aber nicht hier.



(28.01.2011, 18:24)hansgeorg schrieb: Meine Intention ist nicht darin begründet dich von etwas, was du nicht willst zu überzeugen, sondern für alle interessierten darauf hinzuweisen, dass man das was ich zitiert und selbst geschrieben hatte in der Entsprechenden wissenschaftlichen Fachliteratur nachschlagen kann, wenn man denn will. Wie z. B. dem aktuellen deutschsprachigen Zimbardo (Psychologie).

Momentan bist Du jedoch weit davon entfernt, denn es gelingt Dir nicht im Geringsten nur ansatzweise verständliche Argumente hervorzubringen, die dazu motivieren, Deinen Quellenangaben zu folgen.



(28.01.2011, 18:24)hansgeorg schrieb:
“Thomas“ schrieb:Empfinden:das Glucoseniveau im Blut wird von Rezeptoren aus der Leber und dem Magen an den Hypothalamus im Zwischenhirn gemeldet, in dem sich das Hungerzentrum und Sättigungszentrum befinden.
Prof. Dr. Susanne Klaus, Universität Potzdam

Ich habe mal dein Zitat Empfindung herausgegriffen um etwas zu verdeutlichen.
Diese Erkenntnis der Messung im Blut stammt aus den 1940iger u. 1950iger Jahren, ist also alles andere als neu, und wird Sollwert-Hypothese genannt.

Mir hast du vorgeworfen ich würde mit altem längst überholten wissenschaftlichen Kenntnissen von vor 30 Jahren usw. aufwarten, was aber so nicht stimmt, aber egal.


Ich frage mich immer noch, wann wirst du uns die von dir angekündigten Neusten Erkenntnissen aus der Emotionsforschung vorstellen?

Hier machst Du sehr deutlich, dass es wenig Sinn macht Quellen anzugeben, denn Prf. Dr. S.Klaus war 1950 nicht mal geboren.

Und weiter machst Du deutlich, dass Du keine Quellenangaben akzeptieren kannst, sie gar zerreißt und völlig orientierungslos Informationen herauspickst, die Dir quer liegen, weil Du sie einfach nicht verstehst.


Deshalb noch mal ganz klar folgende Frage von Dir beantwortet.
(28.01.2011, 18:24)hansgeorg schrieb: Ich frage mich immer noch, wann wirst du uns die von dir angekündigten Neusten Erkenntnissen aus der Emotionsforschung vorstellen?

Dann, wenn Du bereit bist, Dich auf eine Diskussionsebene herabzulassen, die es ermöglicht eine Sachebene zu finden.
Und dabei geht es mir nicht darum Recht zu haben, sondern eher um das Verstehen und akzeptieren unterschiedlicher Kenntnisse.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#29
(28.01.2011, 19:39)Thomas schrieb:
(28.01.2011, 18:07)hansgeorg schrieb: Auch wenn du sehr resistent bist und nicht anerkennen willst, das Motivation und Emotionen in der Verhaltensbiologie nicht dasselbe sind.
Hey Thomas
Haben wir hier eine verkehrte Welt oder ist das wieder ein deletanter Versuch aus Deiner Nummer herauszukommen?

Neben den noch offenen Fragen, wo habe ich geschrieben, dass Emotion und Motivation dasselbe sein soll?
Zur Erinnerung, warst Du doch derjenige, der nicht akzeptieren kann, dass Emotion ein wichtiger Vorbote der Motivation ist.

Deine Spiele kannst Du in anderen Foren betreiben, aber nicht hier.

Mein Zitat oben sagt auch nicht, wie du es interpretierst, das du Emotion und Motivation nicht Unterscheidest, sondern bezog sich darauf das du behauptest, das Hunger/Durst eine Emotion wären, und das ist falsch.

In der Verhaltensbiologie werden die drei Begriffe unterschieden Motivationen, Emotion u. Gefühle (Stimmungen/Empfindungen).

Ich wiederhole mich, deshalb können den Motivationen hier in unserem Kontext (Hunger) keine Emotionen vorausgehen.

Und wenn für dich Hunger weiterhin kein Motivation ist, sondern eine Emotion, dann erst recht nicht.

Im Gegesatz zu dir kann ich das über die entsprechende Fachliteratur auch belegen.

Wie soll man denn bitteschön mit dir argumentieren, wenn du sogar der Fachliteratur ihre richtigkeit absprichst.

In allen meinen Fachbüchern aus ganz unterschiedlichen Disziplinen, und das sind nicht wenige, veraltet sind sie auch nicht, ganz im gegenteil, steht überall Hunger/Durst sind Motivationen, mehr Beweise gibt es nicht, die ich dir vorlegen kann.

Ich hatte dich schon mehrfach gebeten, wenn du andere Quellen hast, dann nenne sie doch einfach.



Antworten
#30
Hey Thomas


(28.01.2011, 19:39)Thomas schrieb:
(28.01.2011, 18:24)hansgeorg schrieb:
“Thomas“ schrieb:Empfinden:das Glucoseniveau im Blut wird von Rezeptoren aus der Leber und dem Magen an den Hypothalamus im Zwischenhirn gemeldet, in dem sich das Hungerzentrum und Sättigungszentrum befinden.
Prof. Dr. Susanne Klaus, Universität Potzdam

Ich habe mal dein Zitat Empfindung herausgegriffen um etwas zu verdeutlichen.
Diese Erkenntnis der Messung im Blut stammt aus den 1940iger u. 1950iger Jahren, ist also alles andere als neu, und wird Sollwert-Hypothese genannt.

Mir hast du vorgeworfen ich würde mit altem längst überholten wissenschaftlichen Kenntnissen von vor 30 Jahren usw. aufwarten, was aber so nicht stimmt, aber egal.


Ich frage mich immer noch, wann wirst du uns die von dir angekündigten Neusten Erkenntnissen aus der Emotionsforschung vorstellen?

Hier machst Du sehr deutlich, dass es wenig Sinn macht Quellen anzugeben, denn Prf. Dr. S.Klaus war 1950 nicht mal geboren.

Und weiter machst Du deutlich, dass Du keine Quellenangaben akzeptieren kannst, sie gar zerreißt und völlig orientierungslos Informationen herauspickst, die Dir quer liegen, weil Du sie einfach nicht verstehst.

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass du mir womöglich den Zimbardo um die Ohren hauen könntest, mit seiner Hunger, als Mangelzustand Beschreibung.

Denn in der Tat gibt es eine andere neuere Theorie, die sehr gut erklärt wie Hunger entsteht, die also die Sollwert-Theorie sehr fundiert widerlegt, das ist die sogenannte Anreiztheorie, einziger Schönheitsfehler, sie ist wenig bekannt.
Die Anreiztheorie widerlegt z. B. ganz eindrücklich die Annahme, dass es im ZNS ein Hungerzentrum/Sättigungszentrum gibt.

Ich kann dir gerne meine Quelle (Sollwert-Theorie) nennen, wenn du das nachprüfen möchtest, da steht es fast Wörtlich so drin, wie du Frau Prof. Dr. Susanne Klaus zitiert hast, es ist eine alte Theorie.


Antworten


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Motivation lenken Dieselross 77 21.746 14.01.2011, 06:20
Letzter Beitrag: Thomas



Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste