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Cesar Millan
#1
Hallo Jasmin

Vor einiger Zeit habe ich mal eine kleine Besprechung des Buches (ich glaube, es heißt: Tipps vom Hundeflüsterer) geschrieben.
Ich kopiere sie mal hier, um zu beschreiben, was ich von ihm halte.





Hallo

Auch ich habe nun dieses Buch gelesen und muss sagen, es tut mir Leid um die Stunden, die ich damit zugebracht habe.
Nicht, dass ich ein Problem damit hätte, ein Hundebuch zu lesen, das zu 95% aus Thesen und Theorien besteht, die mir verdächtig bekannt vorkommen. Wenn diese aber in einem derartig grausamen Geschwafel dargeboten werden, überlege ich schon, ob ich mich weiter quälen soll. Nun, ich habe mich gequält.
Bis zur Seite 82 erzählt Herr Millan über sich. Vom mexikanischen Bauernjungen ( der schon als Kind so analytisch in jedem Hund „lesen“ konnte) über den Job in einem amerikanischen Hundesalon( wo ihn jeder dafür bewunderte, dass er schon nach wenigen Minuten selbst den aggressivsten Hund bearbeiten konnte), bis hin zu seinem „ Dog Psychology Center“ (hier gewinnt man den Eindruck, sein Keller sei voll mit Dankes- und Bittschriften von Amerikas Reichen, Schönen und Mächtigen). Bei einem Honorar von 350 Dollar pro Sitzung……
Dem Himmel sei Dank!!!!! Es funktioniert immer noch, das amerikanische Prinzip „Vom Tellerwäscher zum Millionär“!!!!
Ab Seite 85 erfahren wir dann etwas über Hunde. Wie sie die Welt sehen oder auch nicht, wie ein Rudel funktioniert, dass ein Hund Regeln und Grenzen braucht usw. Alles Dinge, die eigentlich bekannt sind. Nur ist man bei Herrn Millan leider gezwungen, sich durch einen Wust von weitschweifigem Gefasel hindurchzukämpfen, bis man die Essenz seiner Ausführungen findet. Z.B. braucht er 12 Seiten, um uns zu beschreiben, dass ein Hund die Energie, die wir ausstrahlen, wahrnimmt. Zu diesem Ziel führen Beschreibungen über Bill Gates, Obdachlose, wilde Tiere am Wasserloch, Dominas im SM-Club und vieles mehr. Ein Beispiel dafür, dass Herr Millan, um eine Theorie zu belegen, sich in unzähligen Wiederholungen mit verschiedenen Akteuren ergeht. Jede, auch noch so bekannte Aussage, wird immer und immer wieder mit ausholenden Erklärungen gestützt. Zeitweise befürchtete ich schon, ein Schulbuch für Lernbehinderte in Händen zu halten.
Bei allem vergaß Herr Millan jedoch nicht, in regelmäßigen(und kurzen) Abständen penetrant auf seine Fernsehsendung „Dog Whisperer“ hinzuweisen (man könnte ja kurzzeitig vergessen haben, dass er ein gefeierter Medienstar ist) und prominente Namen in seinem Text zu verteilen.
Ich weiß nach dieser Lektüre alles über Oprah Winfrey (auch wie ihr Garten aussieht, ihre dramatische Lebensgeschichte, finanzielle Verhältnisse und ihre Schwierigkeiten als afroamerikanische Frau) über Will Smith und seine Ehefrau und mehrere amerikanische Lokalgrößen. Auch ein „60 Milliarden Dollar schwerer Konzernchef“ (der nicht mit Namen genannt werden möchte)wurde nicht ausgespart. Filmschauspieler, Rechtsanwälte, Politiker, Ärzte, Richter…..alles Herrschaften, mit denen sich Herr Millan schmückt. Er ist einfach ein Supertyp.
Selbst unser allseits geliebter Fichtlmeier, Selbstdarsteller par excellence, verblasst bei dieser Lobhudelei und Selbstbeweihräucherung.
Doch was ist neu?
In dem Abschnitt „Jeder Hund braucht eine Aufgabe“ werden wir fündig.
Aus dem, wohl eher zu den Ausnahmen zählenden Fall, dass ein Wolfsrudel bis zu 10 Stunden am Tag auf der Suche nach Beute umherläuft, folgert Herr Millan, dass die einzige und wahre Aufgabe eines Hundes darin bestehen darf, mit seinem Rudelchef zu laufen. Und das bitte hinter oder (grenzwertig) neben ihm. Abweichungen von 5 Minuten, um sich zu lösen, reichen vollkommen. Dann wieder ab, hinter den Menschen.!!!!! Hierfür ist der Hund geschaffen. Alles andere: UO, Spielen, Nasen-, Kopfarbeit, Agillity, Streicheleinheiten u.ä. sind Belohnung und Beiwerk, das sich der Hund „verdienen“ muss. Durch Laufen.Und das gerne auch mal 5 - 6 Std. am Tag. Ebenso wie Futter und Wasser. Wenn wir nicht die rechte Zeit dazu haben, dürfen wir dem Hund auch gerne einen Rucksack mit Gewicht aufschnallen, Dadurch wird er schneller müde. Und nun der Punkt, an dem das Buch bei mir ganz stark gefährdet war, in der Ecke zu landen. „Wenn Sie morgens keine Zeit für den Hund haben, stellen Sie ihn auf ein Laufband, während Sie frühstücken und sich schminken“!!!!!!! Nicht, stehen Sie halt früher auf, lassen Sie das Schminken…..NEIN, Laufband. Danke, Herr Millan, darauf hat die Hundewelt gewartet.
Gut, dass ich dieses Buch geliehen bekam und nicht auch noch Geld verschwendet habe. Ich jedenfalls, werde für Trudel kein Laufband kaufen. Und wenn mir mal nicht so nach viel Laufen ist, darf sie unverdienter Weise suchen, spielen, mit mir clickern und schmusen. Und wenn wir laufen…..gut, dass Herr Millan nicht sieht, wer da vorne ist.



Meine Meinung.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#2
OK, die Sendung die ich gestern gesehen habe, da war er mit einer Kunden mit einem Chi und mit seinen
3 eigenen Hunden spazieren.
Seine Hunde liefen aber ganz normal rum.
Also nix hinter ihm und sogar weiter weg.

Mal gucken, die Sendung läuft ja öfter, ich werde sicher ab und an mal schauen und mir eine Meinung bilden.
Ich habe in einem anderem Forum gelesen das gerade er, sehr polarisiert.
Viele die ihn toll finden, viele die gar nix von ihm halten. Aber ist ja oft so.

Wenn ich so Sendungen gucke, gibt es oft was was ich gut finde und auch etwas was nie in Frage käme oder
was ich schlecht finde. Ist eigentlich bei allen Trainern so.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




Antworten
#3
Ich hatte ewig keine solche Begegnungen mehr.

Zu Ceasar Millan... ich habe lange keine Sendungen mehr gesehen. Seit dem Erlebnis haben sich meine Ansichten ziemlich veraendern.
(28.11.2010, 14:00)Trudel schrieb: Alles andere: UO, Spielen, Nasen-, Kopfarbeit, Agillity, Streicheleinheiten u.ä. sind Belohnung und Beiwerk, das sich der Hund „verdienen“ muss.

Das kann ich total nach vollziehen. Warum soll ich einen Hund, der sich nicht in mein Leben einordnet und mir Probleme macht, mit solchem Spass verwoehnen?
Ausserdem habe ich ihn so verstanden, das solche Dinge nicht fuer immer gelten, sondern nur bis keine Probleme mehr existieren.
Wie er schreibt kann ich nicht beurteilen. Ich habe kein besonderes Interesse an ihm. Ich finde es nach wie vor amuesant auf zischende Kopien zu treffen.
Kathi, Lu und Pai
Antworten
#4
Hallo Kathi

Ich denke, wir beide haben in dieser Frage einfach grundsätzlich verschiedene Auffassungen. Was ja nicht schlimm ist.

Ich jedoch, kann nicht sagen. "Erst wenn mein Hund sich eingeordnet hat und mir keine Probleme mehr macht, verwöhne ich ihn mit solchem Spaß"
Ich kann nicht sagen, mein Hund hat sich in mein Leben einzuordnen, ohne mich selbst dabei in die Pflicht zu nehmen.
Durch all diese Dinge, die ich dort genannt habe, ermögliche ich meinem Hund eine Bindung zu mir aufzubauen und sich durch diese und durch die Regeln, die er dabei lernt anzupassen.
Alles andere wäre für mich keine Basis, auf der ich meine Mensch/Hund Beziehung aufbauen möchte.
Und gerade, wenn mein Hund Probleme macht, ist das für mich Anlass, mich besonders mit ihm zu beschäftigen, da er für mich wie ein Spiegel ist, in dem ich sehe, ob ich meinem Hund gerecht werde oder nicht.
Als ich noch ein Kind war und wir auf meinen Wunsch Viehzeug ohne Ende hatten, hat mein Vater mir etwas gesagt, dass ich mir noch heute immer wieder vergegenwärtige.
" Dein Tier wurde nicht gefragt, ob es zu dir will. Das hast du bestimmt. Deine Pflicht jedoch ist es, dich so zu verhalten, dass dieses Tier, hätte es die Wahl, dich aussuchen würde."
Das bedeutet für mich, nicht nur zu verlangen, sondern auch sehr viel zu geben. Gerade auch in Krisenzeiten. Denn mein Hund macht die Probleme ganz sicher nicht, nur um mich zu ärgern.

Viele Grüße
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
Antworten
#5
Sollten wir zu Cesar Millan vielleicht ein neues Thema eröffnen, oder darf ich hier antworten?

Habe zu Gertis Text sehr viel zu sagen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#6
(28.11.2010, 18:34)Trudel schrieb: " Dein Tier wurde nicht gefragt, ob es zu dir will. Das hast du bestimmt. Deine Pflicht jedoch ist es, dich so zu verhalten, dass dieses Tier, hätte es die Wahl, dich aussuchen würde."
Das bedeutet für mich, nicht nur zu verlangen, sondern auch sehr viel zu geben. Gerade auch in Krisenzeiten. Denn mein Hund macht die Probleme ganz sicher nicht, nur um mich zu ärgern.

Viele Grüße

Den Satz kann ich unterstreichen, er ist so treffend und wunderschön.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




Antworten
#7
Anja, bin gespannt auf Dein Statement freuen
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#8
Gertis Statement finde ich sehr interessant.

Vermutlich hätte ich vor einigen Jahren ganz ähnlich argumentiert.

Meine Erfahrung mit Hundebüchern ist, dass man "reif" für sie sein muss, um sie zu verstehen. Manche Bücher brauchen einen Visualisierer, damit man überhaupt ansatzweise eine Idee bekommt, was der Verfasser rüber bringen muss.

Ich habe einige Hundebücher im Schrank, die habe ich im Abstand von mehreren Jahren noch einmal gelesen, nachdem ich sie nach dem ersten Mal grottenscheiße fand, und dann irgendjemand daher kam, der mir ausgerechnet DIESES Mistbuch empfahl, um mich voran zu bringen. Manchmal war es auch dann noch zu früh, manchmal brauchte ich noch ein weiteres Jahr.

Bitte dabei nicht vergessen, dass ich seit 10 Jahren konstant nicht nur mit MEINEM Hund arbeite, sondern auch mit vielen anderen. Also ohne jetzt arrogant rüber kommen zu wollen, mein Horizont ist hier vermutlich etwas weiter als der eines Hundehalters, der eben seine Hunde oder seinen Hund betreut und andere Hundehalter eher aus der Ferne oder im Freundeskreis sieht.

Was nun Cesar Millan betrifft, so möchte ich einiges zu bedenken geben:
Er lebt und arbeitet in einer Gesellschaft, die völlig anders tickt wie die unsrige. Und darüber bin ich persönlich sehr froh. Ich wollte nicht in einem Land leben, in dem es völlig normal ist, einem Hund, dessen Gekläffe etwas nervt, die Stimmbänder zu entfernen. In USA ist es völlig normal, dass jeder ne Knarre im Schrank hat und auch die Todesstrafe existiert dort noch.

Es wäre fatal, die Gesellschaft dort und ihre Einstellung zum Hund mit uns hier zu vergleichen. Mögen wir NIEMALS dorthin kommen.
Dennoch gibt es auch dort Hundetrainer, die mit den Gegebenheiten der dortigen Gesellschaft leben und umgehen müssen, so wie auch ich die Gegebenheiten meiner Kunden bis zu einem gewissen Maß respektieren und akzeptieren MUSS, um überhaupt etwas bewegen zu können. Gerade Thomas ist hierin für mich ein großes Vorbild, der einige Meter weiter über seinen Schatten springen kann, als ich das derzeit noch tue.

Aber zurück zu Cesar Millan: Er lebt und arbeitet in USA. Schau Dir einfach nur amerikanische Spielfilme an, sofern Du es länger als 10 Minuten aushältst vor lauter Künstlichkeit und Affektiertheit. In einem Land, in dem sehr viele Menschen mit ihren Hunden NIEMALS gassi gehen, in dem die Hunde stattdessen rosa eingefärbt werden, da sie somit besser zur Wohnungseinrichtung passen, ist doch ein Laufband für einen Hund noch immer besser, als GAR keine Bewegung zu haben!

Versetze Dich mal nach USA, ich kann das, obwohl ich noch nie dort war und dies auch nicht anstrebe, und dann lies das Buch noch mal mit anderen Augen. Übertrage es nicht 1:1 auf uns und bedenke, dass der Übersetzer dies leider teilweise getan hat, weswegen manches in unseren Augen sehr verquer rüber kommt.#

Ich verschenke das Buch "Tipps vom Hundeflüsterer" an Menschen, von denen ich glaube, dass sie reif dafür sind, es zu verstehen. Und das hat, BITTE, nichts mit Intelligenz oder "ich hab schon 20 Jahre Hunde" zu tun... das ist etwas, das im Herzen, im Kopf und vermutlich noch irgendwo anders click macht.

Niemals würde ich mich jedoch hinstellen und sagen: Cesar Millan ist der Größte, ich würde genau so arbeiten wie er... nur als ich sein Buch las, dachte ich... wow, da denkt einer wie Du.

Mein Hund läuft übrigens vergleichsweise wenig, besitzt kein Laufband, geht gerne vor mir und wir auch vorgeschickt, weil es mich abnervt, wenn er hinter mir "kontrolettisiert"... ich nehme ganz sicher keine 100% Cesar-Millan-Praxis, arbeitete und dachte jedoch in vielen der von Dir als "Thesen" bezeichneten Bereichen schon vor der Lektüre des Buches genau so wie er.

@ Jasmin: Wen meinst Du mit "Das Kscht, macht aber eine bekannte Hundetrainerin auch, sie macht TSCHT oder so." ?

Das Buch von Cesar Millan wurde für Amis geschrieben, und genau so sollte man es lesen. Und wenn man seine Filme sieht, sollte man sich ebenso in diese völlig andere Gesellschaft hinein versetzen ... und man wird verstehen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#9
Hey Trudel


Als erstes eine Tolle Philosophie!!!

“ Trudel“ schrieb:" Dein Tier wurde nicht gefragt, ob es zu dir will. Das hast du bestimmt. Deine Pflicht jedoch ist es, dich so zu verhalten, dass dieses Tier, hätte es die Wahl, dich aussuchen würde."

Zweitens muss man dir schon danken, dass du hier das Thema C.M. ansprichst.

Ich stelle gleich mal etwas voran, das ich über ihn und eine bestimmt Hundeschule (HTS) schon mehrfach geschrieben hatte.

C. M. ist ein, man könnte fast sagen, sympathischer Schwätzer, aber eben ein Schwätzer.

Amüsant finde ich schon alleine, wie das Reizthema C. M., immer wieder gebetsmühlenartig auf das Niveau, das er halt polarisiere Reduziert wird.

Für mich spielt es erst einmal keine Rolle, ob C.M. von den Wattebällchenwerfern verdammt und bei denen die auch einmal Härte zeigen Anerkennung findet.

Diese Spaltung sollte vorerst Nebensache sein, wird sie doch in erster Linie von der jeweiligen Weltanschauung des Menschen bestimmt.

Wichtiger ist doch, die sachliche Auseinandersetzung mit den gesamten Inhalten seiner Hundetrainer-Philosophie.

Dafür muss ich (a) die Praxis und (b) die entsprechende Theorie dazu, kritisch betrachten.

Ich beginne mit der Praxis, denn die ist am leichtesten zu beurteilen, wobei ich wie oben geschrieben, das Weltanschauliche außen vor lasse und nicht bewerten werde.
Denn hier ist ein so große Kluft, das nie ein Konsens über seiner Methoden zu erzielen ist.

Deshalb kurz und knapp, ohne Wertung, seine Methoden funktionieren, er hat Erfolg damit.

Nun zum wirklich essenziellen und schwierigen Teil, der Theorie.
Man kann es nicht anders sagen, zeigt sich das C. M. ein großer Schwätzer vor dem Herrn ist und alle die auf seiner Welle mit reiten, sei es HTS usw.

C. M. behauptet etwas und alle seine Anhänger, plappern dieses wirklich dumme Geschwätz unreflektiert nach und sind zu allem Überfluss, auch noch felsenfest überzeugt davon.

Seit langem sah ich erst auf Primere, jetzt Sky die Dokus vom Hundeflüsterer.

Und es gehört nicht viel verstand, dafür umso bessere Beobachtungsgabe dazu, dieses Geschwätz nach spätestens 2-3 Minuten als solches zu erkennen und zu entlarven.

Denn C. M. bringt einen seine Standarderklärungen, meist von der Energie (was immer das sein mag, weiß wohl nur der Teufel), bisher konnte das noch keiner von denen die es benutzen erklären, um dem HH zu sagen, was er tun muss, um erzieherisch Abhilfe zu schaffen.

Ein Beispiel:

Er erklärt einem HH, das dessen und die Energie seines Hundes nicht zusammen passen, da der Hund davon viel zu viel und er zu wenig hätte.
Das würde es auch unmöglich machen, ihn hier und jetzt zu erziehen
Der Hund müsste also erst einmal, durch Bewegung, diese überschüssige Energie reduzieren.
Nun dachte ich wie so oft gesehen, jetzt packt C.M. die Roller aus und lässt den Hund sich ein wenig müde laufen, weit gefehlt.
Er beginnt sofort das Problem mit Erziehungsmaßnahmen anzugehen und demonstriert genau das, was wegen der überschüssigen Energie gar nicht funktionieren dürfte.

Nach kurzer Zeit konnte selbst der HH diese einfache Übung mit seinem Hund nach machen.

Danach ging C.M. mit dem Hund nach unten, schnallte die Roller um und lief mit ihm einige Runden im Park.

Ich könnte noch jede Menge ganz unterschiedlicher Beispiel anführen, die nicht mit der Energie direkt im Zusammenhang stehen, er erklärt, was der Hund denkt, man dürfe das und das deshalb nicht tun, um gleich drauf, genau das zu tun, was man auf keinen Fall tun sollte.

Da sage ich Super, solange es genug blöde gibt die dir das abnehmen, Super.

Und muss dabei immer an die Biographie der Beatles denken, da erzählt Ringo Star selbst sehr amüsiert, wie er in seiner Familie auf einmal Experte für intellektuelle Themen angesehen wurde, für die er sich nie interessiert hatte, denn nun war er Reich und Berühmt, da hat man natürlich sofort auch das notwendige Wissen.

Zwischen seiner Theorie und den verhaltenswissenschaftlichen Erkenntnissen liegen Welten, aber scheinbar ist es so, dass die Hundetrainer u. Hundehalter nicht mehr kritisch hinterfragen ob das denn Stimmen kann, was hier erklärt wird, aber der Erfolg in der Praxis, vernebelt ihnen Scheinbar die Sicht.

Wenn C.M., HTS usw., Vokabel benutzen wie Energie, Führung, Respekt, Authentizität usw., dann rollen sich bei mir, Bildlich gesprochen, die Fußnägel, denn es sind nichts als gehaltlose Phrasen.
Aber es ist wie es ist, Erfolg zieht eine Spur von Nachahmen hinter sich her, die würden ihm sogar heute wieder abnehmen, dass die Erde doch eine Scheibe sei.

Und noch ein letztes, das die Hundehalter in so großer Zahl einem C. M. alles abkaufen, ist da ganz unabhängig von dem Umgang mit Hunden (Tieren) im Amiland generell.

Fazit:

Ich bewerte nicht seine Methoden, mit denen er wie auch immer erfolgreich ist, aber seine Theorien sind salopp ausgedrückt, fürn Ars….



Um zu entscheiden, urteile; um zu urteilen, denke nach; um nachzudenken, entscheide (worüber du nachdenken willst). Ph. J.-Laird.
Antworten
#10
Guten Morgen,

Danke für Eure Eindrücke.

Ich habe bisher nur eine Folge gesehen, auf Sky.
Da hat er allerdings nichts von Energie etc. geschwaffelt sondern es ging darumm, das eine ich sag
mal verrückte Amerikanerin, ihren kleinem CHI alles gestattete und dieser ständig den Sohn und andere Menschen
angriff wenn sie ihr zu nahe kamen. Sie lies das zu, nahm die Beschützerrolle ein und es wurde immer schlimmer.
Der Hund war schon gefährlich. Gut das es ein kleiner Hund war.
Das was er da gemacht hat war absolut einleuchtend und er hat sie dafür erstmal sensibilisiert, das sie ihrem
Hund das eben gestattet und Schutz gibt und ihn in seinem Tun bestätigt.

Ja, seit dem wir hier wieder Sky haben, sehe ich teilweise viele verrückte Tierdokos auch aus den USA,
wo genau das gezeigt wird, was Anja beschreibt. Das Klientel ist ein anderes, das sehe ich auch so.
Da gibt es einen Groomer Contest, wogegen nichts spricht und dann sieht man die Hunde und Herrchen die
sie bedienen. Da ist dann der pinkfarbige Malteser der aussieht wie Frauchen etc. und nur auf dem Arm geschleppt wird.

Ein anderer Hund in der Folge war ein Goldie, der ständig ins den Pool sprang weil er so wasserverrückt war. Dabei war es egal ob Kinder da schwimmen und er auf sie springt etc.
Hier hat er auch (ich habe es nicht komplett gesehen) wie es auch hier Hundetrainer machen würden eine gute Lösung gefunden, ohne Zwang etc.

@Anja, ich meine HTS, die machen es doch auch mit Kscht oder Tscht oder so.

Sicher werde ich die Sendung jetzt mal öfter gucken.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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