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Spinn ich oder ...
#1
Liebe Leute, ich würde gerne mal eure Meinung hören zu dem was ich zur Zeit erlebe, denn so ganz will es mir nicht in den Kopf.

Ich hab ja schon im Hund/Katze-Thread geschrieben daß ich den Eindruck habe, daß Paula seit sie an Minka gewöhnt ist, ganz andere Signale an die Katzen aussendet. Zu diesem Schluß kam ich weil sie die Katzen im Garten, die sie vorher immer gejagt hatte, nicht mehr hetzt und weil diese Katzen ihrerseits dies zu wissen scheinen, sie ergreifen da hinten nicht mehr die Flucht wenn sie Paula sehen.

Nun hat die herrenlose Gartenkatze letztes Wochenende beschlossen, bei uns im Hof einzuziehen und anhänglich zu werden. Paula hatte diese Katze (eine wunderschöne Maine-Coon-Mix) vorher mehrmals heftig gejagt und die Katze hatte bei Paulas Anblick immer panisch die Flucht ergriffen.
Ich mußte Paula immer recht streng bei mir halten, sie war auch immer hoch erregt wenn diese Katze in der Nähe war.

Nachdem diese Katze nun im Hof eingezogen ist, sitzt sie jedesmal auf der Haustreppe, wenn wir rauskommen. Die ersten 1-2 Mal behielt ich Paula halt dann dicht bei mir, die Katze ging ein paar Meter weg. Dann passierte es daß ich nicht aufpaßte, Paula rannte freudig die Treppe runter, direkt auf die Katze zu. Diese lief etwa einen Meter weg und blieb dann stehen und fauchte den Hund nur noch an. Seit diesem Moment brauche ich auf Paula gar nicht mehr aufpassen, Sie und die Katze begegnen sich, berühren sich, Paula darf die Katze anschnuppern, wenn Paula nicht hinschaut, schmiegt sich die Katze auch mal an Paula ran.... es ist unglaublich.

Am gleichen Wochenende dann noch ein Vorkommnis das ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Paula ist mittlerweile bei Rehen total cool geworden, früher hing sie mir schreiend in der Leine wenn sie nur Witterung in die Nase bekam. Und die Rehe hier sind auch recht cool, an die Spaziergänger gewöhnt, nur vor den vielen Hunden ergreifen sie eigentlich sofort die Flucht.
Wir liefen einen Weg am Waldrand entlang, ich unterhielt mich mit meiner Mutter, Paula verschwand rechts im Wald. Als ich es bemerkte pfiff ich und sie kam sofort ganz ruhig auf den Weg getrottet. Und da wo sie aus dem Wald kam, stand seelenruhig ein Reh... es war völlig in Ordnung, schaute uns an wie wir näherkamen und ging dann ganz ruhig tiefer in den Wald rein. Hund und Reh waren also bestenfalls noch 1-2 Meter voneinander entfernt gewesen während ich nicht aufpaßte und haben sich da definitiv gesehen, das ist fast wie eine kleine Lichtung da.

Ich kann mir das alles eigentlich nur so erklären daß Paula nun kommuniziert, daß sie keine Gefahr mehr ist, daß sie nicht mehr jagt - oder könnt ihr euch einen anderen Reim drauf machen?
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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#2
Bei der Katze könnte man das ja noch annehmen mit der Kommunikation, aber bei dem Reh?????????
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#3
Ich habe bei versch. Dokumentationen über Afrika`s Tierwelt schon öfter gesehen, das die Beutetiere erkennen, ob ein Löwenrudel auf der Jagd ist, oder satt und somit keine Gefahr.
Warum soll es hierzulande mit Hund/Wolf und deren Beutetieren nicht auch funktionieren.
Vor allem, weil die Rehe bestimmt viele versch. Hunde sehen und ihre Körpersprache erkennen. Jedenfalls in der Hinsicht, ob sie in Jagdstimmung sind oder eben nicht.
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#4
Ich denke dabei eher daran, dass das Jagen dazu dient(e) sich selbst am Leben zu erhalten und somit nicht nach Lust und Laune getan wird sondern nach Gelegenheit. Ich würde aber auchganz schnell ein Gegenargument für mich selbst finden weil ich mich für keinen Standpunkt festlegen könnte. Wat weiß ich denn schon... lachen
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#5
Stimmt, freilebende Raubtiere sind für ihre Opfer relativ eindeutig, daran hatte ich noch gar nicht gedacht.

Aber so der übliche Wald- und Wiesenhund ist ja z.b. immer an einer kleinen Jagdeinlage interessiert, unabhängig vom Ernährungszustand.Der tuts ja nicht mehr zum Überleben.
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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#6
Finde das sehr interessant, was Du da schreibst, mal ganz davon abgesehen, dass ich mich sehr für Dich/Euch freue, dass Paula so entspannt und eben auch mit viel mehr Freiheit leben kann.

Aus dem Bauch heraus glaube ich in diesem Fall auch an den Gedanken, dass die Hunde diverse Signale senden, Körpersprache, Mimik und möglicherweise auch olfaktorisch, also chemisch über Gerüche.

Da für Tiere dieses Lesen der Signale zum Überleben wichtig ist/war, werden diese Sinne noch viel mehr geschärft sein, auch wenn sie sie letztlich, zumindest unsere Haushunde, so nicht mehr intensiv gebrauchen müssen. Bei Wildtieren sind sie sicher noch einiges weniger degeneriert.

Ich habe schon mehrfach beobachtet, dass ich vorher weiß, wenn ich Sherlock eine Katze suchen schicke, ob das eine sein wird, die sitzen bleibt und faucht, oder ob es eine nette kleine Beschleunigung wird. Woran ich das sehe, weiß ich nicht, denn kennen tue ich die "Viecher" nicht wirklich.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#7
Hallo Ulla

Ich erinnere mich da an ein ähnliches Erlebnis mit Olga, die ja so garkeine Jagdtendenzen hatte.

Wir waren beim Pilzesuchen im Wald unterwegs und Olga nervte mit ihrem Ball herum, weil ihr langweilig war. Ich nahm das Teil also, und warf es einfach so in die Tannen hinein. Plötzlich hörte ich ein wirklich ungutes Geräusch und schaute in die Richtung. Da stand meine Olga mitten in einer Wildschweinrotte. Mir rutschte fast das Herz in die Hose, doch die Situation schien vollkommen entspannt. Alle schauten sich nur für einige Sekunden interessiert an, dann schnappte Olga sich ihren Ball und kam zu mir. Die Säue rührten sich keinen Meter.
Trotzallem habe ich sofort das Feld geräumt. Aber verwundert hatte mich das Ganze auch.

Viele Grüße
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#8
Mal gut, dass die Säue keine Balljunkies waren zwinkern .

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#9
(19.11.2010, 18:42)Anja schrieb: Mal gut, dass die Säue keine Balljunkies waren zwinkern .

LG Anja

Lol27

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#10
Inzwischen hatten wir eine weitere Rehbegegnung wo Reh und Hund völlig gelassen blieben, diesmal stand das Reh völlig offen in einer Wegabzweigung und spazierte erst ganz gemütlich davon als ich stehenblieb und es neugierig anschaute.

Heute habe ich endlich mal bei Tageslicht dran gedacht Paula und unsere Hofkatze zu fotografieren. Die Hofkatze findet Paula inzwischen so toll daß sie sofort an Paula dranklebt sobald sie in der Haustür erscheint, ganz sooo begeistert ist Paula davon nicht, sie weiß nicht so recht was sie davon halten soll, zumal die Katze auch ab und zu mal noch aus heiterem Himmel wild rumfaucht, um sich dann sofort wieder an Paula ranzudrücken.

[Bild: P1030968k.jpg]
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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