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Bär mag keine ausgelatschten Pfade mehr gehen!
#1
Sherlock ist nun 9,5 Jahre alt.

In den letzten Monaten beobachte ich ein interessantes Phänomen, das sich aber schon seit Jahren entwickelt und immer mehr abzeichnet.

Wenn wir es wagen, ihn täglich oder regelmäßig auf denselben Strecken zu bewegen, wird er bockig, maulig bis hin zur totalen Verweigerung des Mitlaufens.

Schon vor Jahren in Frankreich HASSTE er die morgendliche wunderschöne Fahrradtour zum Bäcker und verweigerte diese nach einer Woche komplett. Seit einigen Jahren zieht er dieselbe Nummer ab, wenn wir morgens vom Ferienhaus in Süddeutschland zum Brezeln holen fahren. Hier zuhause akzeptiert er eine Gebietspatrouille, wie wir das nennen, aber ausdehnen durch den Ort ist schon überflüssig. Da wird dann getrödelt ohne Ende und ein mega mauliges Mahnmalgesicht gemacht.

Sobald wir jedoch irgendwo hin fahren, um dort zu laufen oder Rad zu fahren, ist er wie ausgewechselt. Fröhlich schläppelt er dahin, erkundet den Weg, geht gerne voran, spielt, sucht, apportiert...

Er ist generell kein Bewegungsmuffel. Aber er lehnt es offenbar ab, sich nur um der Bewegung Willen zu bewegen. Die Umgebung scheint schon eine große Rolle zu spielen. Je älter er wird, desto deutlicher kommuniziert er das.

Ich finde das lustig. Kennt jemand ähnliche Anwandlungen?
LG Anja

[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#2
Naja, Hunde lieben neue Gerüche.

Unsere sind hier zur Zeit total agil obwohl wir diese Runden jetzt schon ein paar Tage gehen,
gibt es immer noch neues was sie riechen, sehen.
Da wird jede Runde gerannt, auch mal an der Leine gezogen (jo freuen ) geschnüffelt was das Zeug
hält.

Sie haben zur Zeit eine Lebensfreude, die ist unbeschreiblich.

Monty hat im Augenblick Anflüge, da denke ich der ist Junghund.
Tobt auch hier drinnen ungewöhnlich viel und er erkundet immer noch gerne wie die anderen auch,
sämtliche Räume hier einschl. Garage, die alle cool finden und da rumkrauchen.

Ich denke das legt sich wieder, alles ist neu.

Genau wie bei dem Bären wenn ihr in den Urlaub fahrt.

Bei meinen habe ich das Phänomen sonst nicht, also das sie in bekannter Umgebung trödeln
oder keine Lust habe, in neuen Umgebungen ist es aber schon offensichtlicher.

Liegt sicher am Alter, im Alter werden die meisten etwas trödeliger, die Westies waren da ähnlich
wie der Bär, in neuen Umgebungen aber auch Jung pur.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#3
Vielleicht hat das aber auch was mit dem Wetter zu tun. Paula ist momentan auch total wild und aufgedreht. Sie springt durch das Laub ein junger und will auch in der Wohnung spielen.
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#4
Jau, dieses Phänomen kenne ich von meiner knapp neun jährigen Schäferhündin auch.
Die mal eben schnelle Runde hier bei uns vor der Haustür ödet sie sichtlich an,
sie läuft als wäre sie ne alte Oma .... man merkt richtig sie hat keinen Bock.
Wenns ihr extrem langweilig ist fängt sie sogar hin und wieder mal an
nach Hasen zu stromern *räusper*

Geht´s aber mit dem Auto irgendwo hin, ist sie wie ausgewechselt,
ist viel aufmerksamer und kann ewig rennen ...

Liebe Grüße von Steffi und ihrem kleinen Rudel
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#5
Paula entwickelt da auch ihren eigenen Kopf. Ich hatte für abends im Dunkeln eigentlich immer so die gleiche Runde, da es ein Weg sein muß mit Gras damit sie sich lösen kann und für mich halt auch noch zu laufen ohne Matschlöcher und Stolperfallen.
Schon letzten Winter fing sie dann aber immer öfter an, diesen Weg im Dunkeln zu bestreiken, wollte nicht weitergehen etc. Ich hab sie halt immer gezwungen weil ich so ein Theater gar nicht aufkommen lassen wollte.

Jetzt fing es wieder an daß sie den Weg nachts nicht gehen will, nun hab ich den Spieß einfach mal rumgedreht und hab sie selber machen lassen. Sie hat ganz alleine eine völlig andere Abendrunde in passender Länge zusammengestellt die wir nun laufen, auch die geht über einen dunklen Grasweg, aber den läuft sie problemlos. Ich fand das echt faszinierend.

Auch sonst macht sie draußen öfters Vorschläge welche Wege sie gehen möchte, vor allem auch wenn sie der Meinung ist, daß ich viel zu früh Richtung Zuhause abgebogen bin ;o)
Da muß ich dann manchmal schon deutlich werden daß sie jetzt eben doch mit mir mitkommen muß und wir nicht noch länger draußen bleiben.
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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#6
Das ist ja cool, dass selbst aktive Hunde so deutlich kommunizieren, dass ihnen manche Wege nicht passen.

Es gibt hier 2 Ausfallstraßen im Ort, die werden auch am Rad richtig übel bestreikt (cooles Wort, Ulla zwinkern ) . Da packen wir ihn jetzt halt immer schon vorher in den Anhänger, was ihm eigentlich auch nicht passt, weil er ja noch nicht müde ist. Aber ich diskutiere das nicht mit ihm.

Wenn er Wege und Runden gestalten möchte, habe ich da grundsätzlich auch kein Problem, nur hier vor der Haustüre würde er diese sehr minimalistisch gestalten. Das wäre mir einfach zu wenig Bewegung für ihn. Mag auch nicht IMMER ins Auto sitzen und woanders hin fahren. Übrigens gibt es auch andernorts Wege, die er nicht mag. Siehe Urlaubsstrecke zum Bäcker.

Finde das einfach lustig, wie deutlich sie kommunizieren.

Jasmin, Deine Beschreibung liest sich für mich nicht nur nach purer Lebensfreude, sondern auch nach etwas Stress, was ich aber für völlig normal erachte, wenn man umzieht und noch inmitten vom Chaos lebt.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#7
Freie Wegwahl gibts bei uns auch nicht, da käm ich bei Paula ja gar nicht mehr heim, bzw. bei Regen gar nicht vor die Tür *G*

Manche Sachen müssen halt sein, da diskutier ich dann auch nicht mir ihr, aber wo es möglich ist darf sie ruhig auch mitbestimmen, ich find das irgendwie toll.
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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#8
Bei uns ist jeden Tag was neu und aufregend. Wir treffen jeden Tag andere Hunde und irgendwas ändetr sich. Hunde nicht zu treffen ist echt schwer
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#9
Ich entdecke gerade das "laufen" an sich wieder neu, da ich es ja Monate lang nicht konnte wegen der Knieschmerzen. Ich genieße das total, einfach GEHEN zu können. Vielleicht ist er auch wieder fröhlicher, weil er merkt, dass mir nichts weh tut. Hatte manchmal den Eindruck, er machte Kehrt, weil ich mich quälte. Das trifft jedoch nicht auf die Aktionen in früheren Jahren zu.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#10
Hallo

Diese Beobachtung kann ich nicht bestätigen.

Wir haben morgens unsere feste Runde und Trudel liebt sie. Sie ist in der ersten Viertelstunde voll auf damit beschäftigt, ihre "Zeitung zu lesen" und eigene Kommentare abzugeben.
Allerdings ist der Rest der Strecke auch mit Ritualen belegt, auf deren Einhaltung sie besteht:

Rehbeobachtungsposten, Baumstammklettereinheit, Suchareal, Spielwiese und Kneipen im See.

Die freie Wegwahl habe ich mit Olga oft praktiziert. Nach der Arbeit bin ich immer mit Auto ins Feld gefahren , um von dort aus ca. 1 1/2 Std. zu laufen. Nach stressigen Tagen habe ich sie einfach machen lassen und bin so hinterher gedrömelt. Ich konnte die Uhr danach stellen, dass wir spätestens nach diesen 1 1/2 Std. auch wieder am Auto waren. freuen
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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