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nonverbale Kommunikation - eine Beobachtung
#11
Danke Gerti. Kommt der Begriff aus dem Hundesport? Wenn Hund Fuß geht, geh ich davon aus das er das tut egal in welche Richtung ich gehe. Das es dafür einen Extrabegriff gibt erscheint mir grad sinnlos.
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#12
Hallo Manuela

Ich glaube, ursprünglich ist dieser Begriff eher aus dem militärischen Bereich bekannt.

Und wenn ich ehrlich sprechen soll, sieht so eine "korrekte" Kehrtwende mit Hund auch etwas so aus. Der Mensch dreht sich auf dem Absatz zackig um, lässt dabei die Leine ebenso zackig, zunächst vor sich, von einer Hand in die nächste gleiten, um sie dann nochmal zackig hinter dem Rücken in die ursprüngliche Hand zu übernehmen. Der Hund schwingt noch viel zackiger sein Hinterteil um den sich zackig drehenden Menschen herum, klebt wieder an dessen linker Seite und weiter geht`s zackig auf Kurs. Keine Ahnung, wofür man das - außer auf Prüfungen - braucht.

Aber wie gesagt: Klasse aussehen tut`s. freuen
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#13
Für mich ist es einfach eine Beschreibung aus der Prüfungsordnung, wie soll man sonst kurz und verständlich beschreiben, wie das geforderte Laufschema zu gehen ist.
Da gibt es Kehrtwendung, Rechtswendung und Linkswendung.
Ist doch damit am einfachsten beschrieben.
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#14
@ Manuela: Das Besondere an der Kehrtwende ist, dass der Mensch sich in Richtung des Hundes dreht, während der Hund in Richtung des Menschen dreht. Man dreht nämlich nicht einfach nur um, sondern gegenläufig. Sieht einfach aus, aber Menschen, die sich mit Tanzschritten schwer tun, die Aerobic hassen, die hassen meist auch die Kehrtwende.

Bei uns wird sie nicht zackig ausgeführt, sondern gemütlich. Das Praktische an einer Kehrtwende ist, dass man auf engstem Raume drehen kann. Wenn man z.B. mit einer Gruppe geht, direkt nebeneinander, dann können alle drehen, ohne sich über dem Haufen zu rennen. Es ist unter anderem auch Prüfungsthema in vielen Prüfungen über Grundgehorsam. Also Begleithundeprüfungen etc. Ich lehre es, weil ich es praktisch finde, diese Kehre zu können.

Hier sieht man sie sehr zackig und superkorrekt... ist Geschmackssache. Aber einmal in Slow Motion, so dass man es genau betrachten kann.





Was das Energie-Thema und Cesar Millan betrifft, so möchte ich darüber eigentlich nicht streiten oder diskutieren. Jeder mag bestimmte Dinge anders empfinden, jeder hat andere Antennen. Es gibt Dinge, die kann man nicht messen, die kann man nur spüren. Manchmal wäre ich froh, ich wäre in diesem Punkt weniger sensibel.

Nennt es einfach für Euch anders, wenn "Energie" Euch nicht gefällt, dröselt es verbal auf in das, was ihr greifen, erklären und wissenschaftlich beweisen könnt, ich bleibe bei dem, was ich spüre und erfahre... und handele danach. Das ist weder spitz noch abfällig noch überheblich gemeint, ich hoffe, Ihr versteht, WIE ich es meine.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#15
Möchte da noch mal etwas ergänzen... Vielleicht können wir uns ja darauf einigen, dass unter Energiepotenzial auch die Summe dessen verstanden werden kann, was man eben mit den verschiedenen faktisch vorhandenen Sinnen wahrnehmen kann. Dann wären wir wieder in etwa auf einem Nenner. Auch wenn ich mir sicher bin, dass da noch mehr ist als das, was wir über die bekannten Sinne aufnehmen. Leider kann ich es nur nicht beweisen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#16
Hey Anja


Es geht mir hier nicht um eine wissenschaftliche Erklärung.
Was C.M. oder du darunter verstehen, das ist gemeint.

Irgendwann hat Anita mit der Energie angefangen, dann haben immer mehr HH diesen Begriff übernommen, bis sich gezeigt hat, das er von C.M. sehr massiv verwendet wurde, ähnlich wie der Begriff Respekt usw.
Das veranschaulicht auf drastische Weise, wie Begriffe unreflektiert übernommen werden, keiner kann es erklären, aber alle die sie verwenden wissen was es ist, ein Energiepotential.

Ich sage es in aller Deutlichkeit, das mit der Energie, ist nicht nur von C. M. reines Geschwätz und genauso von allen anderen die es so nach beten.

Als Trainer habe ich Jahrzehnte mit Ausbildung von Jung und Alt zu tun gehabt. Bewegungsabläufe sind von Grundprinzip motorisches Lernen und somit sehr ähnlich strukturiert.
So auch in der Hundeerziehung u. Hundeausbildung, erschwert wird es noch dadurch, dass sich hier noch ein Mensch-Hunde-Team harmonisieren soll.

Gehe ich mal von meinem Sport aus und würde dir einen einfachen Bewegungsablauf zeigen, weiß ich aus Erfahrung, auch wenn du Talent dafür hättest, nicht in der Lage währest, es einigermaßen hinzubekommen, das ist aber auch normal.
Das liegt aber nicht an der notwendigen Energie die du dafür aufbringen müsstest, denn das ergibt sich schon aus der Motivation heraus, es zu wollen.

Woran liegt es dann?

Einmal am Individuum und seinen mitgebrachten Fähigkeiten motorischer und mentaler Art, so was wie Talent oder Talentfrei zu sein ebenso.

Die Art und Weise zu lernen, z. B. visuell, auditiv, taktil usw. und/oder eine Mischung daraus.

Dann die Umsetzung des gelehrten, also die Koordination motorisch u. mental.

Dann zeigt sich meist das Problem, denn es ist ein langer Weg von der grob bis fein Koordination, sprich bis zum Könnerstadium, denn in der Lernphase muss jeder Schritt durchdacht werden, was schon einmal den Ablauf, individuell mal mehr mal weniger, verlangsamt.

Wer sich mal zurück erinnert wie Er/Sie Autofahren lernten, wird wissen was ich damit meine.

Mit anderen Worten, so lange man noch zu viel damit beschäftigt ist, an einzelne Handlungen (Teilschritte) denken zu müssen, umso schwerer wird es, sich so zu kontrollieren, dazu kommt noch die Erschwernis mit dem Hund ein harmonisches Team bilden zu sollen, das es ein gut koordinierter Ablauf wird.

Also Zeit ist ein wesentlicher Faktor, denn Lernen braucht Zeit.

Natürlich lässt sich hier in der Kurzform nur ein wenig Anreißen welche Faktoren eine Rolle spielen ohne in die Tiefe zu gehen.


Vielleicht nicht ganz unerheblich, das die Startbedingungen für die HH sehr unterschiedlich sind oder sein können, wie Talent, was wir schon angerissen hatten, Hundeerfahrungen usw., aber auch die Qualität der Hundetrainer/innen, nicht zu vergessen.



Es ist halt wie so oft, ein sehr komplexes Thema.
Dabei ist Energie nur ein Teil, in einer Kette von vielen Faktoren.





Ein Mensch gleicht allen anderen Menschen, einigen anderen Menschen und keinem anderen Menschen.

Ein Hund gleicht allen anderen Hunden, einigen anderen Hunden und keinem anderen Hund (H. G.).
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#17
Hans Georg, ich sehe in Deinen Ausführungen keinen Widerspruch zu meinen Gedanken.

Zum Thema Energie, das aus Deiner Sicht nachgebetetes Geschwätz ist, nur so viel... ich habe mich schon mit Energie beschäftigt, da kannte ich weder Anita, noch Cesar Millan, noch hatte ich einen eigenen Hund. Aber das ist auch nicht wichtig, denn man kann das, um was es geht, auch anders beschreiben.

Du beschreibst z.B. das Erlernen von Bewegungsabläufen und bringst immer wieder das Fahrschulthema an. Schau Dir doch bitte mal die Gesichter der 16- oder 17-jährigen in den Fahrschulautos an, was sie ausstrahlen. Unsicherheit, Stress, allerhöchste Konzentration auf den nächsten Schritt, auf den Verkehr. Ein Mensch in so einer Situation, ebenso wie ein eher untalentierter Hundeführer mit einer komplexen, neuen Aufgabe, sendet doch völlig andere Signale als ein Mensch, der das, was er gerade tut, routiniert macht und dabei noch rauchen, trinken und telefonieren kann.

Die Summe dieser Signale oder eben auch diese Energie fängt ein Hund auf, er sieht sie, er riecht sie, er spürt sie. Dem entsprechend stellt er sich auf den Menschen ein, der ihn führt, und deshalb fängt die Kommunikation eben erheblich vor dem Wort "Fuß" an, wenn der Mensch meint, er kommuniziert zum ersten Mal mit dem Hund, weil er etwas SAGT.

Diese Beobachtung ist für mich nichts Neues, nur so eklatant als Beobachter meines Hundes mit jemand anderem ist es mir noch nie aufgefallen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#18
Anja es mag ja sein, dass es dabei eine gewisse Energie gibt, doch diese Energie muss nicht unbedingt erkannt werden, weil es viele andere Signale gibt, die viel deutlicher sind.

Wenn ich da mal des Beispiel aus der Wissenschaft der Körpersprache nehmen darf, so zeigt diese, dass nur minimale Abweichungen eines Gesichtsausdruckes sagen können, ob jemand die Wahrheit sagt oder nicht.

Dazu gehört auch nicht nur der Gesichtsausdruck sondern der ganze Körper, der es dann noch deutlicher macht, was in einem Menschen/Tier vorgeht.

Es gab da mal ein Bericht auf BBC, wo untersucht wurde, warum sich ein Wildtier für eine Beute entscheidet, die nicht zwangsläufig dichter ist und somit offensichtlich leichter zu bekommen wäre.

Nach sehr umfangreichen Untersuchungen mit Spezial Hochgeschwindigkeits-Kamaras, mit aufwendiger Computertechnik und mit Untersuchungen an den Knochen der Beute wurde klar, dass der Jäger seine Beute nach Einschränkungen im Bewegungsapparat selektiert hat.

Für die Wissenschaftler war es unglaublich, wie minimal die Einschränkung bei der Überlagerung mit Vergleichstieren war.

Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Beute eine bereits verheilte Verletzung an den Hinterläufen hatte, was das Puzzel dann zusammenfügte.

Nicht nur aus diesen Erkenntnissen sondern auch bei Beobachtungen von Hunden stellt man fest, dass Hunde auch ein sehr extrem feines Muster erkennen können, was ihnen oft die Eigenschaft zuspricht, Übersinnliches erkennen zu können. Sei es durch Energie oder sonst was.

Was das Ganze noch unterstreicht ist, dass in keinem Alter die Sinne so empfindlich sind, wie in jungen Jahren. Als Kind/Welpe erreicht man die höchste Sehkraft, das höchste Gehör und die empfindlichsten Tastsinne, sowie auch das höchste Interesse an Neuem.

Gäbe es also eine Empfindlichkeit auf Energie, wäre sie wohl im Jugendalter am besten. Doch ausgerechnet Welpen und Junghunde reagieren kaum auf menschliche "Unsicherheiten", wie ich es jetzt mal nenne.

Ich kenne zu genüge sehr unsichere Welpen, die einen schweren Start ins Leben hatten, doch genau diese Welpen reagieren nicht erkennbar anders auf unsichere Menschen als gut gefestigte Welpen/Junghunde.


Daraus lässt sich schließen, dass Hunde einen Lernprozess für Körpersprache durchlaufen und dadurch an Bildern erkennen können, um welchen Menschen es sich handelt.
Beispiele gibt es dafür zu genüge, die dies beweisen.

Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#19
Danke für das Video. Wenn man so unbedarft ist wie ich gibt das Wort das nicht her, finde ich. Muss ich glatt erstmal gucken wie das bei uns läuft, aber ich meine Rambo bleibt an meiner Seite.
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#20
(28.10.2010, 10:23)Thomas schrieb: Gäbe es also eine Empfindlichkeit auf Energie, wäre sie wohl im Jugendalter am besten. Doch ausgerechnet Welpen und Junghunde reagieren kaum auf menschliche "Unsicherheiten", wie ich es jetzt mal nenne.

Das kann ich nicht bestätigen, Thomas. Wenn ich neue Welpenkurse habe und die Menschen mit ihren Hunden zum ersten Mal auf den Platz kommen, dann sehe ich am Verhalten des Welpen sehr deutlich, nur alleine, wenn sie sich 10 Meter von a nach b bewegen sollen, wie unsicher der Mensch in seiner Führungsrolle ist. Wo hingegen auch durchaus selbstbewusste Welpen gerne einer Person folgen, die eine entsprechende Ausstrahlung hat.

Wir können das Wort Energie wirklich gerne streichen und durch Ausstrahlung ersetzen, dann haben wir weder den C.M.-Effekt noch das Übersinnliche. Dass Lebewesen eine Ausstrahlung haben, wird hier hoffentlich niemand bestreiten. Diese nehmen wir über die Sinne wahr. Welche auch immer. Vermutlich hat auch da jeder Mensch Sinne, die er mehr oder weniger nutzt, so wie der Hund eben anders sieht, hört und riecht.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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