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Sind Obdachlose die besseren Hundebesitzer/Trainer?
#11
(18.10.2010, 18:37)Trudel schrieb: Hm...

2.) Bestreite ich ganz entschieden, dass diese Herrschaften keine enge Beziehung zu ihren Hunden haben und nicht mit ganzem Herzen an ihnen hängen. Oftmals sind die Hunde der wichtigste Sozialkontakt und viele würden lieber selbst auf das Wenige verzichten, damit sie für ihren Hund sorgen können.


Viele Grüße

genauso sehe ich das auch.
Der beste Freund, der Lebensinhalt. Die Tiere stehen meist auch normal im Futter und hungern nicht, dann hungern eher die Menschen.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#12
Vielleicht ist es auch VERTRAUEN, denn ich habe den Eindruck, dass nur ihre Hunde vertauen verdienen.
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#13
Mir wurde das genauso so auf meine Frage, ob er um seinen Welpen, der an einer 6spurigen Hauptstrasse ohne Leine lief, keine Angst hätte, von einem Obdachlosen gesagt. Entweder es klappt, oder nicht.

Und ich habe nicht gesagt, das sie nicht an den Hunden hängen, oder sie nicht gut versorgen würden.
Genau derselbe Obdachlose hat später für genau diesen Hund beim TA zwei Jahre lang Raten abgestottert, als eine OP fällig war.
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#14
Also doch, die haben eine ganz andere Vertrauensbasis, oder doch nicht?
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#15
Man kann nicht einen Obdachlosen mit allen anderen vergleichen.

Sicher gibt es welche die nicht soviel Wert darauf legen und andere sehen das anders.

[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#16
(18.10.2010, 18:37)Omi schrieb:
(18.10.2010, 18:32)Jasmin schrieb: Sie sind vielleicht nicht so vorsichtig wie ich es bin, gehen anders an die Sache ran
aber ich denke schon das gerade ihr Hund extrem wichtig für sie ist.

Das denke ich ist der PUNKT, aber wie gehen sie an die Sache ran?

Naja ich vermute. sie denken nicht über solche Dinge nach wie wir es tun,
was die beste Erziehung bzw. Trainingsweg etc. ist, sie handeln einfach aus dem Bauch herraus, das ist bei "uns" verloren gegangen, durch die Unsicherheit, man hört so viele verschiedene Wege, Ratschläge ... habt ihr das nicht oft wenn ihr etwas gemacht habt und nachher denkt ... mist hätte ich mal besser auf mein Bauchgefühl gehört ?
Ich hab das schon öfter gedacht für mich ... lachen
Sie haben andere Dinge, die wichtiger sind, wo sie die nächste Nacht verbringen,
wie sie Nahrung ranschaffen etc.

Auch schlafen sie oft eng aneinandergekuschelt mit ihren Hunden,
vorallem im Winter, ich denke das schweißt auch zusammen ...
sie sind einfach voneinander Abhängig .
Liebe Grüße von Steffi und ihrem kleinen Rudel
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#17
Ich denke der wichtigste Aspekt für diese Menschen ist, daß ihre Hunde die einzigen sind, die sie nie enttäuschen, so wie der Rest der Welt. Sie sind der Halt und der ruhende Pol, sicher oft auch ziemlich der einzige Grund jeden Tag wieder aufzustehen und weiterzumachen.

Zudem sind sie nicht wie wir durch einen Alltag mit hunderttausend Pflichten und Geschäftchen abgelenkt sondern können wirklich mit ihren Hunden ZUSAMMENleben und nicht nur wie wir oft nebeneinander herleben.

Da entstehen Partnerschaften zwischen Hund und Besitzer die wir in unserer ach so behüteten aber hektischen Welt mit ihren tausend Einflüssen und Weisheiten sicher nur schwer erreichen können.
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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#18
Fein formuliert, Ulla Daumen hoch
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#19
Hey @all


Ich gehe davon aus, das wir gar keine wirkliche Vorstellung von Obdachlosen und deren Hunde haben.

Da dieses Thema immer mal wieder diskutiert wird, so auch in anderen Foren. Da hatte eine, ich glaube einigen hier gut bekannte Hundetrainerin sinngemäß geschrieben, dass Obdachlose die besseren Hundehalter wären, von denen man lernen müsste.

Auch tauchen immer wieder dieselben Argumente auf, wie z. B. sie hätten noch das bessere Bauchgefühl, das uns meist fehlt, sie würden mehr Zeit und die intensiver mit ihren Hunden verbringen, oder die Bindung, das Vertrauen usw., würde es machen.

Meine Hypothese ist eine andere, überall auch bei der oben erwähnten Hundetrainerin wird auf Führung als Hauptargument gesetzt und hier liegt einer der wesentlichen Knackpunkte.
Nämlich das genaue Gegenteil, ich nenne es mal mehr Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit für die Hunde, die sie aber nicht bewusst oder gewollt zugestanden bekommen, von ihren HH, sondern das ergibt sich eher so.

Dadurch zeigt sich etwas, das normalerweise allgemein, zumindest von den meisten nicht beachtet und somit unterschätzt wird, die soziale Kompetenz und Lernfähigkeit, der Spezies Hund.
Hunde sind nämlich Meister des Lernens durch Beobachtung ihrer Umwelt, das befähigt sie sich an alles Mögliche anzupassen, besonders wichtig Kompetenzen im Straßenverkehr.

Als ich mich mit dem Ausgangsthema anfing zu beschäftigen, habe ich mir natürlich auch die Frage gestellt, wie kann man diese Beobachtung des harmonischen Zusammenlebens erklären.

Dabei gab es eine für mich sehr wichtigen Impuls, als Thomas uns versuchte, das Lernen von Blindenhunden etwas näher zu bringen. Dabei ist mir aufgefallen, dass diese Hunde auch einiges/vieles nicht über Konditionierung, sondern über kognitive Prozesse lernen müssen.
Sie müssen lernen Eigenentscheidungen und Eigenverantwortung zu übernehmen, um einen Menschen sicher führen zu können. Hier ist also interessanterweise der Hund der Führer des Menschen.

Das zeigt mir und bestärkt mich in meiner Erkenntnis, dass es doch fraglich erscheint, dass unsere Hunde diese immer wieder behauptete und geglaubte Führung des Menschen braucht.

Ein weitere Bestärkung u. Bestätigung meiner Hypothese, gab es durch eine Doku, in der C. M. der Hudeflüsterer, mit einem professionellen Tierschützer unterwegs war und sinngemäß sagte: „Hunde sind Weltmeister im Beobachten von Menschen, das schützt sie hier im starken (Großstadt) Straßenverkehr, denn es gibt dadurch im Verhältnis sehr wenige Unfälle mit ihnen.“
Natürlich gäbe es noch andere Punkte, die interessante wären zu wissen.


Der Mensch hat das Sozialverhalten von Hunden tief greifend verändert (D. U. Feddersen - Petersen).



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#20
Ich glaube es ist tatsächlich wie Jasmin schon geschrieben hat die unbedarftheit. Ich kenne das von früher mit meinem Pferd. Da war mir nichts zu wild. Heute, wenn die Kleine mal ein wenig quengelig wird, dann fängt das Rad schon an sich zu drehen. Und dementsprechend puscht sich die Situation.

Und das sie immer könnten und dürften nimmt den Reiz an der Sache. Wenn wir den Hund ableinen, dann ist das für ihn eher etwas besonderes. Die könnten immer, und haben den Drang dadurch nicht mehr so. Ebenso wie mit dem Hundefutter bei uns lachen
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