Umfrage: Wie seht ihr das Bürgerbegehren?
Ignoranz von einst duch den Bürger gewählten Politiker?
persönliche- und wirtschaftliche Interessen, Macht
Immer diese Persimisten, werden wach 5 vor 12
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Stuttgart 21
#1
Stuttgart 21 ist ein im Bau befindliches Verkehrs- und Städtebauprojekt zur Neuordnung des Eisenbahnknotens Stuttgart. Kernstück ist die Umwandlung des Stuttgarter Hauptbahnhofs in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof. Die Zulaufstrecken werden in Tunnel verlegt und die freiwerdenden Gleisflächen der Stadtentwicklung zur Verfügung gestellt. Zusätzlich sollen zwei weitere Bahnhöfe, ein neuer Abstellbahnhof und eine neue Stadtbahn-Station entstehen.

Was habt ihr Donnerstag empfunden?

Lähmung? Wut?
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#2
Ich habe persönlich den Eindruck, dass Herr Grube und seine Lobby sich ein ganz persönliches Mahnmal setzen möchte.

Von Anfang an gab es zu dem Projekt zweifelhafte Gutachten.

Die am gestrigen Abend von Herrn Grube geäußerte Meinung hat mich richtig wütend gemacht.

RECHTSSTAAT???????
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#3
Mal davon abgesehen, das vermutlich aus den 4 Mrd. mindestens 5Mrd werden, finde ich die Reaktion der Bürger übertrieben, da es wohl mehr ums Prinzip geht und weniger das Projekt betrachtet wird.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#4
Puh. Ich kann keines der 3 Felder wirklich ankreuzen.

Als Mensch, der 31 Jahre in Stuttgart gelebt hat, habe ich die Anfänge des Projektes mitbekommen, als ich um die 30 Jahre alt war und die Wirtschaft im Ländle noch boomte. Damals war ich für den Fortschritt, für eine neue Stadtentwicklung in einem Stadtzentrum, das an dieser Stelle irgendwie verbaut und wenig schön ist.

Damals schon erschien das Projekt mir extrem groß, aber das erscheinen mir alle Großprojekte, weil ich nicht in der Lage bin, in Milliardendimensionen zu denken.

Inzwischen hat sich durch die Wirtschaftskrise, durch Arbeitslosigkeiten, durch den täglichen Verkehrskollaps in und um Stuttgart vieles verändert. Auch im Denken der Menschen. Ich wollte für kein Geld der Welt mehr in dieser Stadt bzw. ihrem Speckgürtel leben und finde diesen Gedanken bei jedem meiner regelmäßigen "Heimat"-Aufenthalte bestätigt.

Deshalb sind auch die Menschen nicht 5 nach 12 aufgewacht, sondern stehen heute einfach einer anderen Situation gegenüber, als damals. Es herrscht insgesamt mehr Interesse für Geld, das nicht da ist, aber dennoch ausgegeben werden soll.

Ich stehe auf vielen Seiten ein Wenig und kann mir sowohl Statements der Befürworter als auch der Gegner zu eigen machen.

Die Problematik dort ist so vielschichtig, dass man es als Laie nur sehr schwer abschließend erörtern kann. Es würde sehr viel Geld in den Müll fliegen, würde das Projekt eingestampft.

Gewalt ist jedoch das Allerletzte, was unser Land braucht, es scheint aber leider nicht ohne zu gehen... Sowohl auf der einen als auf der anderen Seite. Das finde ich erschreckend.

Dass Filz, Lobbyismus und Korruption überall ausreichend vertreten ist, auch im Ländle, darüber brauchen wir uns nicht zu streiten...

LG Anja, die Exil-Stuttgarterin
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#5
Anja soviel Geld wie es auch kosten mag, aber glaubst Du nicht auch, dass allein dadurch viele Arbeitsplätze geschaffen werden können?

Mal davon abgesehen, dass Stuttgardt verhältnismäßig wenig Arbeitslose hat. Aber ein solches Projekt hat auch Bundesweite Auswirkungen.

Ich denke auch, dass viele nicht in der Lage sind, so weit in die Zukunft zu denken, dass solche Investitionen noch ganz andere Auswirkungen hat. Nur mal bspw. lässt sich davon ausgehen, dass der Tourismus steigt. Aber auch viele andere Faktoren, die wirtschaftlich nicht unbedeutend sind, und somit auch das Projekt rechtfertigen.

Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#6
Thomas, es darf durchaus investiert werden, es MUSS investiert werden, nur geht es hierbei um ein Prestige-Objekt mit relativ wenig Nutzen im Vergleich zu den Kosten.

Würden die Gelder im Verkehrsressort anderweitig investiert, in den öffentlichen Nahverkehr, in marode Straßen etc. werden auch Arbeitsplätze erhalten und der Nutzen ist sehr greifbar.

Es muss an Stellen abgewogen werden, wo Fakten verglichen werden können und wo keine Lobby-Politik abläuft.

Die Gesprächsgäste der Sendung "SWR1 Leute", die wir oft im Urlaub beim Frühstück gehört haben, hatten dazu einiges zu sagen. Manch einer hat sich durch pure Polemik schon ins Aus argumentiert.

Die Sachebene wurde leider schon längst verlassen.
LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#7
Mich erschüttert irgendwie nichts mehr, seitdem Deutschland unter Anderem zum Überwohltäter mutiert ist und diese ungeheuerlichen Summen für Griechenland bereitgestellt hat.


Erst kürzlich habe ich erfahren, dass in einer Kleinstadt, für den sozialen Bereich nur noch ca. 20.000 € anstatt, wie zuvor 75.000 €, zur Verfügung gestellt wurden.


Die Verschuldung wird immer gewaltiger, Deutschland wird immer ärmer, aber man muss natürlich fleißig weiter spenden...
Schöne Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Susann


Wende Dein Gesicht der Sonne zu und Du lässt die Schatten hinter Dir.


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#8
Hallo Anja,
Investitionsmöglichkeiten gibt es immer viele. Somit ist es auch indem Bereich so, dass man es nie allen Recht machen kann.
Ich sehe in dem Projekt eine riesen Chance für die Stadt.
Weiter muss man auch sehen, das die Bahn AG den größten Teil an der Finanzierung trägt, was in anderen Stadtprojekten eher die Stadt tragen müsste.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#9
Hmm. Das ist richtig, nur das Budget, welches vom Verkehrsministerium kommt, und das ist nicht gerade wenig, fehlt an anderer Stelle. Meine Prioritäten gehen da in eine andere Richtung.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#10
Wird ja richtig spannend

http://www.welt.de/politik/deutschland/a...21-an.html
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