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Veganer oder Vegetarier für das Tier
#1
Rainbow 
Hallo,
immer häufiger werde ich mit den Themen Vegan und Vegetar konfrontiert, was meist mit Tierliebe in Verbindung gebracht wird.

Doch ist es wirklich so, dass man weniger Respekt zum Tier hat, wenn man Fleisch und/oder Tierprodukte isst/verwendet?

Liebt ein Vegetarier/Veganer ein Tier mehr, als jemand der Fleisch ist?

Würde man nicht den Tieren mehr helfen können, wenn man tierische Produkte verwendet, die von kontrollierten und tierliebbewussten Bauern kommen?
Für mich sehe ich darin die einzige Chance, Tieren zu helfen, in dem ich solche Produkte bevorzuge.

Weiter sehe ich jeden Vegetarier/Veganer weniger als hilfreich, da diese weniger für gute Tierhaltung tun können.

Was denkt ihr?
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#2
Mh, also die Vegetarier kann ich irgendwie verstehen,
Veganer gar nicht.

Meiner Meinung nach lebt ein Veganer total ungesund.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#3
Respekt vor Tieren/Lebewesen kann man auch haben wenn man Fleisch ißt.

Leider haben nicht alle Menschen die Möglichkeiten, teurere Bioprodukte etc. zu erwerben oder machen sich keinen Kopf um die Viehhaltung.
Da müsste mal mehr Aufklärung betrieben werden.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#4
Hallo Thomas

Ein sehr interessantes und auch schwieriges Thema.

Schwierig deshalb, weil hier nicht allein Vernufts- sondern vielmehr emotionale bzw Gewissensaspekte eine große Rolle spielen.

Ich selbst habe vor ewigen Zeiten einen Bericht über einen Rindertransport in den Libanon gesehen. Oder besser gesagt, nach einer Weile habe ich mit Tränen in den Augen aufgehört zu schauen.
Von diesem Zeitpunkt an, habe kein Fleisch mehr gegessen. Ich konnte einfach nicht mehr und das war keine rationale Entscheidung. Das ging exakt 7 Jahre so, bis ich hier nach Mecklenburg gezogen bin. Seitdem esse ich ausschließlich "glückliches" Fleisch. (Einladungen und Restaurantbesuche mal ausgenommen).
So wird es vielen Vegetariern gehen und das sollte man so akzeptieren.
Bei Veganern ist das so eine Sache. Hier hört für mich die Tierliebe auf und die Verbohrtheit fängt an.
Mittlerweile ist es halt so, dass wir Tiere zur Nahrungsproduktion haben und jetzt meine ich nicht Fleisch.
Und das halte ich für legitim, wenn die Haltungsbedingungen stimmen. Lebewesen schließen sich nunmal zusammen, um voneinander zu profitieren. Mal ganz banal: Ich wasche meinem Mann die Wäsche und er macht für mich den Ölwechsel. Gut, hier wird das Thema Freiwilligkeit in den Raum geworfen.
Tun Veganer unserer Umwelt einen Gefallen, wenn sie sich z.B. nur mit pflanzlichen Produkten oder eben Kunstfasern/ Plastik kleiden? Sicher nicht.
Ich sah kürzlich eine Diskussion über Tierliebe in Deutschland. Eine Veganerin vertrat die radikale Meinung, dass Tierhaltung und ab sofort die Züchtung von Tieren verboten werden solle. D.h. mittelfristig weder Nutzviehhaltung noch Haustiere. Nicht einmal mit Hunden im Rettungs- oder Behinderteneinsatz mochte sie sich anfreunden.
Sorry, für mich ein absoluter Schwachsinn.

Viele Grüße
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#5
Moin,
von Veganer Ernährung halte ich nicht besonders viel, wer damit glücklich ist: viel spass! lachen

Ich versuch mich weitestgehend so zu ernähren, das keine Tiere für meinen Speiseplan gekillt werden. Das geht nicht ganz auf, weil in einigen Produkten versteckte Teile enthalten sind... Wer die Leichenteile gerne isst, soll das tun, nur aus glücklicher Haltung. Man muss ja nicht jeden Tag Fleisch essen... (auf Schwein zu verzichten ist durchaus sinnvoll, weil's das ungesündeste Fleisch ist, google spuckt einiges dazu aus)
Wer sich das medikamentenversäuchte Massentierhalungsfleisch reinpfeift, hat auf dauer eh keine Freude an der EIGENEN Gesundheit.

meine Gründe für fleischfreie Ernährung:
- Nahrung hat ja den Sinn, den Körper mit ich nenns jetzt mal "Energie" zu versorgen, Fleisch verbraucht bei der Verdauung sehr viel davon, also ist der Kosten Nutzenfaktor nicht gegeben. Es liegt deutlich schwerer im Magen als vegetarische Kost.
- das folgende klingt vielleicht bissel komisch: seid mitte Januar meditiere ich regelmäßig, wenn ich "energieraubende" Nahrung (Fleisch, Alkohol, ...) gegessen/getrunken hab, erreiche ich nicht so einen tiefen "entspannungszustand".

Massentierhaltung etc. steht für mich nicht zur Diskussion, einfach abartig, die "Erzeugung" genauso wie der Verzehr.


EDIT: soweit wie's möglich ist, verzichte ich auf Ledersachen, meine Motorradkombi ist auf Stoff, Schuhe aus Kunstleder, ... überall gehts leider nicht
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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#6
Nachdem die ersten Berichte über Schlachttiertransporte etc. in den Medien aufkamen war meine erste Reaktion auch, gar kein Fleisch mehr zu essen. Schon damals wurde mir aber bewußt daß das eine ziemlich blauäugige Lösung ist, denn dann müßte man eben auch auf Leder etc. verzichten und auf unendlich viele weitere Produkte.

Den Bericht über den Rindertransport für den Libanon habe ich damals auch gesehen, den werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen - und der Film "Earthlings" war der erste den ich nach kurzer Zeit abbrechen mußte, ich konnte nicht mehr weiter schauen obwohl ich sonst doch eher hart im Nehmen bin und auch schon beim Schlachten verschiedenster Tiere dabei war.

Ich habe seither sehr, sehr viel über das ganze Thema und meine Rolle dabei nachgedacht und bin für mich zu folgender Überzeugung gekommen:
Es ist grundsätzlich richtig, Tiere für unsere Ernährung zu töten, es ist nicht nötig zum Vegetarier zu werden. Aber es liegt über mein Kaufverhalten in meiner Macht und vor allem meiner moralischen Pflicht, etwas für bessere Verhältnisse und für mehr Achtung gegenüber unseren Nahrungslieferanten zu tun. Das schaffe ich noch nicht konsequent, aber es gelingt mir doch immer besser und ich bin auch bereit dafür deutlich mehr Geld auszugeben als für die Billigware aus dem Supermarkt.

Das Ehrlichste wäre es, sich seine Fleischlieferanten selber zu halten und sie mit dem entsprechenden Respekt zu schlachten, das werde ich aber wohl nie schaffen, somit wähle ich eben meine Einkaufsquellen entsprechend aus.

Ich weiß daß ich die Welt nicht wirklich besser machen kann, aber meinen kleinen Beitrag möchte ich leisten.
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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#7
Hallo Ulla

Was du sagst, stimmt natürlich.
Aaaaaber..... wenn wir uns anschauen, wie es in unserem Land mit der Armut bestellt ist, haben leider viele nicht die Möglichkeit, sich für glückliches Fleisch zu entscheiden, obwohl sie es vielleicht gern würden.
Es liegt also oftmals nicht am Willen, sondern am Können.
Natürlich gibt es genug Menschen, die sich gar keinen Kopf machen.

Tatsächlich bin ich der Auffassung, wenn jeder sein Fleisch selber töten müsste, hätten wir das Problem gelöst.


Viele Grüße
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#8
Ja, es sollte absolute Pflicht sein, daß zumindest jeder mal alles von A-Z gründlich erlebt, also die Haltung, den Transport und das Schlachten der Tiere.

Ich denke wenn sich mehr Menschen für den Kauf von Fleisch aus guter Haltung und Schlachtung entscheiden würden (es muß ja nicht unbedingt Bio sein), dann wäre auch das Preisniveau ein anderes und es wäre auch erschwinglicher. Aber leider überwiegt die Scheuklappen- und Geiz-ist-geil-Mentalität.
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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#9
Ach so, Nachtrag - das mit dem sich leisten können ist ja letztlich auch eine Frage wie oft man denn Fleisch auf dem Tisch haben muß. Muß es denn jeden Tag sein? Oder lieber mal ein paar Tage weniger und dafür dann ein "ethisch korrektes" Essen?
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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#10
(15.09.2010, 11:46)Trudel schrieb: Es liegt also oftmals nicht am Willen, sondern am Können.
Es liegt meiner Meinung nach zu 100% am Willen. Das angebliche nicht können ist Bequemlichkeit, alte Gewohnheiten, faule Ausreden, ... Grund: hat Ulla schon getippt. (einfach das Geld von dem Billigzeug in Qualität investieren, klar ist's von der Masse her weniger, aber besser.)
(mal abgesehen davon haben die, die behaupten das sie sich das nicht leisten können, meist 1...2 Zigretten im Mund und ne Flasche Schaps in der Hand)
Meine Eltern essen Fleisch, nicht jeden Tag, aber dafür aus glücklicher Haltung.

& wenn man irgendwo eingeladen ist muss man meiner Meinung nach auch nicht alles essen. Wenn man's ordenltich begründet, macht man sich damit nicht unbeliebt. Jedem das seine.

(15.09.2010, 11:46)Trudel schrieb: Tatsächlich bin ich der Auffassung, wenn jeder sein Fleisch selber töten müsste, hätten wir das Problem gelöst.
jo, wenn das Tier von der Weide und nicht aus der Massentierhaltung kommt.
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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