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Nasenarbeit durch Zielobjektsuche (ZOS) wer kennt es, wer macht es?
#31
Hallo

Da der Clicker ja nur für die Lernphasen eingestzt wird (sollte er jedenfalls), ist ein Leerclick für den Hund eher demotivierend.
Der Click mit dem anschließenden Leckerchen sollte ja die Bestätigung dafür sein, etwas richtig gemacht zu haben. Bleibt die Belohnung aus, wird der Hund das nicht nachvollziehen können und verwirrt sein.
Es ist ja dann so gedacht, dass der Click später ausgeschlichen wird und somit auch das Leckerchen.
Will man per Clicker eine Handlungskette aufbauen, wird man zunächst nicht umhin kommen, jeden einzelnen Schritt zu clicken.
Man kann jedoch auch ein Ersatzsignal etablieren, dass C+B ersetzt und den Hund in Erwartung auf den Jackpot versetzt.
Sagen wir mal, dieser Ersatz wäre das Wort "Click", hieße das in Anjas Fall:
Der Hund findet das Feuerzeug, sagt man "Click", Hund weiß: "gut gemacht, weitermachen, später Jackpot" - Der Hund legt sich vor dem Feuerzeug ab, gibt es den echten Click und die Belohnung.
Also eigentlich so, wie Susann es beschrieben hat.
In der klassischen Clickerei bedeutet ein Click immer eine Belohnung.
Aber wie gesagt, es wird nur so lange geclickert, bis die Übung sitzt.

Viele Grüße
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#32
Die ZOS-Hunde, die ich kenne, gehen teilweise Turniere und werden immer noch geclickert. So weit ich weiß, sogar auf den Turnieren. Also es scheint hier wirklich um etwas anderes zu gehen, als "nur" um ein Lernhilfsmittel.

Ansonsten wurde mir geraten, NICHT mit Jackpot zu arbeiten, das ist nämlich das Terrorclickern, was in meinem zweiten Film zu sehen ist. Habe sonst beim Clickern die Zwischenschritte immer mit einem Click und einem Futter bestätigt (z.B. der Weg zu einem Teil, das er aufheben und apportieren soll) und den letzten Schritt einer fertigen Übung, wenn alles aneinander gehängt war, mit Jackpot und Rüssel in Schüssel belohnt und davor dauergeclickt.

Beim ZOSsen soll man nicht mit Jackpot arbeiten, da der Hund sonst den Focus zu stark auf das Ende legen würde und nicht auf die Tätigkeit, also das Suchen selbst.

Bin mir aber ziemlich sicher, würde ich Bär einen Jackpot gewähren nach erfolgreicher Suche, wäre er deutlich motivierter, da er Rüssel in Schüssel total geil findet zwinkern .

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#33
Hallo Anja

Der Jackpot hat aber eigentlich überhaupt nichts mit der Anzahl der Clicks zu tun.

Ich kenne Clickerer und Dogdancer, die stellen einfach einen Teller mit Leckerchen abseits.

Dann gehen sie ihre Übung durch, oftmals über 10 verschiedene Teilabschnitte, die alle mit einem
"Ersatzclick" bestätigt werden. Erst zum Schluss gibt es einen Click und den Fingerzeig zum Jackpot.

Irgendwie scheinen die ZOSler das Clickern für sich anders zu definieren. Da weiß ich dann auch nicht weiter.

Viele Grüße
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#34
Das mit dem Jackpot-Clickern habe ich, so weit ich weiß, aus einem Buch. Darin wurde beschrieben, dass man immer click und Futter kombiniert, während man innerhalb einer Einheit ist.
Ist die Einheit erfolgreich abgeschlossen, kann man so ein Clickerfeuer machen und eben den Jackpot geben.

Das habe ich mit dem Bären, der auf clickern nur super schwer angesprungen ist, ausprobiert, und eine erhebliche Motivationssteigerung dadurch fest gestellt. Mit den ZOS-Clickerern hat das nix zu tun. Ist mir ja auch von denen verboten worden zwinkern .

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#35
So. Nun bin ich etwas mehr einäugig und nicht mehr ganz so blind. zwinkern

Hab noch mal genau nachgefragt. Clickerhunde müssen beim ZOS-Clickern umdenken. Sie lernen, dass es auch Leerclicks gibt, durchaus auch mal mehrere. Die Leerclicks sollen nach dem Auffinden des Zielobjektes die Spannung erhalten, bis der Hundeführer beim Hund ist, um die Belohnung geben zu können.

Damit soll erreicht werden, dass der Hund mit der Nase am Objekt bleibt.

Wir haben mit einer Hündin gestern speziell an diesem Thema gearbeitet.

Das lief so ab. Hündin findet das Obkjekt, zeigt an mittels ablegen und Nase dran. Click. Der Blick (sie ist schon zuvor eingeclickert gewesen) ging dann zu Frauchen, also Nase weg vom Objekt. Frauchen stand wie angewurzelt. In dem Moment, wo die Nase wieder ans Objekt geht, clickt Frauchen wieder und setzt sich zeitgleich in Bewegung Richtung Hund. Belohnung kommt also nur dann näher, wenn man die Nase dran lässt. Sobal die Nase wieder weg geht, freeze, geht Nase wieder dran, click und Bewegung. Das geht so lange, bis Frauchen beim Hund ist und füttern kann.

Diese Leerclicks und die damit verbundene Distanzarbeit geht natürlich erst, wenn die Arbeit selbst schon verstanden wurde und der Hund Spaß am Suchen hat und das Anzeigen auch schon in den Grundzügen beherrscht.

Mit dem Bären bin ich auch einiges weiter gekommen. Wir sind noch mal einige Schritte zurück gegangen mit dem Platz als Anzeige. Insgesamt darf ich viel mehr kaspern und spinnen, mehr Spannung aufbauen, ich hab es viel zu ernst genommen, um nur keine Fehler zu machen, dabei blieb die Motivation auf der Strecke. Auch darf ich mehr zwischenrein stimmlich verstärken, wenn er sich z.B. motiviert auf den Weg macht, um zu suchen.

Gestern gab es dann durchaus einige wirklich schöne Lagen, die er motiviert und toll gelöst hat.

Lasko, den Sheltie von Sandra haben wir eingearbeitet, er scheint ein Naturtalent zu sein. Auch einen Westie von einer Bekannten haben wir eingearbeitet. Er machte es auch schön.

Nachmittags gegen 16 Uhr saßen wir dann alle auf meienr Terrasse, fix und fertig. Die Köpfe rauchten, der Kamera-Akku war leer, die Hunde lagen samt und sonders im Eck und wollten GAR nix mehr wissen, auch die Borders und die Aussies nicht zwinkern .

Ein sehr lehrreicher Tag, der mich motivierte, da in jedem Fall weiter zu machen und es als Trainingsfach anzubieten. Tolle Auslastung für Mensch und Hund.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#36
Hallo Anja,

wie kommt ihr voran?

Habt ihr überhaupt damit weitergemacht?

Schöne Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Susann


Wende Dein Gesicht der Sonne zu und Du lässt die Schatten hinter Dir.


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#37
Oh ja... lange nichts mehr geschrieben.

Im Urlaub hatte ich die Zutaten zwar mit, aber nach einem Indoor-Ansatz, der mich überhaupt nicht befriedigte, hab ich es dort sein lassen und einfach Urlaub gemacht. Seit 2 Wochen treffen wir uns wieder montags, meine Trainingspartnerin mit ihrem Border-Collie und ich. Diese Woche war auch Sandra mit ihrem Sheltie dabei. DAS ist ein Naturtalent, der hat das verinnerlicht nach 4x leicht üben. Er ist motiviert und sucht richtig gut. Leider kläfft er auch noch während des Versteckens, aber da arbeitet sie dran.

Der Bär ist inzwischen deutlich motivierter, was er immer noch nicht wirklich von sich aus anbietet, ist das Anzeigen im Platz. Er zeigt an, aber er legt sich nur, wenn ich etwas nachhelfe.

Zudem habe ich fest gestellt, dass er die Trümmersuche, also zwischen irgendwelchen Gegenständen, irgendwie doof findet. Dabei beschäftigt er sich eher mit dem Umschubsen der Trümmer, also er arbeitet viel mit der Pfote, anstatt wirklich zu suchen.

Wenn ich den Suchgegenstand jedoch in unsere Trockenmauern stecke, die sich fast durch den ganzen Garten ziehen, sucht er sehr ambitioniert, operiert nicht mit der Pfote herum und zeigt deutlich freiwilliger durch ablegen an. Also er ist ein Wand-Sucher und nicht so der Trümmerhund.

Dadurch übe ich jetzt mit ihm immer 2-3 Trümmerlagen und zum Schluss der Einheit immer sozusagen als Belohnung eine Wand-Einheit.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#38
Hallo

Also ich habe den Versuch, Trudel eine Reihenfolge vorzugeben, abgebrochen.

Sie freut sich derartig `nen Herrmann, wenn sie ein Teil findet. Da funktioniert es nicht, dass sie erst noch was anderes sucht. Sie muss mir das bringen.

Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#39
Wieso Reihenfolge? Wieso noch was anderes suchen? Wieso bringen?

Schieb mich mal einer vom Schlauch, bitte!

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#40
Hallo Anja

Ich hatte schon berichtet, dass Trudel wahnsinnig gern apportiert. Finden und Apportieren ist für sie Belohnung, deshalb habe ich davon abgesehen, sie am Objekt abliegen zu lassen. Es würde ihr die Motivation nehmen.

So, nun war ja bei der ZOS der Sinn, den Hund ein bestimmtes Objekt suchen und finden zu lassen. Darum werden doch wohl verschiedene Teile ausgelegt, oder habe ich das falsch verstanden?

Ich gehe davon aus, dass ich z.B. Feuer, Handy und Taschentuch verstecke und meinen Hund gezielt zum Feuer schicke. Sollte er vorher das Taschentuch finden, müsste er es ignorieren und weiter auf Feuersuche gehen..... oder wie???? kopfkratz

Und das meine ich. Wenn Trudel nicht das Feuer, sondern das Taschentuch zuerst findet, gerät sie in einen Freudentaumel, denkt an kein Feuer mehr und muss mir unbedingt und ganz dringend das Taschentuch bringen.

Viele Grüße
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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