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Haben Hunde Emotionen Menschen gegenüber
#21
danke dir Anette,

ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das "in-die-Natur-pfuschen" in mancher Hinsicht gut finden sollte.

Ich wollte eigentlich auch auf die Beziehung Mensch-Natur-Tier hinweisen. Wir können in allen Tieren unseren eigenen Lebensstoff erkennen, ohne sie töten, sezieren und quälen. Auch unsere Gefühle, Emotionen und unser Verhalten können wir besser erkennen, wenn wir mit gebührendem Abstand und "Respekt" unsere Umwelt und deren Zusammenspiel studieren. Dazu braucht es einfach kein technisches Know-How.

Dennoch würde ich gerne anfügen, das die Menschen nicht glücklicher wirken, wenn Wissenschaft ihr Leben unnatürlich weiter aufrecht erhält, Kinder die früh geboren werden ihr Leben lang leiden. Innere Verletzungen so wieder hingerichtet werden, das der Mensch zwar unter Schmerzen noch existieren, aber nicht mehr "Leben" kann. Es gibt alte Menschen, deren Zeit natürlich schon abgelaufen ist, künstlich jedoch verlängert wird. Sie sind meist Pflegefälle und auf Hilfe angewiesen. Schonmal in die Augen solcher Menschen gesehen? Aber Hauptsache die Wissenschaft kann unser Leben verlängern.

Ich finde auch, das es viele Krankheiten erst durch den Menschen gibt. Die Wissenschaft muss also die Fehler der Menschen die Schöpfer spielen wollen, wieder gerade biegen.

Hätte der Mensch die Fähigkeit des Beobachtens der Natur, für sie als Hüter da sein, behalten, wäre die Wissenschaft vielleicht sogar ein gutes Werkzeug. Es gäbe nicht zuviele Menschen und die Natur könnte weiter ihren Zyklus der für alle gut ist. leben.

Ich fürchte mich jedenfalls vor dem Tag, an dem der Mensch selbst das Wetter künstlich herstellt, Tiere, Gras, Bäume, alles nicht mehr natürlich ist. Dann ist auch schon egal, ob die Tiere unsere Emotionen, Gefühle und Verhaltensweisen widerspiegeln, es gibt sie dann nicht mehr........


Grüße

Jacky
.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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#22
Danke Anette und Jacky, das habt ihr schön geschriebn

nachdenkliche Grüße
Tany
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#23
Muss noch etwas zufügen und zwar soll das nicht heißen das ich komplett gegen die Wissenschaft bin, ich finde nur das es damit übertrieben wird!
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#24
Anjin schrieb:Wir sollten nämlich erkennen, dass es zwei Themen sind die unterschieden werden sollten.

1. Die Emotionen Mensch/Hund die es für dich ohne zweifel gibt.

2. Die häufige Ursache für Missverständnisse, wenn Menschen hundliches Verhalten fehlinterpretieren und zur unreflektierten Vermenschlichungen neigen.

Insofern denke ich, liegen wir nicht so weit auseinander

Danke Hans Georg, jetzt fühle ich mich verstanden, und habe auch Dich verstanden freuen .

Was die Wissenschaft ./. Naturvölkerwissen angeht, so finde ich es sehr schwer, hier ein "finde ich gut oder finde ich nicht gut" zu sagen.

Für mich hat auf dieser Welt einfach alles eine Licht und eine Schattenseite. Eine wissenschafliche Entdeckung genauso. Es mag alles einer guten Sache dienen, man kann aber auch alles zu schlechten Zwecken missbrauchen.

Nur wer mag sich dazu aufschwingen, zu urteilen, was gut und was schlecht ist?

Wer mag sich dazu aufschwingen, zu entscheiden, welche Gefühle ein Hund nun wirklich gerade zeigt und was wir interpretieren, weil wir es gerne so hätten?

Wer weiß, was in unseren Hunden wirklich vorgeht, weil eben noch nicht alles wissenschaftlich erwiesen ist bzw. weil man in 20 Jahren schon wieder ganz andere Erkenntnisse hat?

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#25
@all,


Bevor ich antworte, möchte ich kurz etwas auf meine Denkungsart eingehen, sonst wird weiterhin von falschen Voraussetzungen ausgegangen.

Von meinem ersten Hund an, habe ich ohne Hundebücher ohne Hundeerziehungsbücher ohne Hundetrainer ohne irgend eine Beratung und das so ziemlich bis heute gelebt und gearbeitet, also fast alles autodidaktisch erschlossen, auch Wissenschaft hat keine Rolle gespielt, wenn es auch anders aussehen mag. Mein Hundeerziehungsgredo lautete, sanfte Erziehung.

Als ich anfing mich für Wissenschaft zu interessieren, habe ich festgestellt können, dass vieles von dem was meinem Denken entsprach, untermauert wurde, und in mir ein tieferes Verständnis für die Biologie hervorbrachte.

Was ich damit verdeutlichen möchte ist, ich bin in der Lage was wissenschaftliche Erkenntnisse betrifft, zu differenzieren, und verlasse mich nur auf das, was sich auch mit meinen persönlichen Erfahrungen deckt.

Ein Beispiel, wirf einen Gegenstand in die Luft und er wird immer zu Boden fallen, dass die Wissenschaft diesen Vorgang physikalisch-matematisch beschreibt ändert sich diese Tatsache nicht.

Ein anderes Beispiel, wird ein Hengst oder Stier kastriert ändert sich deren Verhalten, dass die Wissenschaft herausgefunden hat, das es mit der Produktion des Testosterons zusammen hängt, ändert auch hier an dieser Tatsache nichts.

Ein weiteres Beispiel, das assoziative Lernen „operantes Konditionierung“ über „positive Verstärkung“, kannte man schon vor der Erkenntnis der Wissenschaft, dass die Wissenschaft herausgefunden hat was im Gehirn passiert, hat an dieser Tatsache nichts geändert.

Aber es hat geholfen zu begreifen und zu verstehen, dass mit sanften Methoden der Tiertrainer, gute bis sehr gute Ergebnisse in der Erziehung erzielt werden können, bessere als durch die bis dahin gängigen Gewaltmethoden in der Tiererziehung (Hundeerziehung).

Mit anderen Worten, ich denke selbst, wie alle anderen hier auch, mit oder gegen die Wissenschaft.

Meine Meinung und mein Denken mache ich aber nicht von der Wissenschaft abhängig.


LG Hans Georg


…Verachte nur Vernunft und Wissenschaft, des Menschen allerhöchste Kraft … (Goethe).

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#26
Hans Georg, also bist du auch offen für Dinge die nicht wissenschaftlich belegt werden können?
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#27
Hallo jacky,



Nenne mir einen Wissenschaftler/in die Behaupten, das sie alles wissen alles können und unfehlbar sind!!!

Dafür sind ganz andere zuständig wie wir wissen.

Wir können uns natürlich im Kreis drehen, wenn wir solche allgemeinen Binsenweisheiten benutzen wie diese.


jacky schrieb:Zitat von Hans Georg:
denn es gehört sehr viel technisches „Know How“ dazu.

eigentlich gar nicht. Unser Volk hatte von Beginn an dieses Know-How. Wissenschaft beweist nur für Gläubige Menschen die nichts Wissen.


Jeder Mensch kann einen Käfer zertreten, aber die größten Wissenschaftler der Erde können keinen herstellen !!

JackZ

Denn wie wir alle wissen, gibt es keinen Menschen (kein Medizinmann/frau usw.) der /die Leben erschaffen, oder gar den Tod verhindern kann, dieses Wissen und Erkenntnisse sind ohne Ausnahme menschliches Allgemeingut.

Es wäre naiv zu denken Wissenschaft wäre nicht das Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wissenschaft ist so gut und so schlecht wie die Menschen allgemein. Somit ist es normal das Wissenschaft, Wissen, Glauben und Fehler hervorbringt, nicht anders ist es bei Naturvölkern.

Naturvölker haben ihr Wissen während der Evolution in Konkurrenz und Wettlauf mit und in der Natur/Umwelt gesammelt.
In der Zivilisation ist das nicht anders, es kommt nur noch die kulturelle Evolution dazu.

Zur Zeit, sehe ich sehr viele Pilzesammler, diese Menschen müssen wissen welche davon genießbar, schädlich, oder gar giftig sind.
Nichts anderes machen Naturvölker, sie müssen um zu überleben dieses notwendige Naturwissen haben.

Diesen Vorstellung vom edelen Wilden, bei den Naturvölkern, ist eine romantisch verklärte Idealisierung der Wirklichkeit.
Hier wird gerne in der Argumentation das herausgestellt, was Menschlichkeit und Harmonie mit den Tieren und der Umwelt widerspiegelt.
Schaut euch die rezenten und früheren Naturvölker an, wie sie mit den Tieren und Menschen umgehen, umgegangen sind, hier ist das Wort Grausamkeit genauso angebracht wie in unserer Zivilisation.

Wenn sie Fische fangen und einfach achtlos auf den Boden werfen, diese grausam ersticken, oder wenn Tiere über einen Abhang hinunter getrieben werden, wenn sie nicht sofort Tod sind elendig verrecken, wenn kleine Krokodile lebend gefangen werden, man ihnen das Maul, die Beine nach hinten verdreht und fesselt damit sie länger frisch bleiben usw.

Die Menschen (Naturvölker und/oder Zivilisation), als Teil der Natur, sind nun mal nicht besser als sie sind.

LG Hans Georg


Alles, was im Kosmos existiert, ist die Frucht von Zufall und Notwendigkeit (Demokrit).
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#28
Hallo amazone,

amazone schrieb:Hans Georg, also bist du auch offen für Dinge die nicht wissenschaftlich belegt werden können?

Ja, selbstverständlich bin ich wie man so schön sagt nach allen Seiten offen, ich informiere mich so gut ich kann, deshalb bin ich auch mit möglichen alternativen vertraut. Wie könnte ich über ein Thema ernsthaft diskutieren, ohne etwas darüber zu wissen.

Wie ich schon geschrieben habe, wenn es auch nicht auf den ersten Blick so aussehen mag.


LG Hans Georg


Wenn du etwas weißt, zu wissen, dass du es weißt; und wenn du es nicht weißt, zu wissen, dass du es nicht weißt – das ist Wissen (Konfuzius).

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#29
Hallo
Nicht die Wissenschaft oder die gerne zitierte Zvilisation hat den Bezug zur Natur verändert,sondern die Glaubensrichtungen und die damit verbundenen Regeln zum Einhalten der sogeannten Ethik.

Glaubensrichtungen gibt es mit Anweisungen vom totalen Schutz aller lebenden Wesen ,bis zur Menschenverachtung bzw.dem Absprechen von Gefühlen eim Tier oder em Empfinden von Schmerz beim Tier.

Natürlich sind das Extreme aber fast ale Menschen die ich kenne unterwerfen sich einer solchen Glaubensrichtung.

Wenn aber aus meiner Sicht Wissenschaft erfolgrich sein soll dann muss sie frei von diesen vorgegbenen Richtungen sein und darf sich eigentlich nur an dem orientieren was sie sieht.
Die Interpretation des Gesehenen mag unterschiedlich sein ,aber egal ob ein Angehöriger eines der Naturvölker oder ein Wissenschaftler einen physikalischen Fakt sieht,so ist die Erklärung für diesen Fakt immer dieselbe.
Und ob ein Angehöriger eines Naturvolkes das von ihm gejagte Tier, ehrt durch gewisse Rituale
oder ein Jäger ein Halali bläst nach erfolgreicher Jagd ,so ist das wissenschaftliche Ergebnis für das Tier dasselbe: Es ist Tot.

Wenn eine Vereinigung von Hundetrainern Tieren Gefühle abspricht,( ich habe die Sendung nicht gesehen und weis daher nicht ob es auch so gemeint war)dann leugnet er nicht nur alle wissenschaftlichen Erkenntnisse,sondern macht auch einen Rückschritt in die dunkelsten Kapitel des christlichen Glaubens .

Das ruft bei mir ein ähnliches Unverständnis hervor wie die Tatsache ,das in einigen Bundesstaaten der USA aus Glaubensgründen Darwin nicht mehr gelehrt werden darf .

Und wenn Fernsehsender solche "Erkenntnisse " auch noch verbreiten ,dann kann ich nur noch den Kopf schütteln.

liebe Grüße
wotan
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#30
Wissenschaft ist nicht dann erfolgreich, wenn sie sich nur an das hält, was sie "sieht".
Im Gegenteil. Dann kann sie aufhören zu existieren.
Sie muss das suchen, was sie noch nicht sieht, noch nicht weiß. Und das wird sie nur, wenn sie daran glaubt, dass da "noch was" ist.
Das ist auch der riesen Denkfehler der meisten Wissenschaft-Jünger. Wenn man alles leugnet, was die Wissenschaft noch nicht entdeckt hat, verharrt man auf dem letzten Stand des Irrtums und entwickelt sich nicht weiter.

Aber es stimmt: unser Umgang mit unserer Umwelt - Tier oder Natur - wird bestimmt von unserem Glauben. Und betrachte ich mir den Umgang einiger asiatischer Naturvölker mit Primaten, ist das kaum noch zu steigern.
"Der edle Wilde" existiert nicht. Aber es gibt unter ihnen Völker, die das Leben achten. Das ist genau wie bei uns eine Glaubensfrage.

Vielleicht wäre die Erde ohne Religion ein besserer Ort. Ethische Grundwerte existieren auch ohne Religion. Übel wird es meist, wenn Religion diese Grundwerte in Grund und Boden stapft zu Ehren eines höheren Wesens.
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