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Haben Hunde Emotionen Menschen gegenüber
#11
Thomas schrieb:Hallo,
Sicher haben Hunde Emotionen, wie es bereits schon beschrieben wurde, welche Emotionen jedoch stark eingeschränkt oder auch nicht vorhanden sind, sind z.B. Ekel, Schuld, Hoffnung, Verzweiflung, Thanatus, Besorgnis, Langeweile, Anbetung und sicher noch einiger mehr.
.

hm, wie äußern sich denn diese Emotionen beim Menschen?
Wenn Hunde das gleiche Verhalten in vergleichbarer Situation zeigen wie Menschen, warum kannst du dann annehmen, dass es beim Hund auf anderen (oder keinen) Gefühlen basiert?
Ich kann dir sagen, die Art und Weise wie manche Hunde Pfützen meiden, kann man nur mit Ekel beschreiben. Und welches Verhalten zeigt ein verzweifelter Mensch? All das findest du auch beim Tier. Auch Langeweile.
Wie gesagt, wenn ich etwas gleiches sehe, möchte ich bewiesen haben, dass es nicht das gleiche ist, bevor ich einem Tier das Gefühl absprechen will.
Antworten
#12
@all,



Sorry, hatte schon etwas geschrieben, aber dann ist meine Verbindung abgebrochen und alles war weg. Im Nachhinein fand Ichs ganz gut, werde aber noch einmal Anlauf nehmen.


LG Hans Georg


Ein Hund gleicht allen anderen Hunden, einigen anderen Hunden und keinem anderen Hund (H. G.).
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#13
@all,



Ein sehr kurzer historischer Rückblick kann hilfreich sein, wenn wir ein Thema wie Emotionen beleuchten. Emotion ist nur ein Wort, aber seine Funktion im komplexen Verhaltenszusammenhang mit anderen Faktoren, wie Motivation usw. zu betrachten.

Vor gut über 150 Jahren hat Ch. Darwin mit einer revolutionären Erkenntnis im Denken der Menschen, einen wahren Schock ausgelöst, als er seine Evolutionstheorie veröffentlichte.
Damit den Menschen von seinem Podest der Einzigartigkeit geholte und ihn in die Ahnenreihe mit allen anderen Tieren gestellte, die aus einem gemeinsamen Ursprung hervorgingen.

Das war nur der Anfang, weitere Erkenntnisse sollten folgen. Zu dieser Zeit war man noch der Auffassung, das Tiere zu keinen menschenähnlichen Regungen fähig seien, sie wurden als gefühllose Maschinen angesehen, die keine Schmerzen empfinden können geschweige denn Leiden.

Es dauert noch sehr lange bis die aufblühnde Wissenschaft, hier im Besonderen die Bio-Wisseschaften nach und nach das Gegenteil beweisen konnten, was mit dem technischen Fortschritt zusammen hing, denn es gehört sehr viel technisches „Know How“ dazu.

Trotzdem aufgezeigt werden konnte, dass Tiere Schmerzen empfinden und Leiden können, sie Emotionen und Motivationen haben, gibt es selbst heute noch Menschen die darauf beharren, dass das nur den Menschen zu steht.
Sie erkennen und wollen nicht erkennen, selbst wenn es vor ihrer Nase geschieht und man sie mit der Nase drauf stößt, das die (höheren) Tiere auf jeden Fall dazu in der Lage sind unter anderem Emotionen zu haben.

Nach dem altbewährten Motto: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“.

So schreibt Anja Zitat (s.u.):

Anja schrieb:Dass Hunde Situationen emotional bewerten ist wissenschaftlich erwiesen.
Gerade beim Lernverhalten spielen Emotionen eine große Rolle für die Qualität der Verknüpfung.

Hier beruft sie sich auf die Erkenntnisse der Wissenschaft im Zusammenhang mit Emotion u. Gedächtnis.


Anja schrieb:Ich habe den Beitrag im TV nicht gesehen, aber ich gehe davon aus, dass die Hundetrainer möglicherweise die menschliche Interpretation von hündischem Verhalten meinten.

Wie oft hören wir Aussagen wie "schlechtes Gewissen", "Eifersucht", "Heimweh", "ach, er freut sich ja so" und bei genauer Betrachtung zeigt der Hund einfach nur Angst, Ressourcenkontrolle, Kontrollverlust, Übersprung oder andere Signale, die einfach gerne von Menschen nach ihrem Gutdünken ausgelegt werden.


Als Mensch kann ich mir viele Dinge nur vorstellen, wenn ich sie selbst leben oder erleben konnte. So ist das sicher auch mit Gefühlen. Hier geht sicher jeder ganz stark von sich selbst aus und die Art, wie er liebt, projiziert man vermutlich auch gerne auf seinen Vierbeiner.

LG Anja

Und hier sind die Emotionen z. B. Angst, Projektionen von Menschen auf Hunde nach gut dünken.

Angst ist eine Emotion die wissenschaftlich bewiesen wurde und nachweisbar ist.

Warum wurden Emotionen von der Evolution innerartlich/artübergreifend hervorgebracht, welche Funktionen im Gesamtgefüge des Verhaltens kommt ihm zu.
Individuen ob Mensch oder Tier hätte ohne Emotionen z. B. Angst keine Überlebenschance gehabt.
Ein Beutetier das nicht vor einem Löwen flüchtet lebt nicht lange. Beutetiere müssen lernen die Absichten des Beutegreifers zu erkennen. Dazu gehört zu verstehen in welcher Stimmung z. B. die Löwen sich befinden, sind sie satt, kann ein potenzielles Beutetier ihnen sehr nahe kommen, sind sie dagegen Jagdgestimmt müssen sie auf eine größere Distanz achten.

Tiere die in einer Gemeinschaft leben (Wölfe oder Hunde) müssen innerartlich verstehen in welchem emotionalen Zustand/Stimmung (freundlich/ärgerlich) sich die anderen der Gruppe befinden, um ein möglichst reibungsloses Zusammenleben zu gewährleisten. Ist ein Ranghöherer Wolf gut gelaunt (freundlich) kann man sich ihm nähern ist er schlecht gelaunt (ärgerlich) ist es besser abstand zu halten usw.

Das lässt sich artübergreifend auf die Mensch-/Hund – Beziehung übertragen und wird wechselseitig verstanden.
Gegenseitiges Verstehen, bedeutet nichts anderes, als die Körpersprache (Emotionen/Motivationen) der jeweils anderen Art (Mensch/Hund) zu erkennen, zu lesen und adäquat zu beantworten.


Kommunikation zwischen Mensch und Hund:
Wer z. B. die Angst (Emotion) eines Hundes der in die Ecke getrieben wird und anfängt defensiv aggressiv zu drohen (Motivation), darf sich nicht wundern, wenn er dies Signale nicht beachtet und erkennt (Stress), das er gebissen wird.

Und zu guter letzt, wie sollten Hunde eine Bindung zu uns aufbauen, wenn sie uns gegenüber keine Emotionen hätten?


LG Hans Georg


Der Mensch hat das Sozialverhalten von Hunden tief greifend verändert (D. U. Feddersen - Petersen).
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#14
Zitat von Hans Georg:
denn es gehört sehr viel technisches „Know How“ dazu.

eigentlich gar nicht. Unser Volk hatte von Beginn an dieses Know-How. Wissenschaft beweist nur für Gläubige Menschen die nichts Wissen.


Jeder Mensch kann einen Käfer zertreten, aber die größten Wissenschaftler der Erde können keinen herstellen !!

JackZ
.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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#15
Anjin schrieb:
Anja schrieb:Ich habe den Beitrag im TV nicht gesehen, aber ich gehe davon aus, dass die Hundetrainer möglicherweise die menschliche Interpretation von hündischem Verhalten meinten.

Wie oft hören wir Aussagen wie "schlechtes Gewissen", "Eifersucht", "Heimweh", "ach, er freut sich ja so" und bei genauer Betrachtung zeigt der Hund einfach nur Angst, Ressourcenkontrolle, Kontrollverlust, Übersprung oder andere Signale, die einfach gerne von Menschen nach ihrem Gutdünken ausgelegt werden.

Und hier sind die Emotionen z. B. Angst, Projektionen von Menschen auf Hunde nach gut dünken.

Angst ist eine Emotion die wissenschaftlich bewiesen wurde und nachweisbar ist.

Huhu Hans Georg,

hier haben wir irgendwie aneinander vorbei kommuniziert, da ich Angst nicht als Nicht-Emotion bezeichnen wollte.

Mir ging es darum, die häufig mehr auf der menschlichen Seite vorkommenden Emotionen und damit verbundenen Projektionen auf Hunde heraus zu stellen, die SO vermutlich beim Hund in diesem Moment nicht vorhanden sind.

Mir fällt dazu z.B. das Thema Trennungsangst ein. Hier wird schrecklich viel interpretiert in Richtung "der liebt mich so, der will immer bei mir sein". Um mal etwas ganz Banales zu nennen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#16
Trennungsangst ist ein gutes Beispiel.
Betrachte dir die Trennungsangst bei Kindern und erkläre mir den Unterschied zu der beim Hund.
Warum sagen Kinder "Mami, geh nicht weg" oder "ich will zu Mama!" und weinen, wenn Mama nicht gleich da ist?


(irre ich mich, HG, oder stehen wir tatsächlich mal auf einer Seite? geschockt )
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#17
Und wir reden immer noch aneinander vorbei...

Mir fällt nur momentan nichts ein, um zu verdeutlichen, was ich meine. coffee

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#18
Hallo Anja,


Deine Intention war mir schon klar, ich habe mehr oder weniger darauf aufmerksam machen wollen, dass es richtig ist wie du es gedacht hast.

Wir sollten nämlich erkennen, dass es zwei Themen sind die unterschieden werden sollten.

1. Die Emotionen Mensch/Hund die es für dich ohne zweifel gibt.

2. Die häufige Ursache für Missverständnisse, wenn Menschen hundliches Verhalten fehlinterpretieren und zur unreflektierten Vermenschlichungen neigen.

Insofern denke ich, liegen wir nicht so weit auseinander


LG Hans Georg


Der Mensch hat das Sozialverhalten von Hunden tief greifend verändert (D. U. Feddersen - Petersen).
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#19
Hallo jacky,

jacky schrieb:Zitat von Hans Georg:
denn es gehört sehr viel technisches „Know How“ dazu.

eigentlich gar nicht. Unser Volk hatte von Beginn an dieses Know-How. Wissenschaft beweist nur für Gläubige Menschen die nichts Wissen.


Jeder Mensch kann einen Käfer zertreten, aber die größten Wissenschaftler der Erde können keinen herstellen !!

JackZ

Dazu meine Meinung.

Das was Naturvölker an Erfahrungen gesammelt haben, steht für mich in keinem Widerspruch zu dem, was Wissenschaft an Erkenntnissen hervorgebracht hat, auch wenn du einen solchen immer wieder gerne konstruierst. Denn man möchte doch diese mystischen Elemente, die auf Glauben und Wissen beruhen für sich reklamieren.

Es ist ganz normal und logisch, das Naturvölker die Krankheiten die Evolutionsbedingt lokal auftraten mit ihren traditionellen Methoden ganz gut behandel konnten und können.

Wogegen sie aber macht und hilflos waren und sind, sind die Krankheiten die einmal durch Eroberer eingeschleppt wurden und die, die nur operativ zu behandeln waren und sind usw.

Spontanheilungen und die Selbstheilungskräfte bei den unterschiedlichsten Krankheiten, sind auch in unserer Zivilisation zu einem sehr hohen Prozentsatz die Regel, das wird nur nicht so gerne wahrgenommen.

Selbst Tiere z. B. Schimpansen haben ihre eigene Natur-Apotheke und behandeln sich auf diese Art.

Es gibt eine Geschichte aus Amerika von Indianern die einen Bären beobachtet haben der eine Verletzung mit Pflanzen behandelt hatte, von dem sie wiederum diese Methode lernten.

Wissenschaftler lernen auch von der Natur und ahmen sie nach, ihre Methoden liegen also genauso in der Natur.

Es sind Wissenschaftler die den Funktionen der Natur(heilmitteln) auf die Spur kommen und diese Geheimnisse lüften, so auch erst kürzlich mit der Akupunktur.

Es wird eine Frage der Zeit sein, bis es der Wissenschaft gelingt im Labor selbst Leben herzustellen, ob man dafür ist oder nicht, ob es wünschenswert ist oder nicht.

Und noch eine Anmerkung zum nachdenken.

Alleine in Europa gab es immer wieder Epidemien (Pest, Cholera usw.) der Millionen Menschen zum Opfer fielen, dabei wurden ganze Landstriche leer gefegt, ohne den Fortschritt in der Medizin(technik) wäre das Heute noch so.

Was glaubst du wie viele Menschen die heute Leben, wären dadurch gar nicht erst geboren worden?


LG Hans Georg


…Verachte nur Vernunft und Wissenschaft, des Menschen allerhöchste Kraft … (Goethe).
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#20
Die Wissenschaft..... aber ist es in Ordnung das zB. Frühchen immer eher am leben gehalten werden, die zwar Leben, aber einige Schäden haben und die dann sehen müssen wie sie damit klar kommen. Hat nicht unsere so tolle Zivilisation, erst viele Krankheiten hervorgebracht?
Ich weiss nicht ob es so gut ist, das unsere Instinkte verschwinden und unser Bauchgefühl abstirbt. Warum muss eigentlich alles wissenschaftlich belegt werden, was meist eh nur solange stimmt, bis jamand das Gegenteil beweißt.

Warum muss eigentlich die Beziehung Mensch Hund wissenschaftlich belegt werden?
Ich denke so wird bei der Arbeit mit den Hunden viel kaputtgemacht, da leider die Intuition verloren geht, wenn ma zuviel hinterfragt.

Wenn man mit Tieren arbeitet ist es doch eigentlich egal ob gewissen Sachen wissenschaftlich belegt werden können, wichtig ist doch nur das man kommuniziert, auf welcher Ebene ist doch egal. Es gibt ja nun auch welche die wissenschaftlich nicht nachzuweisen sind.
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