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Was tut der Hund für den Menschen?
#1
(13.07.2010, 23:03)jacky schrieb: Wieso springen sie nicht selbst über Stangen beim Agility,
wenn SIE einen Pokal wollen und der Hund Extrem-Sportgerät ist.....

Hallo Jacky

Hier würde ich aber ganz klar trennen, zwischen der Selbstbestätigung eines Menschen über den Hund und dem m.E. wünschenswerten Hintergrund, dem Hund eine sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen. Diese muss jedoch auf die Anlagen des Hundes abgestimmt sein.
Wenn ich z.B. meinen Schlüssel verstecke und diesen dann nicht selber wieder suche, sondern meinen Hund schicke, möchte ich mich nur ungern in erstere Schublade stecken lassen.

(13.07.2010, 23:03)jacky schrieb: Der Hund macht das auch, er macht ALLES für seinen Menschen, weil ihn das glücklich macht, das steht unter seiner Selbstehre. Er würde sein Leben geben für seinen Menschen und auch seine Ehre und Selbstachtung !!

In diesem Punkt widerspreche ich dir entschieden. Das Märchen, dass unsere Hunde alles aus Liebe für uns tun, ist eine Illusion, der viele gerne nachhängen.
Der Hund ist ein Opportunist und hat ganz einfach gelernt, dass es besser für ihn ist diese Dinge zu tun. Im besten Falle hat er sogar Spaß daran, wenn mein o.g. Punkt in Ansatz kommt.
Und dass ein Hund sein Leben für den Menschen geben würde.... nun ja, ist grob gesagt Schmarrn. Das hat ganz andere Gründe.

Viele Grüße
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#2
Ihr denkt wirklich, dass eure Hunde euch respektieren und achten? So enschliche Gefühle (die auch von Menschen erlernt werden müssen) messt ihr euren Hunden zu? Das finde ich doch ein wenig vermessen! Hunde sind tolle Tiere und auch kluge. Sie haben vieleicht Respekt vor euch aber respektieren euch? Und auch würde mich sehr interessieren, wie ihr euren Hunden beibringt, euch zu achten.

Mein Hund hat Respekt vor mir: mal mehr, mal weniger aber mehr "menschliche Achtungsgefühle" traue ich meinem Hund nicht zu.
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#3
Hallo Christin

Ich denke auch, hier geht die Vermenschlichung denn doch ein Stück zu weit.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#4
(14.07.2010, 09:54)pueppichen schrieb: Ihr denkt wirklich, dass eure Hunde euch respektieren und achten? So enschliche Gefühle (die auch von Menschen erlernt werden müssen) messt ihr euren Hunden zu? Das finde ich doch ein wenig vermessen!


Warum fragst Du, wenn Du dasselbe denkst? :

(14.07.2010, 09:54)pueppichen schrieb: Mein Hund hat Respekt vor mir: mal mehr, mal weniger aber mehr "menschliche Achtungsgefühle" traue ich meinem Hund nicht zu.
Schöne Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Susann


Wende Dein Gesicht der Sonne zu und Du lässt die Schatten hinter Dir.


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#5
Hallo Susann

Ich denke hier geht es einfach nur um die Interpretation der Aussage.

Im umgangssprachlichen Gebrauch hat die Formulierung "Respekt vor jemandem haben" eine ganz unterschiedliche Bedeutung zu "jemanden respektieren".

So habe zumindest ich Christin verstanden.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#6
In meinen Augen ist das dasselbe.


Genaus wie:

jmd. achten - vor jmd. Achtung haben
Schöne Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Susann


Wende Dein Gesicht der Sonne zu und Du lässt die Schatten hinter Dir.


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#7
Nun, nur mal ein Beispiel:

Vor meinem Chef kann ich Respekt haben, weil er eine Autoritätsperson ist und mir - eben bei Respektlosigkeit - negative Konsequenzen entstehen könnten.
In diesem Sinne sehe ich, dass ein Hund Respekt haben kann.

Diesen Chef muss ich aber nicht unbedingt auch respektieren, sprich achten. Weil er vielleicht ein Miststück, unkollegial ist, seine Machtposition ausnutzt oder einfach ein Idiot ist.

Zu diesen Reflektionen ist ein Hund nun wieder nicht in der Lage und kann deshalb auch niemanden respektieren oder achten.

Der Duden erklärt Respekt u.a. auch mit "Scheu", während respektieren nur die Bedeutung von achten, anerkennen und gelten lassen hat.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#8
(14.07.2010, 09:27)Trudel schrieb:
(13.07.2010, 23:03)jacky schrieb: Wieso springen sie nicht selbst über Stangen beim Agility,
wenn SIE einen Pokal wollen und der Hund Extrem-Sportgerät ist.....

Hallo Jacky

Hier würde ich aber ganz klar trennen, zwischen der Selbstbestätigung eines Menschen über den Hund und dem m.E. wünschenswerten Hintergrund, dem Hund eine sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen. Diese muss jedoch auf die Anlagen des Hundes abgestimmt sein.
Wenn ich z.B. meinen Schlüssel verstecke und diesen dann nicht selber wieder suche, sondern meinen Hund schicke, möchte ich mich nur ungern in erstere Schublade stecken lassen.

Das trenne ich auch ganz klar, deshalb sprach ich gleich von "Extremesportlern", das schließt ja schon aus, das ich damit auch Menschen meine, die aus anderer Intension Agility machen.

(14.07.2010, 09:27)Trudel schrieb:
(13.07.2010, 23:03)jacky schrieb: Der Hund macht das auch, er macht ALLES für seinen Menschen, weil ihn das glücklich macht, das steht unter seiner Selbstehre. Er würde sein Leben geben für seinen Menschen und auch seine Ehre und Selbstachtung !!

In diesem Punkt widerspreche ich dir entschieden. Das Märchen, dass unsere Hunde alles aus Liebe für uns tun, ist eine Illusion, der viele gerne nachhängen.

Diesen Widerspruch verstehe ich nicht. Es steht nirgends das der Hund das aus Liebe macht, nur das er es tut und das ist sicher kein "Schmarrn". kopfkratz

(14.07.2010, 09:27)Trudel schrieb: Und dass ein Hund sein Leben für den Menschen geben würde.... nun ja, ist grob gesagt Schmarrn. Das hat ganz andere Gründe.

Viele Grüße

andere Gründe? Als welche? Wie kann es andere Gründe haben, wenn es ein Schmarrn ist, das sie es tun? kopfkratz

Ich würd das gerne verstehen. freuen
.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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#9
(14.07.2010, 11:04)Trudel schrieb: Nun, nur mal ein Beispiel:

Vor meinem Chef kann ich Respekt haben, weil er eine Autoritätsperson ist und mir - eben bei Respektlosigkeit - negative Konsequenzen entstehen könnten.
In diesem Sinne sehe ich, dass ein Hund Respekt haben kann.

Diesen Chef muss ich aber nicht unbedingt auch respektieren, sprich achten. Weil er vielleicht ein Miststück, unkollegial ist, seine Machtposition ausnutzt oder einfach ein Idiot ist.

Klingt wie beim Hund. Der lässt sich nicht von unsouveränen Menschen führen, der muss die Persönlichkeit des Menschen schon achten, damit beide ein gutes Team werden. Da helfen dann meist nichtmal negative Konsequenzen, das er dennoch ein gehorsamer Hund sein kann. Da muss der Mensch an sich und seiner Souveränität arbeiten.

(14.07.2010, 11:04)Trudel schrieb: Zu diesen Reflektionen ist ein Hund nun wieder nicht in der Lage und kann deshalb auch niemanden respektieren oder achten.

Bewusst, wie der Mensch grübelt ein Hund darüber sicher nicht nach, oder doch? Ich bin mir da gar nicht so sicher, das sie dazu so gar nicht in der Lage sind.

Also unsichere Menschen behandelt Shun-kah anders, als sichere. Es gibt auch Menschen, die achtet/respektiert er weniger als andere. Kommt ganz darauf an, wie achtvoll die Menschen selbst sind, denen er begegnet.

GreetZ

jacky
.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
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#10
Hallo Jacky

Ich stoße mich an der Formulierung: "Es macht den Hund glücklich, das alles für seinen Menschen zu tun".

Ich glaube nicht, dass Glück in diesem Sinne ein Gefühl ist, das Hunde erleben.
Es geht ihnen gut oder schlecht. Sie sind motiviert oder nicht. Sie erleben einen positiven oder negativen Reiz. Aber nicht das Glück, etwas für jemanden zu tun.

Dass Hunde - unter gewissen Umständen -ihr Leben auf`s Spiel setzen, stelle ich nicht infrage, nur dass sie es für ihren Menschen tun.
Sie tun es aus reinem Selbsterhaltungstrieb. Das Rudel, das für den Hund die Basis für seine Existenz darstellt, wird verteidigt. Nicht der Mensch, sondern einzig und allein die eigene Existenz.
Er hat hier , grob gesagt, keine andere Intention, als wenn er sein Futter verteidigt.
Wie gesagt, Hunde sind Opportunisten und könnten sie reflektieren, dass z.B. Herrchen im Ernstfall ihn ja weiterfüttert, würde er sich ein Ei drauf pellen, ob Frauchen nun in Gefahr ist oder nicht.
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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