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Hund mit Blaulicht zum Tierarzt
#1
Information 
Gestern am Mittwoch den 02.06.2010 ereignete sich in Sprockhövel ein tragischer Unfall mit einem Hund, der einen Stock verschluckte.

Da ortsansässige Tierärzte zur Mittagszeit nicht erreichbar waren, wurde die Feuerwehr Sprockhövel gerufen.

Als die Feuerwehr eintrat, litt der Hund bereits an Atemnot. Man zögerte nicht lange und für den Hund sowie sein Herrchen mit Blaulicht und Martinshorn in den nahe gelegenen Ort Schwelm, zu einem dort ausfindig gemachten Tierarzt.


Quelle: Feuerwehr Sprockhövel Pressestelle



Ein Thema das immerwieder in Diskussion tritt.

Der Rat bei lebensbedrohlichen Verletzungen eines Tieres sollte somit immer sein. Ruf die Feuerwehr, wenn der Weg zum Tierarzt mit eigenen Mitteln länger dauern könnte.



.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#2
Hi Thomas,
gut daß Du das mal ansprichst, mir wurde das auch erst vor ein paar Monaten klar als ich mich zur Brandschutzbeauftragten ausbilden lassen mußte.

Die Feuerwehr ist wirklich immer der Ansprechpartner in aussichtslosen Notlagen. Die haben bei sich selben der Spruch: Wir helfen wenn Dir keiner mehr hilft.

Irgendwie ist das im Bewußtsein der Leute so gar nicht drin.
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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#3
Das ist ein super Tip, weil ich diesen Gedanken noch nicht hatte.

Ich weiss zwar das man bei Tieren auch die Feuerwehr rufen kann, wie z.B.
Katze sitzt auf dem Baum und kommt nicht mehr runter, bei Verletzungen oder
eben echten Notsituationen (Lebensgefahr) hätte ich da jetzt aber nicht drann gedacht sondern mich selber um den Transport gekümmert der
dann langsamer vonstatten gegangen wäre.

Hauptsache sie kommen dann auch, also nicht das die örtliche Feuerwehr
einen dann am Telefon abwürgt.

Ist das eigentlich sicher, also das sie kommen müssen wenn es sich um
ein Tier = Sache handelt was zu Hause liegt wie bei diesem Beispiel mit dem Stock?
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#4
(03.06.2010, 08:47)Jasmin schrieb: Hauptsache sie kommen dann auch, also nicht das die örtliche Feuerwehr
einen dann am Telefon abwürgt.

Ist das eigentlich sicher, also das sie kommen müssen wenn es sich um
ein Tier = Sache handelt was zu Hause liegt wie bei diesem Beispiel mit dem Stock?

Feuerwehrverordnung
§ 9 FwVO Allgemeines, Ausbildungsinhalte

(3) Die Ausbildung ist insbesondere auszurichten auf
2. Die Rettung von Tieren


Weiter ist das in den Brandschutzgesetzen der einzelnen Laender geregelt. Folgende Regelung kommt in ähnlicher Form so vor:

Zitat:Hilfeleistung umfasst alle Maßnahmen zur Abwehr von Gefahren für Personen, Tiere, Sachen und die Umwelt bei Unglücksfällen oder Notständen.

Ist also die Verhältnismäßigkeit gegeben rettet die Feuerwehr auch.

Wann die Feuerwehr dann mit Martinshorn und Blaulicht fährt liegt im Ermessen der Feuerwehr, die sich dann nach der Sonderregelung laut STVO verhalten muss.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#5
gut zu wissen ... freuen
(was ich hoffentlich nie brauchen werde!)

wer trägt in so einem Fall eigentlich die Kosten für den FW-Einsatz?
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#6
Ich denke der Halter, weil ist ja kein Wildtier dem geholfen wird.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#7
(03.06.2010, 09:39)Trailer schrieb: wer trägt in so einem Fall eigentlich die Kosten für den FW-Einsatz?

Dafür gibt es keine Regelung, bzw hängt es davon ab, wie die Feuerwehr diesen Fall einstuft und meldet.
Macht also immer Sinn, sich mit der Feuerwehr gut zu halten zwinkern

Liegt also im Ermessen der Feuerwehr.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#8
Jo, aber wer hat schon Kontakt zur Feuerwehr,
ist eine Einrichtung die ich GsD noch nie beanspruchen mußte.

Also, wenn was ist, lieb und nett sein (sind wir ja freuen) und auf Symphatie
hoffen damit die Rechnung nicht die Haushaltskasse sprengt. freuen
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#9
Jasmin, man muss die Leute nicht persönlich kennen, aber ich habe es bspw. schon erlebt, dass welche da anrufen und wortwörtlich sagen, "du musst kommen, mein hund ist krank" wenn dann etwas nachgefragt wird, kommen nur patzige Antworten, als können die in der Leitstelle hellsehen.



.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#10
Ich hab schon zwei sehr unterschiedliche Fälle in zwei verschiedenen Orten/Städten erlebt.

Einmal rutschte mein Hund in einen Fluss mit künstlich angelegten Ufern aus Beton und kam nicht mehr raus, nirgends eine Möglichkeit das er sich rausziehen konnte und keine Möglichkeit die steile Böschung nach unten klettern für den Menschen.

Ein Stück weiter vorne kam eine Art künstlich angelegter Wasserfall. Sam schwam also gegen die Strömung und versuchte verzweifelt sich irgendwo festkrallen und hochziehen.

Wir riefen sofort die Feuerwehr des Ortes, die kamen gleich mal mit nem Schlauchboot angefahren und zogen den völlig erschöpften Sam aus dem Wasser, fuhren ein Stück mit ihm den Fluss aufwärts und ließen ihn dort wieder aus dem Boot.

Ich musste nichts zahlen, die Leute waren total nett und fühlten sich toll, meinem Hund das Leben gerettet haben. Ein wundertolles zwischenmenschliches Erlebnis war das. freuen

Das andere mal, in einer anderen Stadt, riefen wir die Feuerwehr weil mein Hund inne tiefe Schlucht innem Wald mitten inner Stadt gestürzt ist. Er hatte sich die Vorderbeine schwer verletzt, die Lunge war gequetscht, er konnte also auf keinen Fall seine 40 Kilo selbst aus dem Wald heraus bewegen.

Dort wimmelte die Feuerwehr uns gleich am Telefon ab, rechnete gleich mal vor, was der Einsatz ca. kosten könnte und beschwerten sich, das in dieser Zeit "richtige" Notfälle anrufen könnten.

Das fand ich damals wirklich schockierend in diesem Moment..........................ich konnte auch gar nicht herumdiskutieren, wollte ja meinem Hund helfen............da fühlste dich dann schon erstmal völlig im Stich gelassen........in diesem Moment half mir kein Paragraph.......

Am Ende sitzt da doch immer ein Mensch, dessen Einstellung Hilfe verweährt, erschwert, oder eben doch sofort mit Herz und Blut dabei ist........von letzteren könnte es, gerade in solchen Bereich, einige mehr geben. freuen
.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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