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Meine erste Präsentation vor vielen misstrauischen Fremden
#31
Wir denken an dich!
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#32
Hi Anja,

Du schaffst das!
Sei Du selbst, Du hast schon genug Erfolge daß Du dich da nicht zu verstecken brauchst.

Aktiviere Dir die Leute frühzeitig, laß sie auch ihre Wünsche und Vorstellungen darlegen, dann fühlen sie sich gleich viel mehr ernst genommen und das Eis dürfte gebrochen sein.
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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#33
Bin echt froh, dass ich das hier mit Euch teilen kann...

Danke dafür.
LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#34
[Bild: mx63.gif]
.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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#35
Lest doch einfach mal drüber, wenn Ihr Zeit habt:

Präsentation

1) Name, Herkunft ursprünglicher Beruf
Sandra XXX, seit 2 Jahren an meiner Seite als Assistentin im Unterricht und Vertretung im Urlaubs- oder Krankheitsfall

2) Kindheit bis 31 Leihhunde, dann Traum Hovawart
-> seit 9 Jahren Hundearbeit
-> seit 8 Jahren Trainerschein IRJGV
-> diverse Seminare
- Perdita Lübbe-Scheuermann
- Anita Balser (Hundeteamschule)
- Günter Bloch
- Thomas Rotner (Blindenführhundearbeit)
- Berufsverband der Hundetrainer und Verhaltensberater (BHV) für wissenschaftliche Grundlagen (Celina DelAmo, Dr. Ursula Breuer etc.)
Bester Trainer war jedoch mein Hund und die Hunde meiner Kunden, mit denen ich täglich arbeite.

3) Während meiner Vereinsarbeit kreuzte D.R. meinen Weg, weil sie mit ihrer Hündin bei uns üben wollte. Wir versuchten dann über einige Zeit auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu kommen und im Verein zusammen zu arbeiten, dies war uns jedoch aufgrund unserer sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten und vor allem aufgrund der weit auseinander liegenden Einstellungen zum Thema Hund nicht möglich.

4) Hiermit komme ich auch zum ersten brisanten Punkt des Abends:
-> es ist der Wunsch von Wolfgang, dass ich als externe Trainerin für seinen Verein arbeite
-> mir stellt sich die Frage, ist das auch IHR/EUER Wunsch?
-> seid Ihr mit der Arbeitsweise von Dagmar glücklich und zufrieden gewesen und wundert Euch nun, was die Leibfried hier eigentlich soll?
-> meine Arbeit unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von dem, was bisher gelehrt und gearbeitet wurde, das zeigen mir Erfahrungswerte von früher aus der gemeinsamen Zeit und von heute, wenn ich mit Menschen und ihren Hunden arbeite, die ihre Grundlagen bei Dagmar erworben haben.
-> wichtig ist mir an dieser Stelle, dass ich D’s Arbeit nicht schlecht machen möchte, sie ist einfach nur völlig anders und verfolgt ein anderes Ziel mit einem anderen pädagogischen Hintergrund.

-> W. (1. Vorsitzender) zeigte mir auf dem Vereinsgelände einen Spruch, der da sinngemäß heißt, dass jeder Hundehalter einen anderen Anspruch an sich und seinen Hund hat, und das so auch vollkommen in Ordnung ist.
- Dem möchte ich ein ganz klein Wenig widersprechen, da ich es so empfinde, dass unsere GESELLSCHAFT mit zunehmendem Druck durch Politik und Medien einen Anspruch an UNS als Hundehalter hat, dem wir gerecht zu werden HABEN, ob uns das passt, oder nicht. Das bedeutet, wir brauchen einen Hund, der mit uns kooperiert, und nicht nur EIGENTLICH meistens hört.

5) Es geht mir bei meiner Arbeit nicht darum, einen vierbeinigen Roboter zu erschaffen, der nur noch stumpf funktioniert, sondern es geht mir darum, Menschen die Muttersprache ihrer Hunde zu zeigen und begreiflich zu machen, damit Sie ihre Hunde LESEN und auch ganz einfach zu ihnen sprechen können.


6) Sie werden von mir erklärt bekommen, was WIE von Ihrer menschlichen Kommunikation bei Ihrem Hund ankommt.
Sie werden lernen, warum Ihr Hund gerade nicht das tut, was sie von
Ihm wollen, sobald Sie kein Futter mehr in der Hand halten.
Sie werden den Unterschied zwischen Bestechung und Bestätigung
verstehen lernen.
Sie werden den Unterschied zwischen locken und führen erkennen.
Sie werden bei mir lernen, ihrem Hund nicht zur zu sagen, was Sie toll finden,
sondern Sie dürfen und SOLLEN bei mir auch unerwünschte Verhaltensweisen
Ihres Hundes sehr deutlich korrigieren.

7) Und hier kommen wir nun zum zweiten brisanten Punkt des Abends:

WIE dürfen Sie sich das vorstellen

Alles bei mir läuft unter dem Oberbegriff KOMMUNIKATION

Ich arbeite über die MUTTERSPRACHE des Hundes, die KÖRPERSPRACHE.

Wir Menschen sind, wie Hunde auch, durchaus in der Lage, mittels unserem Körper und den Maßnahmen, die von ihm ausgehen, anderen Lebewesen wortlos zu vermitteln, was gerade angesagt ist. Hunde bewerfen sich untereinander nicht mit Futter, sie bewegen sich durchs Leben aufgrund der Regeln und Gesetze, die sie untereinander durch Körpersprache aushandeln.

In unserem Fall sollten WIR diejenigen sein, die die Regeln aufstellen und dem Hund einen Rahmen zur Verfügung stellen, innerhalb dessen er sich bewegen darf. Bei manchen Hunden wird dieser Rahmen etwas enger sein müssen, als bei anderen, bei manchen Hunden wird die Überschreitung von Grenzen deutlicher mit Konsequenzen belegt werden müssen, als bei anderen, FAKT ist, dass JEDER Hund auf dieselbe Weise lernt, nämlich aus den Konsequenzen seines Tuns.

Die Konsequenzen jedoch sind es, die wir individuell auf das jeweilige Mensch-Hund-Team anpassen müssen, weswegen Frau Maier für ihren Hund von mir möglicherweise einen Rat bekommen wird, mit Fiffi umzugehen, während ich denselben Tip Frau Müller mit Lina niemals geben würde.

cool Lernen und konditionieren findet fast in jeder Minute unseres Zusammenlebens mit dem Hund statt. Auch, wenn sie gerade essend am Tisch sitzen, Fiffi sie über die Tischkante hinweg mit flehenden Augen und eingefallenem Gesicht anschaut, und Sie nur einen Moment hin sehen und vielleicht sagen „neeeeein, Du hast doch gerade eben erst Dein Napfi gehabt“.

Ihr Hund lernt nicht nur auf dem Hundeplatz, Ihr Hund lernt nicht nur beim Üben, Ihr Hund lernt vom LEBEN.

9) Der Aufbau von Hörzeichen, Kommandos, Signalen, was auch immer man dazu sagen möchte, läuft bei mir grundsätzlich über Körpersprache, Futter- oder Spielmotivation und über positive Verstärkung. Noch bevor der Hund das eigentliche Hörzeichen lernt, lernt er ein Auflösewort, das ihm bedeutet, dass das soeben ausgeführte Signal nun beendet ist. Damit wird das Überflüssigste Wort in der Hundeerziehung ad absurdum geführt. Das BLEIB.

Ein sauber aufgebautes und generalisiertes Hörzeichen braucht so gut wie keine Korrekturen. Kommt unser pubertierendes Junghund dann aber eines Tages doch auf die Idee, ich schau mal, was passiert, wenn ich aufstehe, obwohl ich noch kein OKAY gehört habe, dann wird er merken, dass diese Idee nicht gut war, und sofort mittels unserer Hände oder unseres Körpers wieder in die Position zurück befördert, aus der er sich unerlaubt entfernt hat. Wer behauptet, dass Hunde von diesen Korrekturen „traumatisiert“ werden, hat das grundsätzliche Miteinander von Caniden/Hunden nicht verstanden. Hunde setzen untereinander sehr deutliche Grenzen, brauchen und wollen das so, und sie brauchen und wollen diese Grenzen auch von uns, um sich sicher und geschützt zu fühlen.

Korrekturen MÜSSEN individuell angepasst unangenehm sein, aber sie sollen und dürfen niemals weh tun. Der Hund sollte nach möglichst einer einzigen Korrektur verstanden haben, dass sich diese Verhaltensweise NICHT lohnt und sofort die Gelegenheit bekommen, die alternative und korrekte Verhaltensweise zu zeigen, was dann von uns bestätigt werden kann.

10) Was läuft in einem Hunderudel ab, wenn ein neues Mitglied hinzu kommt?
Es gibt Grenzen, Grenzen, Grenzen. Ein Neuling kann froh sein, wenn er atmen und sich minimal bewegen darf. Er muss sich untersuchen, beschnüffeln und abchecken lassen, bewegt er sich zu forsch, gibt es körperliche Verwarnungen. Stück für Stück darf er sich die Privilegien, die seinem Status in der hündischen Gesellschaft zustehen, erarbeiten und verdienen, um seinen Platz im Rudel zu finden.

Was läuft bei uns Menschen ab, wenn ein Hund dazu kommt
Der Hund wird von morgens bis abends betüdelt, zugetextet, verfolgt, mit Liebe zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten zugeschmissen, er hat oft gar keine Chance, sich an UNS zu binden, weil wir ja eh immer schon überall anwesend und präsent sind. Er hat gar keine Zeit, sich an uns zu orientieren, weil wir ihm ja eh den ganzen Tag hinterher laufen, sei es an der Leine, im Haus oder sonst wo. Wir sind überbesorgt, ob es dem Kleinen auch ja an nichts fehlen mag, pünktlich auf die Minute liefern wir die schmackhaftesten und gesündesten Malzeiten frei Napf und merken gar nicht, wie wir dem Hund das Wesentliche seines Lebens verwehren.

DIE FÜHRUNG.

Führung ist, wenn mein Hund mich und meinen Körper respektiert.
Führung ist, wenn mein Hund nicht an mir herum zerrt.
Führung ist, wenn mein Hund an jedem Ort dieser Welt von mir aus jeder Situation abrufbar ist.
Führung ist, wenn ich meinen Hund an jedem Ort dieser Welt für einen Zeitraum meiner Wahl an einem Ort fixieren kann, ohne ihn anzubinden oder einzusperren.
Führung ist, wenn mein Hund MIR überlässt, ihn zu schützen, und nicht an der Leine pöbelt, wenn uns etwas begegnet, was ihn reizt.
Führung ist, wenn mein Hund MIR überlässt, zu entscheiden, wer oder was gejagt wird.
Führung ist, wenn mein Hund draußen kurz über Blickkontakt Rücksprache hält, wenn etwas passiert, das ihn reizt oder verunsichert.
Führung ist, wenn ich kein Futter brauche, um einen Wunsch von meinem Hund erfüllt zu bekommen.
Führung ist, wenn sich mein Hund an mir orientiert und mir von sich aus gerne folgt.
Führung ist gegenseitiger Respekt ohne Angst.

Es gibt viele Dinge, die kann mein Hund besser als ich, darin unterstütze und fördere ich ihn. Die allerwenigsten Hunde sind jedoch zum Führen geboren, werden aber von ihren Hundehaltern durch unsere weichgespülte und emotionale Einstellung dazu gezwungen, genau das zu tun.

Gewalt, Drill und Starkzwang war früher, heute ist aber leider überall nur noch Leckerlie, Wattebauschwerferei und Weichspülung zu haben.

Mein Weg liegt in der Mitte.

Ich finde es einfach FAIR, meinem Hund eine so viele Informationen wie möglich zu geben, was mir gefällt und was nicht. Dazu muss es einen deutlichen Unterschied im Feedback geben, woher soll mein Hund sonst wissen, wenn er einen Fehler macht?

Ignorieren bedeutet für mich dulden. Ein paar wenige Hunde kann man mit Ignorieren von Fehlverhalten erziehen, jedoch die allerwenigsten Menschen können WIRKLICH richtig ignorieren, wie Hunde es können. Meist bekommt der Hund dann doch Aufmerksamkeit für sein Fehlverhalten, und sei es nur ein Blickkontakt. Einige Spezialisten belohnen dann auch unmittelbar nach dem ca. 3 Sekunden dauernden Ignorieren. Also bekommt er sowieso Bestätigung dafür, dass er gerade Fehlverhalten gezeigt hat. Und die Leute wundern sich dann, dass der Hund das Anspringen, Betteln, Kläffen, etc. nicht sein lässt.

Trainingsaufbau der praktischen Art:

1) Ist-Stand-Analyse (Bestandsaufnahme der wichtigen Signale)
2) Führen und kommunizieren über Körpersprache
3) Aufbau und Verwenden eines Abbruchsignals über Körpersprache
4) Leinenführung im Angesicht von Reizen
5) Aufbau der Signale steh-sitz-platz mit Körpersprache und Korrektur
6) Bindungsaufbau durch Führung, Kommunikation und Klarheit
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#36
Ich habe es nur überflogen, da ich im Büro bin.

Einige Dinge kann ich aus Erfahrung sagen, laufen anders ab...wie z.b. in einem Hunderudel (die wenigsten werden ein Rudel haben was aus mehr als 2 Hunden besteht und was dann auch erst ein wirkliches Rudel ist) kann vielleicht so sein das es so abläuft, bei uns zogen immer Welpen oder Junghunde ein und das war eben anders.

Aber, will jetzt darauf nicht rumreiten, ich persönlich finde das jetzt ein wenig zu ausführlich.
Also die Präsentation selber weil das sind ja Gebiete, die ihr erarbeiten wollt.
Du willst ja jetzt kein Seminar oder Vortrag zum Thema Kommunkation/Muttersprache des Hundes abliefern...

Also die Oberbegriffe evtl. einfließen lassen weil Du DAS erarbeiten möchtest aber eben nicht ins Detail gehen, geht ja auch nicht.
Sonst sitzt Du ja um 24 Uhr noch da.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#37
Hm.... Sag mal is das nicht erstmal ein Kennenlerntreffen? Oder sollst du wirklich dich und deine Arbeit so richtig vorstellen? Mir erscheint das alles..... bisschen viel....

Ich glaube, ich würde das nich alles wissen wollen wenn ich meinen neuen Trainer kennenlernen soll.
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#38
Moin Anja,
bin grad in der Uni, die Zeit reichte nur zum Überfliegen. Mir gefällt dein Vortrag, ist ein schöner Überblick.
Kannst ja live noch bissel kürzen, wenn deine Zuhörer wiedererwartend abschweifen.

Wünsche dir ganz viel Erfolg, vertrau DIR! zwinkern
Gruß
Norbert zwinkern
Jap, ich lebe meist in meiner eigenen Welt, es ist ok, die kennen mich da!
...wer die Musik nicht hört, hält den Tanzenden für wahnsinnig.
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#39
Ich finde es sehr gut beschrieben.

Kurz und knapp, aber alles drin.

In der Regel variiert man ja so eine Gesprächsrunde, indem man beobachten, wie die Leute auf die einzelnen Themen reagieren.

Wird es langweilig, lockert man es auf und hält sich kurz.

Vielen Themen werden hinterfragt und das bildet bestimmt eine harmonische Runde.


Sehr gut vorbereitet Anja. Damit kannst Du Dich sehen lassen freuen
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#40
Kurz und knapp ist es meiner Meinung nach nicht.

Es ist ausführlich, ich finde es absolut gut, aber, ich denke es sprengt den Rahmen.

Das ist mehr ein Vortrag, den man nach einem Kennenlernen abhalten kann.

So meine Meinung.

Du wirst denke ich gar nicht die Zeit haben, die ganzen Punkte so zu besprechen oder
rüberzubringen.

Damit meine ich aber so ab Punkt 7.

Deshalb mein Tip, stelle Dich vor, so wie Du es ja auch beschrieben hast,
die einzelnen Punkte aber selber, nur umreissen, nicht so erklären wie beschrieben weil
das hat mit der Vorstellung meiner Meinung nach nichts zu tun sondern geht zu tief ins Detail.

Mach sie neugierig, aber gebe das noch nicht alles Preis.... vor allem wenn das evtl.
sehr unerfahrene Menschen sind.... das wirkt dann auf sie vielleicht zu proffessionel.

Die Oberbegriffe aber eben nicht die Inhalte im Detail.

In dieser Form wäre es für mich dann eher logischer, das einmal für jeden niederzuschreiben, damit sie nachlesen können, was Du genau ERARBEITEN willst.

Das wäre Vortrags- und Gesprächsstoff der über Stunden geht, also ich sag mal, 2 Stunden lockeres Zusammensitzen reicht da nicht, wenn Fragen (und die werden kommen) noch dazu kommen.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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