Umfrage: Welpenschule Ja oder Nein?
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Geführte Welpenschule/Gruppe sinnvoll oder nicht?
Es macht für den Hund keinen Unterschied, ob Du mit der Linken Hand, oder mit dem rechten Fuß kommunizierst. Für den Hund ist jegliche Kommunikation mit dem Menschen neu und somit ist es auch egal, wie kommuniziert wird. Der Hund/Welpe lernt, was verknüpft wird!

Singe ich also kreischend ein Lied und verknüpfe es mit Sitz, dann kann der Hund das genauso gut lernen, als würde ich meinen Fuß auf meinem Knie legen und dies mit Sitz verknüpfen.

Besser verstanden wird man also nicht wegen der verständlichen Kommunikation, sondern eher wegen der darauf folgenden Konsequenz.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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Auch da muss ich noch einmal widersprechen oder vielleicht auch nur konkretisieren:

Wenn ein Hund auf mich zu läuft und ich ihm mit einer gepreizten Hand entgegen trete, dann bleiben 98% aller Hunde stehen, vollkommen gleich, ob sie diese Geste je zuvor von einem Menschen gesehen haben, oder nicht.

Man kann mit seinem Körper meines Erachtens sehr gut Dinge zeigen, die man vom Hund gerade möchte, also zeigen=kommunizieren.

Natürlich wird das dann verknüpft durch die Konsequenzen, und da sind wir wieder beim Kommunizieren.

Jetzt verständlicher, was ich meine?

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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(18.08.2011, 21:38)Anja schrieb: Jetzt verständlicher, was ich meine?

Ich denke, dass ich schon verstehe was Du meinst, doch was meinte ich damit?


(18.08.2011, 21:38)Anja schrieb: Wenn ein Hund auf mich zu läuft und ich ihm mit einer gepreizten Hand entgegen trete, dann bleiben 98% aller Hunde stehen, vollkommen gleich, ob sie diese Geste je zuvor von einem Menschen gesehen haben, oder nicht.

Man kann mit seinem Körper meines Erachtens sehr gut Dinge zeigen, die man vom Hund gerade möchte, also zeigen=kommunizieren.

Ich könnte Dir Menschen vorführen, die mit gleicher Kommunikation nichts, oder gar gegenteiliges bewirken.
Anderseits könnte ich Dir ebenso Hunde vorsetzen, die sich nicht im geringsten von Dir beeindrucken lassen würden und Du gar in Gefahr wärst.


Wovon ich also ausgehe ist, dass Deine Art von Kommunikation entweder verunsichert, oder sie beeindruckt, wobei dann auch Gelerntes im Spiel ist, weil es vielleicht ähnliche Situationen mit Konsequenzen gab.

Was hier also der Punkt ist, ist die Tatsache, dass Du einen Punkt gefunden hast, worauf Hunde reagieren, weil oben genannte Punkte zutreffen.

Es besteht also auch zweifellos die Möglichkeit, fremden Menschen, die nichts mit Hunden am Hut haben, diese Gestik/Kommunikation zu lehren, doch, und hier ist genau das, was ich sagen wollte, genauso funktioniert es auch, dem Hunde einen Daumen zu zeigen, mit einkehrender Konsequenz, so dass der Hund lernt, dass ein erhobener Daumen ein Stop bedeutet.

In diesem Fall lehre ich also nicht das, was bereits beim Hund vorhanden ist, sondern eher das, wie man da hin kommt, dass der Hund bspw. stoppt.


Gleiches wäre also auch, wenn ich einem Hund schnell heimlich und hinter einer Ecke das Sitz beibringe, dann gehe ich zum Menschen und sage ihm, dass er nur den Finger heben muss, dann setzt sich der Hund hin.

Verstehst Du nun, was ich damit sagen/schreiben wollte?
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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Ja, ich verstehe es, kann mich Deiner Meinung oder Deiner Argumentation nicht zu 100% anschließen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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Das Verstehen ist auch das Wichtigste! freuen
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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Das was Anja beschreibt sehe und erfahre ich auch so. Auch als wir den Besucher Hund da hatten war die Reaktion sofort da. Ebenso bei der Züchterin selbst als es einen kurzen Hundestreit gab, war die Reaktion der Hunde sofort da.

Einen Teil der Sachen die z.B. HTS lehrt, wende ich gerne und auch erfolgreich an. Muss ich sagen
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(18.08.2011, 17:56)Thomas schrieb: Für den Hund ist jegliche Kommunikation mit dem Menschen neu und somit ist es auch egal, wie kommuniziert wird.

Hier möchte ich auch noch mal einhaken.

Wenn wir uns die Versuche von Frau Kaminski am Max Planck Institut anschauen, trifft deine Aussage m.E. so nicht zu.
Hier wurde festgestellt, dass Hunde sehr wohl, ohne vorherige Verknüpfung und Konditionierung, auf körperliche Signale des Menschen reagieren. Und zwar "korrekt".
Dies war nichtmal bei Primaten der Fall.
Für mich ergibt sich hieraus der Schluss, dass eben nicht jegliche Kommunikation für den Hund neu ist, sondern durchaus im Hund verwurzelt. Mir fällt grad kein besserer Ausdruck ein, also bitte nicht daran festbeissen. freuen
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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(19.08.2011, 14:52)Gerti schrieb:
(18.08.2011, 17:56)Thomas schrieb: Für den Hund ist jegliche Kommunikation mit dem Menschen neu und somit ist es auch egal, wie kommuniziert wird.

Wenn wir uns die Versuche von Frau Kaminski am Max Planck Institut anschauen, trifft deine Aussage m.E. so nicht zu.

Das sehe ich anders, denn genau dadurch wird unterstrichen, dass Hunde vom Menschen lernen.

Man muss dabei bedenken, dass es um Hunde geht, die auf Menschen sozialisiert worden sind. Würde man Wildhunde für diese Tests nehmen, die niemals Kontakt zum Menschen hatten, dann würde ich dem mehr Glauben schenken können. Damit diese Hunde in den jeweiligen Versuchen so reagieren konnten, mussten sie zumindest gelernt haben, den Menschen zu beobachten.

Weiter muss man auch festhalten, dass solche Versuche niemals mit Welpen gemacht wurden. Warum? Weil sie soviel noch nicht über den Menschen gelernt haben.

Ich habe unzählige Welpentests gemacht und bin mir mit unter auch deshalb sehr sicher, dass es ohne Lernen nicht geht.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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Finde ich eindeutig gut freuen
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