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Antijagdtraining über Clicker
#11
(21.05.2010, 17:44)Trudel schrieb: Eigentlich ist es dann ja aber so gut wie unmöglich, den Ursprung eines Verhaltens seines Hundes allein zu analysieren.
Naja, es geht ja nicht um den Ursprung, sondern um die Motivation.

Das ist häufig das Problem, wenn man mit Hunden aus dem Tierheim arbeitet.
Da spielt die Vergangenheit keine Rolle, da diese von allen Tierheimangestellten anders dargestellt, verändert wurde und wichtige Aspekte weggelassen worden sind.

Es spielt keine Rolle, was war, sondern nur, was die heutige Motivation dafür ist, die aus der derzeitigen Situation verändert worden sein kann.

(21.05.2010, 17:44)Trudel schrieb: Wer ist schon in der Lage - auch wenn er weit davon entfernt ist, sich seinen Hund schönzureden - die eigene Mensch/Hund Beziehung komplett emotionslos und objektiv zu beurteilen? Und meinst du nicht, dass selbst ein unabhängiger Fachmann hier über einiges hinweggetäuscht werden kann? Es sei denn, er würde über längere Zeit hinweg mit Hund und Mensch zusammen leben?
Da hast Du wohl Recht, doch ich denke schon, dass ein Außenstehende besser beurteilen kann.
Ich denke aber auch, dass es nicht nur die Beurteilung/Einschätzung ist, die schwer zu sein scheint, sondern eher die Auswertung und das daraus resultierende Ergebnis.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#12
(21.05.2010, 18:12)Thomas schrieb: Naja, es geht ja nicht um den Ursprung, sondern um die Motivation.

Eigentlich meinte ich das Gleiche, wohl nur etwas ungeschickt formuliert. schaemen
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#13
Hey @all,


“Trudel“ schrieb:Eigentlich ist es dann ja aber so gut wie unmöglich, den Ursprung eines Verhaltens seines Hundes allein zu analysieren.

“Thomas“ schrieb:Naja, es geht ja nicht um den Ursprung, sondern um die Motivation.

“Trudel“ schrieb:Eigentlich meinte ich das Gleiche, wohl nur etwas ungeschickt formuliert.


Dieses Thema stellt wie so oft eine ganz alte Diskussion in den Mittelpunkt „angeboren“ vs. „erworben“, ohne darüber nachzudenken, lässt sich keine befriedigende Antwort finden, denn „Ursache und Wirkung“ ergeben die „Motivation“.
Z. B. die Jagdmotivation kann man nicht von „Ursache und Wirkung“ trennen, sei sie „angeboren“ und/oder „erworben“.

Warum?

Thomas hat geschrieben, das wenn die Eltern schon ein Verhalten (z. B. „Jagdmotivation“) haben, die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass der Nachwuchs das auch zeigt.

Ohne eine kritische Überprüfung lässt sich hier schon nicht ohne Weiteres sagen, ist es als Merkmal per Geburt, also „angeboren“ oder erst durch das Vorbild (Verhalten) der Elterntiere oder einem Elternteil und/oder anderer Hunde usw. „erworben“.

Natürlich kann man nun argumentieren, spielt das denn überhaupt eine Rolle, wenn der betreffende Hund Jagdmotivation zeigt. Auf den ersten Blick sicherlich weniger, aber bei genauerem Hinsehen stellt sich die Frage: „Ist es denn immer Jagen, was wir hier zu sehen glauben?“
Wobei klar sein sollte, dass auch zielloses Verfolgen, also geglaubtes Jagen von Wild/Tieren, nicht akzeptabel sein sollte, da entsprechende Personen in ihrer Funktion (Jäger/Förster usw.), das in ihrer Beobachtung womöglich als Jagen wahrnehmen/auslegen.

Noch einmal, was oft nach Jagen aussieht, ist kein Jagen und hat ganz andere Ursachen als häufig angenommen.
Da das Thema sehr komplex ist (wie viele andere auch) lautet mein Fazit:

Das Einzige, was wir sicher durch Beobachtung sagen können ist, das ein Hund, der in dieser hier von der Themenstellerin beschriebenen, oder ähnlichen Situation nicht zu kontrollieren ist/war, muss/sollte wie auch immer dazu gebracht werden, auf Aufforderung dieses Verhalten zu unterlassen.





Der Mensch hat das Sozialverhalten von Hunden tief greifend verändert (D. U. Feddersen - Petersen).
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#14
(21.05.2010, 15:16)Thomas schrieb: Kati das hängt immer von der Motivation des Hundes ab und kann je nach Motivation auch so funktionieren.

Das meinte ich. Ein sehr hoch motivierte Hund ist etwas ganz anders als ein nur schwach motivierter.

Sehr interessant euer Gedankenaustausch freuen

Gerti das finde ich einfach nur vom Schiessen komisch lachen lachen lachen
(21.05.2010, 15:10)Trudel schrieb: "Ja, das sind die Rehlein. Die sind Pfui!"
Und ich wette Turdel blickt dann noch einmal nachdenklich in die Ferne, nickt und ihr geht froehlich schunkelnd nach Hause lachen
Wie suess! küssen
Kathi, Lu und Pai
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#15
Hallo Hans Georg

Ich gebe dir in allen Punkten Recht: Jagen ist nicht gleich Jagen.
In unserem Falle sehe ich das auch eher (wie eigentlich immer) bedingt im HF, also mir. Da ich mit dieser Situation noch nie konfrontiert war, hatte ich nicht das adäquate Verhalten parat. Und schon hatte Trudel ein paar Mal die Erfahrung gemacht, dass diese selbstbelohnende Aktion was ganz Tolles ist. Und eine richtige Konsequenz folgte ja nicht. Dass hier nicht wirklich eine jagdliche Motivation vorliegt, zeigt sich m.E. auch darin, dass Trudel spätestens nach 100 m in den Sinn kam "Uiiii, jetzt ist mein Frauchen aber weit weg!!! Lieber mal zurück" oder so ähnlich. Ich glaube einem richtig jagenden Hund wäre das ziemlich schnurz. Außerdem hatten wir einmal -leider- die Situation, dass Trudel tatsächlich im Gebüsch ein Kitz aufgestöbert hatte. Und was macht meine Trulla? Beschnuffelt das Kleine und schleckt es erstmal ab. Also denke ich, dass ihr Verhalten eher durch meine Unfähigkeit, mit der Situation umzugehen, bedingt war.
Und von den Eltern her sind hier keinerlei Ambitionen bekannt. Und somit komme ich zu dem Schluss, dass mein Hund hier einfach nur Erfolg erlebt hat. Und deshalb glaube ich ebenfalls, dass die Etablierung eines "Ersatzerfolges" durchaus und auf Dauer Wirkung zeigen kann.

@ kamalii
Sag mal, hast uns etwas schon mal beobachtet???? kopfkratzzunge raus
Gerti und Trudelinschen


Unvergessen Olga und Gustl
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#16
Na klar ich sitze immer im Gebuesch und kicher dann lachen
Kathi, Lu und Pai
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