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Soziale Kompetenz
#11
Mich würde jetzt interessieren wie der Kontakt mit fremden Rüden ausfällt. Ein verscheuchen mit entsprechenden Drohgebärden stehen einem gut sozialisierten Hund zu. Verletzungsbeissen oder die Absicht zu töten sind für einen Hund indiskutabel.(Weil er eben beim Menschen lebt und somit nicht für seine eigene Arterhaltung eintreten braucht.)

Dies mag zwar ein altes Erbe der Wölfe sein hat aber in der Welt der Hunde nichts mehr zu suchen.
Gruß Heiko
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#12
Bam Bam hat auch keine Lust auf andere Rüden, aber er ist zu 90% zu kontrollieren. Bei Besuch in unsere Wohnung wirds schon schwerer, aber es geht. Ist natürlich aber nicht entspannt. Er beißt nicht, meckert aber.

Ich finde unverträgliche Hunde nicht schlimm, für mich wäre es nicht einfach, aber ich bin niemand der andere dann mit diesem netten Blick anschaut. Warum auch, eigentlich ist das ganz normal.
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#13
Aber es ist im Leben einfacher. Ich möchte mich privat ja entspannen.

Unsere Westies waren mit unkastrierten Rüden auch nicht sehr verträglich,
ich fand das teilweise schon anstrengend, da es auch Freunde gab, die selber Rüden
hatten, die auch nicht verträglich waren und somit diese Besuche, also die privaten mit Hund
dann ausfielen.

Es waren zwar wenige in den 17 Jahren wo die Hunde bei uns lebten, aber immerhin.

Klar gibt es immer mal Hunde die sich nicht mögen, spüre ich ja gerade am eigenem Leib
aber besser ist es wenn das nicht die Regel ist oder eben nur bei wenigen Hunden zum tragen kommt.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#14
(17.07.2010, 08:57)Heiko schrieb: Mich würde jetzt interessieren wie der Kontakt mit fremden Rüden ausfällt. Ein verscheuchen mit entsprechenden Drohgebärden stehen einem gut sozialisierten Hund zu. Verletzungsbeissen oder die Absicht zu töten sind für einen Hund indiskutabel.(Weil er eben beim Menschen lebt und somit nicht für seine eigene Arterhaltung eintreten braucht.)

Dies mag zwar ein altes Erbe der Wölfe sein hat aber in der Welt der Hunde nichts mehr zu suchen.

Verscheuchen tut meiner ja.
Gibt aber immer mal wieder Hunde, die die Hundesprache nicht gelernt haben und sich nicht verscheuchen lassen, die werden dann niedergerungen.
Hat bis dato ganz gut geklappt.
Mich gruselt nur vor so einer Begegnung, wenn der andere nicht nachgibt.
Deshalb kein Kontakt zu anderen Rüden in gleicher Größe.
Kleine, Terrier, Dackel usw. ignoriert er sowieso komplett.
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#15
(17.07.2010, 10:25)QuoVadis schrieb: Mich gruselt nur vor so einer Begegnung, wenn der andere nicht nachgibt.
Deshalb kein Kontakt zu anderen Rüden in gleicher Größe.
Kleine, Terrier, Dackel usw. ignoriert er sowieso komplett.

Wieso? Welche bedenken hast du?
Wenn dein Hund, die "Hundesprache" gelernt hat, kann er doch mit Rüden in seiner Größe, oder noch Größeren gut umgehen.
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#16
Das ist meine Hoffnung, wenn der andere sie auch beherrscht.
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#17
Hey Heiko


“ Heiko“ schrieb:Das mit dem größeren Gehirn der Wölfe haben sie mir damals in der Trummlerstation auch erzählt. Mit der Begründung das der Wolf eigentlich einen angeborenen Fluchtinstinkt hat der ja in seinem Schädel/Gehirn denn auch Platz braucht.

Was Tummler damals noch nicht wissen konnte, dass es keinen Fluchtinstinkt gibt, bez. die Definition und annahmen was ein Instinkt ist heute obsolet und als widerlegt gilt.

Das Gehirn des Wolfes ist zwar größer, das ist richtig, aber das ist nach heutiger Erkenntnis der Hirnforschung ein Faktor, aber nicht der alleinig Entscheidente, deshalb lässt sich daraus noch nichts ableiten.

Heute weiß man, dass Flucht und/oder Angriff unter dem Begriff des Antagonismus zusammengefasst wird. Ein wichtiger Faktor in diesem Kontext ist die Stressverarbeitung, dazu aber braucht es kein größeres Gehirn.

“ Heiko“ schrieb:Die Intelligenz von Wölfen und Hunden zu vergleichen. Ist meiner Meinung nach Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Alleine die Lebensbedingungen sind einfach zu unterschiedlich. Selbst gefangene Wölfe in Gehegen kann man nicht mit unseren Hunden vergleichen.

Da hast du natürlich recht, Intelligenz (was immer das auch sei), lässt sich noch nicht einmal zwischen Hunden ohne Weiteres vergleichen.
Die Intelligenz (kognitive Fähigkeiten) die hier gemeint war schon, denn es handelt sich um ein eng begrenztes Experiment, das nur einen kleinen Ausschnitt der allgemeinen Intelligenz umfasst.
Sorry, leider habe ich in der Kürze meines Beitrages, diesen Sachverhalt nicht so klar herausgestellt und berücksichtigt.

“ Heiko“ schrieb:Experimente wie Anjin sie beschreibt sind meiner Meinung nach nicht Aussagekräftig. Da ein gut sozialisierter Hund immer den riesen Vorteil hat an den Menschen gewöhnt zu sein und sich besser auf die Körpesprache Mimik etc. einstellen kann als der Wolf es jemals könnte.

Allgemein würde ich dir mit kleinen Einschränkungen auch hier zustimmen, wobei interessant sein könnte, was Wissenschaftler herausgefunden haben, dass die Mimik des Wolfes viel reichhaltiger ist als die von Hunden.
D. h. nach der Entdeckung der Spiegelneurone und ihrer Funktion, könnten Wölfe hier eigentlich gewisse Vorteile haben (rein theoretisch).

Der wahre Egoist kooperiert.
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#18
Hey Quo Vadis


“ Quo Vadis“ schrieb:Warum sind Hunde unsozialer als Wölfe?

Natürlich ist eine solch allgemeine Aussage, ohne sie zu differenzieren nicht akzeptabel, da hast du recht.

“ Quo Vadis“ schrieb:Wölfe würden nie mit fremden Wölfen spielen, die sind Konkurrenz.

Auch hier muss man differenzieren, einerseits sind sie Konkurrenten und bekämpfen sich, aber unter bestimmten Bedingungen schließen sie sich auch zusammen, oder nehmen Fremde in ihr Rudel auf, z. B. wenn eines der Alphas ausfällt unter dem Gesichtspunkt der Inzuchtvermeidung (Inzest) um mal einen Grund zu nennen.

“ Quo Vadis“ schrieb:Viele Hunde tun das, weil es in unserer heutigen Zeit gar nicht anders geht.
Ein Hund, der noch viele natürliche Instinkte hat, und nicht mit fremden Hunden spielt, wird doch heute als schlecht sozialisiert und psychischer Krüppel angesehen.

Wie ich schon im vorigen Beitrag geschrieben hatte, die Sache mit den Instinkten ist überholt.

Mit der Beurteilung von, ich nenne es einmal natürlichem Verhalten von Hunden, durch die Menschen, hast du recht, vieles wird nicht reflektiert und dann auch nicht einer sachlichen Beurteilung unterzogen, meist wird pauschal geurteilt, und das kann nie gut und richtig sein.

Unverträglichkeit unter Hunden kann ganz normal sein und hat nicht gleich mit schlechter Sozialisation zu tun, um zu beurteilen, woran das Liegen könnte, müsste man, Daten sammeln und analysieren, wie z. B. organische Hemmnisse usw. um dann die Ursachen feststellen zu können.
Wie schon oben geschrieben erst danach könnte man Sozialisationsmengel oder das „normale“ Individualverhalten bewerten, das möglicherweise zugrunde liegt.


“ Quo Vadis“ schrieb:Meine Beiden, intakte Rüden, spielen auch nicht mit fremden Hunden, deshalb sind sie für mich nicht unsozial, oder schlecht sozialisiert.
Sie kommen mit Hunden klar, die sie aus der Welpenzeit kennen.
Hündinnen gehen auch, aber da haben sie was anderes im Kopf als Spielen.
Und fremde Rüden sind Konkurrenten.

Auch hier kann ich dir zustimmen, das kann man nicht als unsoziales, oder schlechte sozialisiert, sondern muss es als normal ansehen.
Woran sich vielleicht manche stören ist die Tatsache, dass die HH ihre unverträglichen Hunde nicht so im Griff haben, wie es wünschenswert wäre und andererseits gibt es wiederum die HH, die meinen, jeder Hund müsse sich mit jedem anderen Hund, meist mit ihrem verstehen und lassen ihre Hunde unkontrolliert laufen, da sind die Probleme schon vorprogrammiert.




Was müssen Haus- und Familienhunde aber noch lernen? Man kommt eigentlich nicht gleich darauf, aber im Grunde müssen sie heutzutage lernen...! Genau, sie müssen lernen, „kein Hundeverhalten“ zu zeigen. (M. Grewe)
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