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Rudel und Hund
#1
Hey@all


Heute habe ich wieder gedanklich ein Thema aufgenommen, das schon in der nahen Vergangenheit diskutiert wurde.

Rudel & Hund:

Definition, die ich für wichtig und interessant halte, in kurzer Form.

Rudel gleich Familienverband.

Wie zum Jagdverhalten habe ich auch eine eigene Theorie zum Rudelverhalten.

Da der Hund von seiner genetischen Grundausstattung für eine Rudelbildung prädestiniert scheint, sind mir doch in den vielen Jahren mit Hunden, verschiedene Verhaltensweisen aufgefallen, die für mich deutliche Hinweise auf eine Veränderung hin zu einer rudimentären Rudelbildungen und einigen Mischform beim Hund führten.

Was allerdings klar erkennbar und somit erhalten geblieben ist, das Sozialverhalten des Hundes.

In unserem Haushalt leben drei Hunde, zwei Straßenhunde und ein ACD, alles Hündinnen mit jeweils sehr individuellen Charakteren, im alter von 5 bis geschätzten 9-13 Jahren.

Bei ihnen ist eine Rudelstruktur oder Rangordnung nicht sichtbar, höchsten situationsbedingt, dass eine oder andere wechselnde Dominanzverhalten, allerdings in relativ schwacher Ausprägung.

Ich hatte es schon einmal in einem anderen Zusammenhang erwähnt, Montgomery kann sich vielleicht daran erinnern, haben sie noch nie miteinander gespielt.

Das Ganze könnte man mutmaßen, liege an der Konstellation der Zusammensetzung, aber auch unsere Malamuten, die ja untereinander verwand waren, zeigten kein Rudelverhalten.
Zwischen den ersten beiden, sie waren Schwestern, gab es nie ernste Streitereien und die zwei Töchter der einen Hündin, hatten nur untereinander Auseinandersetzungen, jedoch nie mit ihrer Mutter oder der Tante.
Die Mutter und Tante mischten sich auch nie in Kämpfe der anderen ein.

Was wir bei allen feststellen konnten, war die Tatsache, dass sie eine intensiver ausgeprägte Bindung zu uns Menschen hatten, die z. B. der Auslöser für die heftigen Konflikte bei dem Malamutenachwuchs (Töchter) führte.

Noch extremer zeigte sich dieses menschenbezogene Bindungsverhalten bei unseren 3 Staffs, sie waren total auf uns Menschen geprägt, das ging soweit, das jeder von uns seinen eigenen Hund hatte, der bei ihm schlief, mit ihm aufwachte, ihn überall hin begleitete und am liebsten mit ihm zusammen war, alles aus eigener Motivation.


Da es schon wieder so spät ist mach ich mal Schluss.



LG Hans Georg





Der Mensch hat das Sozialverhalten von Hunden tief greifend verändert (D. U. Feddersen - Petersen).
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#2
Anjin schrieb:Bei ihnen ist eine Rudelstruktur oder Rangordnung nicht sichtbar, höchsten situationsbedingt, dass eine oder andere wechselnde Dominanzverhalten, allerdings in relativ schwacher Ausprägung.

Guten Morgen,

zum Sozialverhalten in unserer Truppe:

Die Rangordnung konne ich bisher hier auch nie so wirklich sehen.
Als sie nur zu 3 waren, konnte man keine erkennen, Zoff gab es da noch
nie.

Jetzt wo der 4te da ist, ist eine wie Du so schön schreibst relativ schwache
Ausprägung vorhanden was Dominanzverhalten angeht.

Dieses Verhalten richtet sich aber nur an einen Hund oder ausgelöst durch einen Hund, nämlich an den jüngsten,an den dazugekommenen.

Curly weißt ihn ganz gerne mal in seine Schranken oder zickt ihn an,
meistens beim spielen oder wenn sie ihre Ruhe haben will, das macht sie
aber auch ab- und an mit Luca, aber selten.
Luca und er haben auch schon mal so kleine Zickeleien aber bis jetzt alles
total harmlos.
Das liegt aber an Sunny, der ist der Auslöser bzw. derjenige der das Dominanzverhalten
zeigt.

Da kommt dann mal ein Knurrer zwischen den Rüden und jeder geht wieder seinen Weg.


Zusammen spielen tun sie allerdings auch, das ganze gestaltet sich allerdings
entweder als ruhiges, ausgeglichenes Spiel oder eben eher auf Kraft oder jagen.

Monty spielt sehr wenig, beobachtet viel.

Unter den Westies die wir hatten, konnte ich gar keine wirkliche Struktur feststellen.

Es war nicht offensichtlich wer da der Ranghöchste war.
Sie haben wenig oder gar nicht zusammen gespielt, sondern haben einfach zusammengelebt.
Haben zusammen geschlafen etc. aber nie wirklich gespielt (zunindest nicht so wie die jetztigen Hunde hier) außer als sie sehr jung waren.

Dieses Spiel oder Kräftemessen unter den Hunden empfinde ich aber auch rassebedingt.

Monty war noch nie der verrückte Spieler, hat sich auch in der HuSchu lieber mit
schnüffeln beschäftigt als mit den anderen Hunden. Zeigt an fremden Hunden
was das angeht auch so gut wie kein Interesse, wenn er denn spielt dann mit den Hunden hier.

Am meisten gespielt hat er als Luca jung war, da hat er sogar richtig viel getobt.

Die Terrier-Mixe haben schon immer viel miteinander getobt.

Bei einigen Hunden denke ich ich es typbedingt und auch altersabhängig.

Da ich hier eine sehr junge Truppe habe wird mit Sicherheit mehr rumgetobt oder
untereinander ausprobiert als wenn sie älter wären.

Monty ist zwar auch noch jung aber doch älter als die anderen und sein Verhalten
hat sich im Laufe der Zeit schon geändert oder ich bezeichne es mal so, er ist
erwachsen geworden.

Zu ihrem Alter: Monty 3,5 Jahre alt, Luca 2 Jahre alt, Curly 1,8 Jahre alt,
Sunny wird im April 1 Jahr.

Alle sehr nah beieinander.








[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#3
Es gibt vermutlich die immer angenommene Rangordnung gar nicht, es sind wohl eher Familienverbände oder Freundschaften die sich entwickeln und Tiere oder Menschen bekommen einen höheren Status automatisch aufgrund der Vertrauens und der Führungsqualitäten.

Was sich natürlich auch jederzeit ändern kann, nehmen wir mal nen Menschen der immer gut von den Hunden akzepiert wurde und einen hohen Status hatte. Nun hat dieser Mensch auf Arbeit große Probleme ist gestresst und unwirsch, mit der Zeit kann er dadurch das vertrauen der Hunde verlieren und natürlich somit seine Führungsqualität!
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#4
@Amazone:

Auch in Familienverbänden gibt es eine Rangordnung bzw Hirachie möchte ich weiterhin behaupten! Wenns es bei meinen Hunden Zoff gibt, dann wird das weder ausdikutiert noch liberal und demokratisch entschieden (wie zb in Freundschaften) dabei will ich Sympatienen gar nicht abstreiten aber eine Rangordnung bedeutet auch Sicherheit nach außen, wo jeder seinen "Job" hat und bei Zwist nicht lange gefackelt wird.

Freundschaft hin oder her.. meine Hunde sind nicht verwandt und auch nicht verschwägert.. aber mögen sich dennoch und sind Familie wie Freunde aber wenns um die "Wurst" geht entscheidet der Rang, der sich meist nach Alter = Erfahrung und manchmal auch Größe der Hunde richtet (meine Erfahrung)..

mfg


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#5
Bei uns hat eher Betty das sagen, wobei sie sich in vielen Fällen gerne hinter Bam Bam versteckt und ihn das regeln läßt. Bei zwei Hunden kann man aber wohl eher nicht von einem richtigen Rudel sprechen. Meine Hunde lieben sich unglaublich. Sie liegen meistens zusammen bei mir, aneinander gekuschelt. Schlecken sich jeden morgen gegenseitig das Gesicht, spielen zusammen, und begrüßen sich wenn sie nur 30 sek getrennt waren, als wäre es ein halbes Leben gewesen.

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#6
Das machen unsere auch alle Verena,
trotzdem herrscht da schon in irgendeiner kleinen Form eine Struktur.

Wie gesagt, bei den Westies konnte ich das auch so nicht erkennen, da habe ich noch nichtmal drüber nachgedacht.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#7
Ich glaube bei zwei Hunden ist das einfach nicht so extrem. Betty hat eher das sagen, allerdings wenn Bam Bam dann mal die Schnauze voll hat und kurz meckert, dann akzeptiert sie das ohne irgendeine Diskussion.
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#8
Ich hatte schon am andere Forum irgendwann mal eine Diskussion ... dort wurde ich von einer Userin ziemlich unsachlich angepoebelt, weil ich sagte das meine Hunde keine erkennbare Rangordnung haben.
Sie haben keine und mir ist eine Rangordnung nicht wichtig. Daher brauch ich auch keine zu suchen.
Was mir wichtig ist, ist das die Hunde sich und ihre Grenzen achten. Von meiner Seite aus haben alle die gleichen Rechte, wer etwas zuerst hat oder zuerst da war, darf es behalten oder da bleiben.
Meine Hunde verstehen das und achten sich, da muss ich nicht mehr eingreifen. Neue Gasthunde brauchen hin und wieder Hilfe sich hier einzufinden, da greif ich ein. Wenn alles so laeuft wie ich mir das vorstelle, zieh ich mich zurueck.

Lucy hat natuerlich einen Altersvorsprung, aber weise ist sie deshalb nicht. Sie macht diesen Vorsprung durch ihre Aufgeregtheit wett. Sie ist auch nicht sehr gut im Konsequenzen austeilen. Wenn jemand sie nervt, dann aergert sie sich, aber sagt nicht klar Bescheid und beendet die Nerverei. Ich wuerde ihr gerne helfen das sie das lernt, da werden wir in Zukunft dran arbeiten.
Pai ist juenger, aber sehr erwachsen. Er kann Dinge sehr deutlich ausdruecken.
Bestimmte Dinge sind den einzelnen Hunden wichtig, wenn ihre Grenze erreicht ist und sie warnen, dann erwarte ich das die Anderen sich zurueck ziehen.
Lucy ist 5, Pai 1, Gasthunde sind zwischen 8 Monaten und 11 Jahren alles.

Lucy durfte krankheitsbedingt lange nicht spielen, davor hat sie immer jedes Spiel dominiert. Allerdings ist das auch kein echtes Spiel. Richtig spielen tut sie nur mit wenigen intakten Rueden.
Pai spielt mit allen, die spielen wollen. Lucy und Pai miteinander spielen in unterschiedlichen "Sprachen", Lucy spielt Schaeferhund und Pai spielt Kelpie. Ich finde irgendwie haben sie da noch keine Basis gefunden.

In meiner wechselnden Gruppe ist keiner verwandt. Das hat keinen Einfluss darauf wie die Hunde miteinander umgehen. Sie haben keine Rangordnung und trotzdem sehe ich eine Zusammengehoerigkeit. Sie wissen das sie zusammen gehoeren, bilden also ein Rudel aber ohne feste Struktur geht das?
Kathi, Lu und Pai
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#9
Kama schrieb:@Amazone:

Auch in Familienverbänden gibt es eine Rangordnung bzw Hirachie möchte ich weiterhin behaupten! Wenns es bei meinen Hunden Zoff gibt, dann wird das weder ausdikutiert noch liberal und demokratisch entschieden (wie zb in Freundschaften) dabei will ich Sympatienen gar nicht abstreiten aber eine Rangordnung bedeutet auch Sicherheit nach außen, wo jeder seinen "Job" hat und bei Zwist nicht lange gefackelt wird.

Freundschaft hin oder her.. meine Hunde sind nicht verwandt und auch nicht verschwägert.. aber mögen sich dennoch und sind Familie wie Freunde aber wenns um die "Wurst" geht entscheidet der Rang, der sich meist nach Alter = Erfahrung und manchmal auch Größe der Hunde richtet (meine Erfahrung)..

mfg

Natürlich gibt es in den Familienverbänden eine automatische Hirachie, allein schon zwischen Elterntieren und Welpen! Was ich meine ist das diese gesammte Rudelhirachie nicht gibt an die man immer geglaubt hat.

Elterntiere stehen automatisch über ihren Welpen auch andere Hirachien entstehen automatisch das es zu einer Auseinandersetztung kommt, sie enteht eher durch Vertrauen und Führungsqualitäten!

Seltener wird natürlich auch mal um Futter oder ein Weibchen gestritten, dadurch steigt aber nicht zwangsläufig der Rang!
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#10
Kamali natürlich geht das, es sind Strukturen die sich ändern! zwinkern
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