Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Verhaltensstörungen beim Malinois
#1
Da ich selber eine Mali habe, der total lieb, super sozial, kurz ein ganz tolle Hund ist!
Wollte ich fragen ob mir jemand sagen kann, warum es so viele bissige und unsoziale Malis gibt.

Wenn mich jemand fragt was das für ein Hund sei und ich sage das es sich um einen Malinois handelt, dann kommen schon oft sehr merkwürdige Reaktionen, wie "oh, daß sind doch die bissigen..." oder "das sie sich zutrauen so einen zu halten?"

Ich selber habe im Bekanntenkreis Leute, die wirklich nur bissige Malis kennen, die wundern sich natürlich das Rowdy so lieb ist.

Letzten hat ein Mali von einem hier gut bekannten Hundesportler einen Schäferhund tot gebissen.
Antworten
#2
Ich kenne keinen Mali, hab aber natürlich viele Geschichten gehört und im I-Net einiges gesehen. Ich glaube nicht, das es unbedingt etwas mit einer Verhaltensstörung zu tun hat. Ich glaube viel eher, daß durch Zucht und falsche Haltung bzw. falsche Beschäftigung und Erziehungsmethoden vielleicht etwas ausgelöst wird, das diese Hunde zu div. Aktionen hinreißt.

An eine Verhaltensstörung glaube ich nicht, ich glaube eher es sind größtenteils die falschen Menschen mit dem "ich-will-haben-hund".

Antworten
#3
Aus meiner Sicht hat es mehrere Gründe, warum immer häufiger Malis auffällig werden.

1) Der Mali ist in gewissen Kreisen schick geworden, die Nachfrage steigt.
2) So genannte Züchter selektieren ahnungslos nach sportlichen Aspekten.
3) Ein Phänomen, das auch bei genügend anderen Gebrauchshunden zu beobachten ist: der richtige Hund in den falschen Händen.
4) Fragwürdige Ausbildungsmethoden in den gewissen Kreisen.

LG Anja


[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#4
verwirt Ich kenne mehrere bzw. kannte einige Malinois wo einige sehr auffällig
waren.Ich glaube das sie wirklich an Beliebtheit zugenommen haben und deshalb es
schon mir der Zucht zusammen hängt das Verhaltensprobleme auftreten.

Da ich selbst einen Malinios Mischling habe hatte ich schon das eine oder andere Mal
das erschrecken des Gegenübers beobachten können als ich Malinois aussprach.

Inzwischen sind mein Mann und ich dazu über gegangen nur noch Schäfer/Collie/Bernhardiner
zu sagen wenn jemand nachfragt.


LG Findusine 24 Pfoten
Antworten
#5
in den richtigen Händen sind die meisten Malis ganz normale soziale Hunde. Höre ich allerdings Dinge wie "was hat ein Mali im Restaurant verloren?" oder "meinen Welpen darf niemand anfassen" oder "mein Welpe braucht keinen Kontakt zu anderen Hunden" und betrachte ich mir die Besitzer, die es klasse finden, wenn ein 10-wochen alter Welpe 10 Minuten in den Klamotten hängt, dann brauche ich mich über den Ruf des Malinois nicht zu wundern.
Wer einen sozialverträglichen Mali hat, hat abfällig genannt einen "Weichspül-Mali".
Und ein Mali, der im Schutzdienst seinen HF beißt, ist eben triebstark und führerhart.

Es ist ein von der Zucht geförderter unseeliger Trend.
Leider ist die VPG auch nicht unbedingt eine wirkliche Leistungsauslese. Bei ihr werden Hunde gebraucht, die marionettenhaft ein Programm abspulen und die dümmste Marionette gewinnt. Das ergibt dann dumme Hunde mit Trieb.

Es gibt einen Trost: das Hauptzuchtland ist nicht Deutschland.
Malis aus Leistungslinie, die noch klar im Kopf sind gibt es en masse in Frankreich oder Belgien. Die Ringprüfung verlangt vom Hund eben noch Intelligenz und Klarheit.
Und es landen wenige Hunde aus deutscher Zucht in französischen Linien. Die Franzosen werden schon wissen warum.

Die meisten Hunde hier allerdings sind aus deutscher Linie und Auslese, noch dazu in deutschen Händen und mit deutschen Vorstellungen von Trieb und Dummheit.
Das alles ergibt keine gute Mischung.

Gib einen Mali in normale vernünftige Hände und du bekommst einen normalen vernünftigen Hund.
Jeder Mali-Besitzer hört gerne, dass er etwas ganz besonderes am Strick hat und ist fast beleidigt, wenn man sagt, dass der Mali auch nur ein Hund ist.
Er hat rasseeigene Bedürfnisse und Eigenarten - aber keine dieser Eigenarten hindert ihn daran, ein angenehmer Begleiter zu werden.

P.S. ich beobachte die Entwicklung jetzt seit über 20 Jahren, kannte den Mali lange bevor er Mode wurde. Er hat sich in Deutschland tatsächlich erschreckend verändert. Ich habe mich aus des Szene zurückgezogen, als ich sah, welche Leute sich für ihn interessieren. Es hat mich entsetzt. Leider waren meine Vermutungen richtig.
Und jetzt habe ich mir zur persönlichen kleinen Aufgabe gemacht, die "weggeworfenen Scherben" aufzulesen.
Antworten
#6
Sehr interessant was du schreibst Lydia. Darf ich fragen woher du Abby und dein Mali-Maedel davor hast? (habs bestimmt schon gelesen, aber wieder vergessen. Entschuldigung)

Annette ich persoenlich finde ein Hund ist ein Hund. Ob Mali oder Bichon, eigentlich wollen alle eine Aufgabe.
Das Problem sind immer die Menschen.


Kathi, Lu und Pai
Antworten
#7
die erste Hündin vor 20 Jahren kam aus direkter Hütelinie (Hirtenfreude).
Alle Nachfolger waren Deux Pottois-Linie.
Abby ist französische Leistungslinie und aus Frankreich.
Antworten
#8
Also wenn ihr mich fragt gehört schon einiges dazu, so ein einen Hund zu verderben.
Ich hatte vorher einen Jagdterrier Münsterländer Mischling und der war wirklich kein einfacher Hund, dagegen kommt mir der Mali jetzt aber sehr einfach vor.
Sicher ist es ein Rasse die viel Bewegung und geistige Auslastung braucht und ganz viel Streicheleinheiten.
Aber das alles sollte wohl jeder Hund bekommen um glücklich zu sein!

Ich sage natürlich jedem, das ich einen Malinois habe und vielleicht tragen Rowdy und ich dazu bei den Ruf etwas aufzubessern! zwinkern
Antworten
#9
hab gerade mal bei working-dog.eu geguckt, was da so alles über meine Hündinnen und ihre Verwandten steht. Bin baff erstaunt. Sogar Bilder. Keine Ahnung, wer die eingestellt hat. verwirt
Antworten
#10
Echt da steht Abby auch mit drin? Schick mir mal den Link.
Antworten




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste