Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Artgenossen in unserer Familie - Bär und Gäste
#31
Ich hole jetzt mal meine persönlichen Gedanken und Aspekte mit rein. Jasmin schätzt das gar nicht so verkehrt ein, allerdings sind da noch Dinge im Dunklen... *Lichtanknips*

Ganz intrinsisch lautet meine Antwort - NEIN, ich will keinen Zweithund. Einer, und den richtig. Das ist meine Devise und damit fühle ich mich wohl.

ABER: Ich kenne mich ziemlich gut und fürchte den Tag X, wenn mein Bär diese Welt verlassen muss, wie nichts anderes. Habe das mit einem Hund hinter mir, den ich nur sehr kurze Zeit ganz bei mir hatte, und fürchte einfach, dass ich Sherlocks Tod nicht verkraften würde. Auch andere Menschen, die mich wirklich gut kennen, fürchten das.

Meine Gedanken sind, wenn dann ein zweiter Hund da ist, ist das Loch, in das man fällt, nicht so bodenlos. Es ist noch ein anderer Hund da, den man bis dahin auch liebt, der einen braucht und mit dem man gemeinsam trauert. Bam Bam wird Verena auch ein großer Trost gewesen sein, als Pebbles gestorben war. Diese Motivation ist extrinsisch, denn in unter dem Strich geht es mir primär nicht um einen zweiten Hund, sondern um einen Selbstschutz...

Hinzu kommt eben der Wunsch, einen weiteren Hund zu haben, den ich für meine Arbeit anlernen kann, da das sicher einige Zeit braucht, bis dieser Hund ansatzweise so weit wäre, dass er so ein zuverlässiger Begleiter ist, wie der Bär.

Ja, es würde wieder ein Hovawart werden, auch ein blonder Rüde, da ich ganz klar festgestellt habe, kein Mädchenfrauchen zu sein. Hovies sind lange kindisch und albern, sie reifen spät bis gar nicht. Einen souveränen Altrüden an der Seite zu haben, wäre sicher von Vorteil.

Auch wieder extrinsisch...

Dann gibt es da diese (für mich supertolle) Züchterin mit der wundervollen Hündin und deren wundervollen Nachkommen, wo ich sehr gerne einen Hund kaufen würde. Sie verpaart nächstes Frühjahr so, dass ein Blondanteil zu erwarten ist. Fällt dort ein blonder Rüde... wird es hart. Ich WILL von dieser Hündin einen Sohn, sie wäre eine tolle Mutter bei einer tollen Menschemutter (Züchterin). Ich weiß nicht, ob sie die Hündin noch einmal belegen lässt, oder ob es bei 2 Würfen bleiben wird... Also kann ich nicht sagen, ich warte einfach noch ein paar Jahre...

DAS ist eine sehr intrinsiche Angelegenheit...

Die ganzen Negativ-Aspekte aus dem organisatorischen Bereich folen jetzt:
1) Ich bin viel unterwegs, auch in Hotels, bei Freunden, mit dem Auto. Einen Riesen mitzunehmen ist oft schon schwierig genug, weil man keine Unterkunft bekommt, weil man ein Platzproblem hat, weil man im Restaurant schon mit einem Riesen schräg angeschaut oder abgewiesen wird.
2) Mein Mann kann sich kaum bis gar nicht um die Hunde kümmern, es hängt alles an mir. Bin ich krank oder muss ohne Hund fort, finde ich MEnschen, die EINEN Hovi nehmen, aber nehmen die auch 2? Meine beste Freundin hier ist schon mit dem Bären oft überfordert, eil er eben kein nettes, liebes Retrieverle ist, das einem jeden Wunsch von den Augen abliest.
3) Einen großen Hund kann ich bei Kunden-Terminen, wenn kein Hund dabei sein kann, locker in meinem Auto auch mal 2 Stunden pennen lassen. 2 Hunde dieser Größe gehen nicht, es sei denn, sie lieben sich heiß und innig. Bei Sherlocks Individualdistanz, die er ein Leben lang pflegt, friert eher die Hölle ein, als dass er mit jemandem Kontaktliegen veranstaltet. Noch ein größeres Auto will ich nicht, ein anderes auch nicht. Permanent umgeklappt fahren, würde wieder bedeuten, dass mein Auto die totale Dreckschleuder wird, das wähnte ich hinter mir gelassen zu haben. Derzeit dreckt es nur im hinteren Drittel.
4) Ich bin nervlich und gesundheitlich nicht 100% stabil. Mein Lebenswandel zwischen 20 und 30 hat seine Spuren tief hinterlassen. Es gibt Tage, da wäre ich mit der Führung von zwei Hovies schlicht überfordert, was zu einem deutlich höheren Organisations-, Fahr- und Planungsaufwand führen würde, um Belastungen zu minimieren.
5) Wir haben nun den Fahrradanhänger und eine tolle Freizeitbeschäftigung für uns 3 gefunden. Käme ein zweiter Hund dazu, wäre der Anhänger zu klein, der Hund zu jung zum selbst laufen, ein zweiter Anhänger kommt nicht in Frage, da dann wirklich ein ernsthaftes Platzproblem auftritt, da alles auch noch irgendwie ins Auto passen muss.
6)Ich nehme den Bären überall mit hin. 2 Bären würde ich deutlich seltener mitnehmen.

Fazit: Es bleibt vor allem die panische Angst vor dem Loch ohne Boden. Es ist ein praktischer Wunsch da, der aber die Bedenken für den Alltag nicht überstrahlen kann. Hinzu kommt eben der Bär, der durch sein Verhalten deutlich macht... bleib mir fort mit Welpen und mit Rüden...

Tiefseufz
Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#32
Ich denke Du entscheidest Dich ganz attock wenn es soweit ist, also wenn ein Wurf da ist und ein blonder Rüde...

Ich hatte bisher ja immer nur kleine Hunde wie die Westies. Wir waren früher auch viel in Hotels unterwegs und mit 2 kleinen Hunden, OK, da war es nie ein Problem. Die Hunde waren auch viel mit,
egal ob Restaurant, Autobahn Motel, Hotel allgemein etc.

Meine Truppe hier ist ja auch nicht so riesig (körperlich), Luca ist der Größte aber ich muss auch sagen mit 3 oder 4 Hunden, ok, da hätte ich auch arge Probleme ein Hotel zu finden wo wir alle schlafen könnten und müßte dann wohl auf eine FeWo ausweichen. Zumal wir im Augenblick gar nicht mit Gepäck verreisen können weil unser Auto dafür zu klein ist.
Entweder Hunde oder Gepäck..

Ob es jetzt mit 2 Hovis Probleme in Hotels gibt weiss ich ehrlich gesagt nicht, da die ja schon beachtlich größer sind als damals unsere Westies.

Da müßte Thomas Dir aber Auskunft drüber geben können, der reist ja denke ich auch viel mit seinen Hunden, die ja auch groß sind.

Im Auto denke ich könnte man die beiden gut trennen, also die Hovis, einer Rückbank einer Kofferraum wenn sie warten müssen und der Bär die Nähe nicht so zulassen möchte.

Was sagt denn Jojo, wie sieht er Deine Bedenken zu den genannten Punkten? Seit ihr Euch da einig?

Ich bin überzeugt das Ihr die richtige Entscheidung treffen werdet.

[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




Antworten
#33
Montgomery schrieb:Ob es jetzt mit 2 Hovis Probleme in Hotels gibt weiss ich ehrlich gesagt nicht, da die ja schon beachtlich größer sind als damals unsere Westies.

Na, ich habe schon genug Erfahrungswerte mit einem Hovi... da wird man oft am Telefon bei der Reservierung gefragt, wie groß denn der Hund sei. Ja, sehr groß, wieso? Nein, dann tut es uns leid, wir nehmen nur Hunde bis 40 cm Größe...

Wenn Du natürlich immer bereit und in der Lage bist, 140 Euro und mehr pro Nacht zu bezahlen, kein Thema... da kriegste immer was...

Montgomery schrieb:Im Auto denke ich könnte man die beiden gut trennen, also die Hovis, einer Rückbank einer Kofferraum wenn sie warten müssen

Und genau das will ich nicht mehr, weil dann immer das komplette Auto voller Dreck und Fell ist. Mein Polo war eine einzige Dreckschleuder, weil aus der Automitte sich alles fantastisch überall hin verteilt. Jedes Mal, wenn ich einkaufe, Menschen mitnehme, muss ich putzen und umbauen... neneneeee, entweder alles hinten oder gar nicht.


Montgomery schrieb:Was sagt denn Jojo, wie sieht er Deine Bedenken zu den genannten Punkten? Seit ihr Euch da einig?

Wenn ich JoJo mitteile, dass ich ohne zweiten Hund nicht mehr leben kann... dann bekomme ich einen. Es ist MEIN Thema und ICH muss zusehen, dass hier privat alles läuft, denn das ist MEINE Aufgabe. Er kümmert sich um andere Dinge. Er will seinen Standard an Sauberkeit erhalten wissen und nichts hören, dass ich dann noch weniger Zeit für andere Dinge habe, die mir keinen Spaß machen zwinkern . Bin ja nun nicht DIE Hausfrau, sondern tue nur das, was sich nicht vermeiden lässt, aber eben auf einem sehr hohen Niveau zwinkern .

Ginge es nach JoJo hätten wir eine Berner Sennen Dame... zeie ich ihm diesen Link, dann würde er sich sofort mit mir ins Auto setzen und den Hund wenigstens mal ansehen... (und mitnehmen).

Er war schon zwei Mal bereit, eine halsbrecherische Nothund-Aktion mit zu unterstützen und er flippt jedes Mal mit aus, wenn wir einen Welpen sehen. Er nimmt mir nur das Versprechen ab, dass eben dennoch alles läuft. Weil er weiß, dass ich immer noch mal kurz denke, bevor ich handele... zwinkern

Manchmal denke ich auch Jahre...

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#34
Auch wenn er Vollzeit arbeitet, unterstütz der Dich doch bestimmt in seiner Freizeit, also zum Beispiel mal Abends und am WE mit dem oder dann DEN Hunden oder nicht???

Also ich kenne es so das sich viele Hotels, auch die wo man für 60 Euro ein Zimmer bekommt die Übernachtung eines Hundes gerne bezahlen lassen, meistens zwischen 5 + 10 Euro.

Ich bin früher ehrlich gesagt nicht nach den Hundegrößen gefragt worden bei den Buchungen...
und wenn dann eher selten.

Ich finde schon das man in Hotels oft große Hunde sieht aber Du verreist ja derzeit und wirst es besser wissen.
Unsere Reisen mit 2 Hunden (Hotel) liegen jetzt locker 3 Jahre zurück.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




Antworten
#35
Anja schrieb:
Thomas schrieb:
Anja schrieb:Beschäftige mich seit vielen Jahren immer wieder mit dem Thema Rudelhaltun ja oder nein.
in Deinem Fall ganz klar ja!
Hmm. Warum so klar? Was siehst Du hier, was ich nicht sehe?
Das wird sich unter den folgenden Zitaten zeigen.



Anja schrieb:
Thomas schrieb:Wenn ich mal daran denke, dass Diego von Butsch wärend der Fahrt von Fulda nach Wismar ununterbrochen auf äußersten Abstand hielt und ihn heute täglich pflegt.
Kannst Du Dich daran erinnern, wie lange es dauerte, bis Butschi Diego angenommen hat?
Das kann ich nur vermuten und denke, sobald die Regeln standen und die Aufgaben verteilt wurden.
Es war aber nicht nur bei Diego so, sondern bei allen Welpen und immer wieder plagte mich das schlechte Gewissen, was ich nur meinem Hund antue und später zeigte sich, wie wichtig diese Prozesse für ihn waren.
Ich schätze mal, dass es bei einem Welpen ca. 4 bis 6 Monate dauert, bis er die neuen Hunde so formen konnte, dass er sie akzeptieren kann und folglich, wie bei Diego, auch ein Rudel bilden kann.



Anja schrieb:Die anderen Hexen habe ich ständig in ihre Grenzen weisen müssen, weil sie etwas respektlos sind. Kann es sein, dass er mir durch seine Abweisende und teils garstige Art den Mädels gegenüber dabei helfen wollte bzw. sie sich selbst auch noch zu erziehen gedachte?
das kann sein, ja.



Anja schrieb:
Thomas schrieb:Den Status solltest Du ändern, jedoch würde das viele Änderungen mitsich bringen, auf die Du Dich einlassen solltest.
Hier hab ich mal wieder den Propfen im Schlauch, was meinst Du damit? Kannst Du vielleicht ein Beispiel nennen?
Ich fand es immer für meine Hunde sehr wichtig, dass ich so wenig wie möglich und so viel wie nötig in der Kommunikation eingreife.

Habe ich einen Welpen, der unerwünschtes Verhalten zeigt, dann ist es von höchster Bedeutung, dass Butschi ihn maßregelt und wenn er es nicht tut, dann animiere ich ihn dazu. Möchte ein Welpe zu mir kommen und Butschi würde es nicht wollen, dann muss ich das akzeptieren.

Sitz, Platz und diverse Spielerein, sollten hinten angestellt werden und dafür mehr Kommunikationsspiele auf den Plan stellen.

Spiele beginne ich immer mit Butschi und wenn er es erlaubt, darf der Welpe dazu kommen.

(Wenn ich neue Akkus für meine Cam hab, kann ich das filmen, wie das aussieht. Es sei denn, ich hatte es Dir mal gezeigt, als ich bei Euch war.)



Anja schrieb:Ihn zu korrigieren, wenn er Gasthunde maßregelte, fällt mir sehr schwer. Hier finde ich nicht das Auge, was ich bei Hunden habe, die ich nicht so liebe wie ihn. Wenn er z.B. von mir geknuddelt wird und Sandras Welpe kommt zu uns, wohl gemerkt nicht distanzlos, sondern vorsichtig, dann will ich nicht, dass Bär den weg knurrt und schnappt, sondern ich will entscheiden, ob der Keks mitschmusen darf. Ich war nur in diesen Momenten unsicher. Und das hat Bär gemerkt, denke ich. Also in diesen Situationen bin ich nicht klar.
Genau das solltest Du nicht so ernst sehen, im Zweifel entscheidet immer Dein Hund. Es sei denn, es geht um eine Notsituation.



Anja schrieb:Das merke ich leider auch und wünsche mir eigentlich, dass Sherlock einen Jungen Hund in dieser Arbeit anlernen könnte. Aber vielleicht träume ich davon auch nur und würde nachher auch sagen, dass der "Nachfolger" ihm diese Arbeit vermutlich nie abnehmen können wird, weil er einfach ein völlig anderer Hund sein wird. Wunschdenken?
Nein, kein Wunschdenken, wenn Du akzeptieren kannst, dass Dein Hund, so wie auch Du, unerfüllte Wünsche immer haben wird.
Man muss bei Arbeitshunden ganz klar unterscheiden. Jeder Arbeitshund freut sich auch auf seine Rente.
Das bedeutet nicht, dass sie sich darauf freuen, faul rumzuliegen.
Aber bei Hunden konnte ich immerwieder feststellen, dass besonders in anspruchsvollen Aufgaben, das Nervengerüst begrenzt ist und die Hunde merken, dass sie nicht mehr so hochkonzentriert arbeiten können. Es erscheint fast, als wenn sie sich aufgeben, wenn sie nicht mehr 100% geben. Wobei ich nie rausfinden konnte, wonach sie diese 100% werten.

Übrigens ist das auch häufig ein sehr unbekanntes Problem, dass Hunde dann depressiv werden können, wenn sie dann nicht ausreichend im Selbstbewusstsein gefördert werden.




Anja schrieb:Sherlock zeigt mir relativ deutlich, für welche Bereiche er gerne Vertretung hätte und für welche er noch Bock hat. Lasko wird hoffentlich bald in diese Bereiche einsteigen, die der Bär frei gibt. Mal sehen.
Es wäre dafür sinnvoll, wenn der Bär Lasko erstmal ekzeptiert, bevor er ihm etwas abnimmt kopfkratz



Anja schrieb:Ich sehe nur noch keine Freigabe für unser Privatleben freuen . Meine Angst, Sherlock zu vernachlässigen, ist zu groß.
Das kann ich gut verstehen, würde aber nicht passieren können, wenn er an der Erziehung beteiligt wird.
Das wird sein Selbstbewusstsein steigern, für ein harmonisches Rudelleben sorgen und ihm vermutlich eine zufriedene Rente in Aussicht stellen.




Anja schrieb:Wenn ich mir Jacky vor Augen führe, die auch Hundetrainerin ist, die gerne ein Rudel geführt hätte, die alles abgewogen hat und dennoch einen Hund wieder abgeben musste... so etwas möchte ich wenn möglich vermeiden.
Es sollte Dir weder ein Maß, noch ein Vorbild eines Trainers sein, der seine Erfahrungen machen musste.
Da standen ganz andere Kriterien im Vordergrund.
Niemand kann wissen was ein Hund fühlt und darauf basierte Jackys Handeln allein.

Holt man sich einen weiteren Hund ins Haus, muss man mit beiden arbeiten!!! Tut man das nicht, man hat einen kranken Hund, oder sogar beides, dann ist es zum scheitern vorprogrammiert.

Ein wenig glaube ich Dich in diesem Bezug zu kennen und denke auch Deine Ernsthaftigkeit einzuschätzen zu können.
Deine Ehrlichkeit und Deine Bescheidenheit, würden auch Hilferufe senden und jede Möglichkeit ausschöpfen, was den Unterschied nur zu diesem Beispiel mal verdeutlichen soll.




Anja schrieb:Die ganzen Negativ-Aspekte aus dem organisatorischen Bereich folen jetzt:
1) Ich bin viel unterwegs, auch in Hotels, bei Freunden, mit dem Auto. Einen Riesen mitzunehmen ist oft schon schwierig genug, weil man keine Unterkunft bekommt, weil man ein Platzproblem hat, weil man im Restaurant schon mit einem Riesen schräg angeschaut oder abgewiesen wird.
2) Mein Mann kann sich kaum bis gar nicht um die Hunde kümmern, es hängt alles an mir. Bin ich krank oder muss ohne Hund fort, finde ich MEnschen, die EINEN Hovi nehmen, aber nehmen die auch 2? Meine beste Freundin hier ist schon mit dem Bären oft überfordert, eil er eben kein nettes, liebes Retrieverle ist, das einem jeden Wunsch von den Augen abliest.
3) Einen großen Hund kann ich bei Kunden-Terminen, wenn kein Hund dabei sein kann, locker in meinem Auto auch mal 2 Stunden pennen lassen. 2 Hunde dieser Größe gehen nicht, es sei denn, sie lieben sich heiß und innig. Bei Sherlocks Individualdistanz, die er ein Leben lang pflegt, friert eher die Hölle ein, als dass er mit jemandem Kontaktliegen veranstaltet. Noch ein größeres Auto will ich nicht, ein anderes auch nicht. Permanent umgeklappt fahren, würde wieder bedeuten, dass mein Auto die totale Dreckschleuder wird, das wähnte ich hinter mir gelassen zu haben. Derzeit dreckt es nur im hinteren Drittel.
4) Ich bin nervlich und gesundheitlich nicht 100% stabil. Mein Lebenswandel zwischen 20 und 30 hat seine Spuren tief hinterlassen. Es gibt Tage, da wäre ich mit der Führung von zwei Hovies schlicht überfordert, was zu einem deutlich höheren Organisations-, Fahr- und Planungsaufwand führen würde, um Belastungen zu minimieren.
5) Wir haben nun den Fahrradanhänger und eine tolle Freizeitbeschäftigung für uns 3 gefunden. Käme ein zweiter Hund dazu, wäre der Anhänger zu klein, der Hund zu jung zum selbst laufen, ein zweiter Anhänger kommt nicht in Frage, da dann wirklich ein ernsthaftes Platzproblem auftritt, da alles auch noch irgendwie ins Auto passen muss.
6)Ich nehme den Bären überall mit hin. 2 Bären würde ich deutlich seltener mitnehmen.

Fazit: Es bleibt vor allem die panische Angst vor dem Loch ohne Boden. Es ist ein praktischer Wunsch da, der aber die Bedenken für den Alltag nicht überstrahlen kann. Hinzu kommt eben der Bär, der durch sein Verhalten deutlich macht... bleib mir fort mit Welpen und mit Rüden...
Wenn Du nicht bereit bist, Dein Leben zu ändern, bzw. anders zu organisieren, dann wäre es wahrlich die falsche Entscheidung.
Was ich hier jedoch lese, ist nur die Angst vor den Veränderungen.

Es ist beeindruckend mit welchen Überlegungen Du Dich vor der Anschaffung beschäftigst und ich wünschte mir manchmal nur die Hälfte von den Überlegungen.
Da mir diese aber verborgen blieben, konnte ich sehen, dass es immer irrgendwie geht.

Es ist aber schon übertrieben, wenn man sich vorstellt, was alles passieren kann, denn dass man krank wird, ist nur eine Überlegung, realistisch sind aber viele andere schlimmere Probleme, durch die auch auch ich teils gehen musste.
Es gibt Dinge die man einfach nicht vorher sehen kann.

Was wäre denn, wenn Du jemanden hast, der Deine Hunde gerne nehmen würde, Du nun zwei weitere Hunde haben würdest und plötzlich ist diese Person nicht mehr da?

Bleib also in der Realität, lebe heute und betrachte die Punkte aus der Beeinträchtigungsseite und nicht aus der Waskönntepassierenseite.


Das Schlimmste, was Du machen könntest, wäre die Hunde zu trennen.
Dein Auto ist groß genug für zwei Bären und mit geringem Aufwand lässt sich auch Dein Auto so modifizieren, dass zwei Bären Platz haben und Du trotzdem noch Leute mitnehmen kannst.

Ich habe Dich als Organisationstalent in Erinnerung, dann lass dieses Talent auch raus.

Scheue Dich nicht vor Veränderungen und stehe Dir selbst nicht in den Weg.

Es gibt nur sehr wenige, denen ich dazu raten würde, aber bei Euch mit ruhigem Gewissen.

Mir scheint es fast, als bist Du mehr zum Kopf- als Bauch-mensch geworden.


Stelle Dir eine Pro-Contra Liste, die aus realistischer Sicht zu betrachten ist und nicht auf Spekulation basiert.
Versuche die Liste zu organisieren und wäge den Aufwand ab.

Das Ergebnis sollte dann Deine entgültige Entscheidung sein.

Bekommst Du das so hin, ziehe ich den Hut, denn das habe ich so nie geschafft.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
Antworten
#36
Wow. Danke für diese unglaublichen Kommentare.

Ich habe gelacht, genickt, bin rot geworden und geschockt darüber, wie gut Du mich doch irgendwie trotz der wenigen Male, die wir uns persönlich trafen, zu kennen scheinst.

Und... ich habe ALLES verstanden freuen ...

Das muss jetzt erst mal sacken. Bitte verzeih mir diese Distanzlosigkeit umarmen

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
Antworten
#37
In vielem stimme ich Thomas zu, aber nicht in allem. Meine Hunde dürfen keinen Welpen ausgrenzen. Ich entscheide, dass auch der kleine mit zu mir darf. Ich habe ja zwei Seiten zum liegen. Nie würde ich akzeptieren, dass einer der Hunde vertrieben wird.

Beim neue Sachen lernen beziehe ich eigentlich immer beide mit ein. Jeder darf abwechselnd die Übung machen. Bam Bam fand das am Anfang richtig scheiße. Er hat neben an den Kasper gemacht und wollte immer besser sein. Betty hat nicht akzeptiert, dass sie warten muß, bis Bam Bam seine Übung gemacht hat. Mittlerweile weiß jeder, das immer abgwechselt wird. Und beide fühlen sich wohl damit. Bam Bam hat jedoch immernoch den Stellenwert, das er die erste und die letzte Übung machen darf.
Ich habe den älteren Hund immer auch in die Pippifax Übungen mitmachen lassen. So hat Bam Bam auch Sitz und Platz Übungen machen dürfen und wirde nicht hinten angestellt. Immer gemeinsam.
Es war nie einer der beiden ohne Aufgabe wenn der andere eine hatte.

Ich verstehe diese Angst Anja. Und hätte ich Bam Bam nicht gehabt damals, weiß ich nicht wie ich das überstanden hätte. Ich hätte es wahrscheinlich nicht so einfach geschafft. So konnte ich mich nicht in tiefe Depressionen stürzen, weil da ja ein Welpe war der mich dringend gebraucht hat.

Am Anfang war es schon stressig. Aber meine zwei sind ja beide noch so jung. Es hat gedauert, bis sich alles eingefügt hat. Und jetzt fängt es an, dass es stressfrei wird. Nicht weil die Hunde sich nicht mochten, sondern weil es schon ein Unterschied ist ob man zwei oder einen rumschleift.

Ich kann nur bestätigen, dass ich meine Hunde nicht mehr immer überall mitnehme. Allerdinsg bin ich dadurch ein Stück freier geworden. Warum sollte ich sie mitnehmen. Sie sind ja nicht alleine.

Mittlerweile nehme ich beide mit zum essen, wobei Bam Bam sich von Bettys ständigem Essen suchen anstecken läßt. Das ist am Anfang nervig. Aber mein Gott, auch das geht weg.
Pebbles und Bam Bam haben sich hingelegt und geschlafen. Da hat man die nichtmal bemerkt.

Wenn Du den Hunden die Chance läßt, dann ergänzen sie sich meist sehr gut. Sie lernen viel voneinander. Und die Erziehungsarbeit ist deutlich geringer als bei einem, wenn der Ersthund keine Baustellen hat.

Ich habe bei Pebbles meine Entscheidung bereut. Und zwar sehr. Und ich denke auch jetzt noch, dass sie Bam Bam nicht gebraucht hätte.
3 Wochen bevor sie starb habe ich das erste Mal gesagt das ich jetzt glücklich bin und meine Hunde jetzt zusammen wachsen. Das erste Mal, das ich gesehen habe das sie sich freut wenn er da ist...
Aber ich habe auch Fehler gemacht. ich habe mit jedem einzeln gespielt, ich habe einzelen Spaziergänge gemacht,... ich habe einfach nicht beide Hunde zusammen gesehen, sondern jeden als Einzelhund.

Ach wieviel habe ich die erste Zeit geweint.... Zum Glück hatte ich die Züchterin, die mir von Ihren Problemen erzählt hatte. Ihr Hündin, die sobald der Welpe da war gegangen ist und sich verkorchen hat,... Und jetzt, die Hunde sind ein wunderschönes 4er Rudel.

Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen Anja. Ich kenne Deine bedenken, auch ich habe und hatte sie. Und manchmal denke ich auch, das es einfach wäre nur einen Hund zu haben. Aber dann sehe ich die beiden zusammen gekuschelt schlafen, wie Betty Ihren Kopf unter Bam Bams schiebt, wie sie zusammen an einem Kauding rumbeißen, wie sie toben, wie sie sich freuen wenn Tom zum einen Eingang reingeht und ich zum anderen und sie 30 sek getrennt waren, wie Bam Bam Betty morgens erstmal von oben bis unten putzt, wie Betty Bam Bam angurrt wenn sie will das er sich zu ihr legt,.... es gibt so viele schöne Momente wo cih denke das es alles Wert ist. Das mehr an Haaren, die manchmal blöden Blicken, die Wut, wenn sie blödeln und einfach nicht hören wollen, das überlegen wie ich das denn mache auf dem Hundeplatz im Sommer und immer jemanden suchen muss der einen nimmt,..... Das alles ist es wirklich Wert.
Antworten
#38
Ich finde Thomas Bericht Klasse.

Ich bin im übrigen wie Verena auch der Mensch, der gerne mal Dinge ohne Hunde tut.

Mit 4 Hunden bin ich derzeit sowieso nicht mehr so gerne als Gast gesehen, das ist den meisten zuviel (ausser im Sommer wenn man draußen sitzt) da einige ja auch noch Hunde haben, ist auch OK, kein Thema wobei meine Hunde sich bisher bei Besuchen immer lieb und ruhig verhalten haben, es gab noch nie klagen zumindest bei den 3en (Monty, Luca, Curly).

Bin ich also auf einer Party eingeladen (wenn sie bei uns in der Nähe ist) dann gehe ich selbstverständlich ohne Hunde hin, hätte ich Kinder, wären die ja auch Zuhause.

Ich unternehme viel mit meinen Hunden aber auch gerne mal etwas wo Hunde entweder fehl am Platz sind, nicht erwünscht sind oder wo ich einfach weiss, zu Hause da geht es ihnen gut, was sollen sie hier....

Aber wenn ich das von Dir richtig lese, nimmst Du den Bären generell überall mit hin, ich denke das kriegst Du auch mit 2 Hunden noch gut hin ohne das die Menschen sagen, nö, 2 Hunde sind uns aber zuviel...
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




Antworten
#39
Ich war ohne Hund nicht mehr existent. Was ehrlich gesagt meine Beziehung auch ein wenig aufs Spiel gesetzt hat. Undich habe es erst jetzt langsam begriffen.

Meinen Hunden tut es nicht weh, wenn sie mal 2-3 Stunden daheim sind nach einem langen Spaziergang und ich mache irgendwas freuen

Wobei ich allerdings noch immer so bin, wer meine Hunde nicht mag, der braucht aus bei uns nicht sein. Wenn ich irgendwo eingeladen bin und die Leute mögen das nicht, dann sage ich ab oder zu, wie es mir passt. Aber bei uns in der Wohnung schränke ich meine Hunde nicht ein. Klar, sie brauchen nicht den Besuch knutschen wenn er das nicht will, aber sie dürfen genauso auf die Couch z.B.
Antworten
#40
Ich habe eine sehr liebe Freundin die will einfach soviele Hunde nicht im Haus haben (sie hat einen Putzfimmel...und sieht nur DRECK)
Auch 3 Hunde will sie nicht in der Wohnung haben, eigentlich nur ihren eigenen und hinter dem putzt sie auch nur her... naja, anders als wir eben so sind...

Das aktzeptiere ich dann, kein Thema, entweder komme ich dann alleine (also ohne Hunde und Mann, weil zu weit weg um mal eben zu besuchen..)) oder sie muss zu uns kommen...
wenn Sie uns komplett sehen will.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




Antworten


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Mein Haus, mein Garten, meine Familie - normales Verhalten? Anika 12 4.062 29.09.2008, 14:03
Letzter Beitrag: Anika



Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste