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Artgenossen in unserer Familie - Bär und Gäste
#21
Also bei uns liegen die Kausachen immer rum für die zwei. Da gibts auch nie streit. Die kauen zusammen an einem Ding. Wenn ich sie auf ihre Plätze schicke und jedem eines gebe, liegen sie da und schauen mich blöd an.

Oft wird dann auch getauscht, weil Bam Bam lieber das weichgelutschte mag und Betty mag eigentlich seins haben. Ab und an muß ich Betty in die Schranken weisen wenn sie es mal übertreibt und alles klaut und in ihren Korb legt und den bewacht. Das ist aber echt selten.

Bei uns gibt es wirklich nie Streit wegen irgendwas.

Das ein Hund bei uns nicht rein dürfte gäbe es nicht, dann gibts sofort eine auf den Deckel. Wobei das bei den Damen mit dem gezicke mal vorkommen kann. Bei Betty bisher nicht, aber wer weiß was noch kommt.

Pebbles hätte Bam Bam definitiv nicht gebraucht. Sie war so glücklich wie es war. Bam Bam ist viel glücklicher mit Betty. Er wäre alleine nur ein halber Bam Bam gewesen.

Ich gestehe, meine Hunde sind distanzlos. Wenn einer knurrt, dann rollt sich Betty unter ihn um zu zeigen wie süß sie ist, und Bam Bam zeigt das er das auch kann. Läßt sich aber sofort abrufen.
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#22
Anja schrieb:Beschäftige mich seit vielen Jahren immer wieder mit dem Thema Rudelhaltun ja oder nein.
in Deinem Fall ganz klar ja!

Anja schrieb:Familiär bedingt und auch durch meine Arbeit habe ich auch immer mal wieder Gasthunde hier, so dass ich in verschiedenen Altersabschnitten von Sherlock die Möglichkeit hatte, sein Rudelverhalten (ich nenne das jetzt einfach mal so) zu beobachten.
Vom Rudelverhalten ist das noch weit entfernt, denn das würde sich erst nach einer sehr unterschiedlich langen Zeit bilden.
Bei mir zogen ständig neue Welpen ein und immer lief es gleich, unzwar ähnlich wie Du es beschreibst.
Der Unterschied war nur häufig, dass ich akribisch darauf achtete, dass ich wenig Bindung zu den Hunden aufbaute.

Dennoch gab es auch Welpen, die bei mir einzogen, die ich dann behalten habe und somit auch intensiv die Bindung förderte.

Wenn Du Dir das Thema noch einmal durchlesen möchtest, dann wirst Du erkennen, dass Bindung ein Prozess ist, der zwangsläufig entsteht, wenn ein Welpe in ein Rudel kommt.

Wenn ich mal daran denke, dass Diego von Butsch wärend der Fahrt von Fulda nach Wismar ununterbrochen auf äußersten Abstand hielt und ihn heute täglich pflegt.

Das Pflegen sieht dann so aus, dass die Ohren und Augen ausnahmslos täglich gereinigt werden.

Diego ist wie ein Sohn und ich wage zu bezweifeln dass er Butsch je streitig machen würde.


Anja schrieb:Von allen Hunden, die ich bisher zu Gast hatte, hat bisher Sheila die meisten Rechte. Sie ist seit Montag hier.
eine Erklärung wäre die bereits vorhandene Zusammenarbeit, Sheila durch ihre Aufgaben kommunikativer geworden ist, sie eine Hundin ist und die von den Beispielen beschriebenen Hunden die älteste ist.


Anja schrieb:Nun frage ich mich, warum darf Sheila so viel?
Sie kommuniziert und es besteht bereits ein gemeinschaftliches Verhältnis.


Anja schrieb:Erhöht ihre unterwürfige Art seinen Status, so dass er sie gnägigerweise gewähren lässt?
Sie erhöht nicht seinen Status, sie kooperiert und kommuniziert, was Sherlock angenehm ist.
Den Status solltest Du ändern, jedoch würde das viele Änderungen mitsich bringen, auf die Du Dich einlassen solltest.


Anja schrieb:Ist sie ihm einfach egal, weil sie ihm nichts streitig macht?
Wenn ein Hund einen anderen akzeptiert hat, dann muss er zwangsläufig kommunizieren, das wiederum kann er nur, wenn er ihr viel erlaubt um bei Fehlern sie wieder einschränken zu können.


Anja schrieb:Ist er bei durchsetzungsstarken Hunden unsicher und fühlt sich einfach unwohl, weil er Angriffe fürchtet?
nein, er würde in der Vergangenheit in den für diese verantwortlichen Momenten, von Dir korrigiert und er erwartet es auch weiter, dass Du es regelst.


Anja schrieb:Braucht er grundsätzlich keine Artgenossen zum Glücklichsein?
ich behaupte, würde ein Hund dauerhaft dazu kommen, würde er glücklicher sein.
Was aber nicht bedeutet, dass er jetzt nicht glücklich ist.


Anja schrieb:Ist Eifersucht oder Einzel"kind"gehabe im Spiel?
Ich denke Keines von Beidem.




Nochmal von uns berichtet.
Seit Monaten merke ich, das Butschi alt wird und er längst nicht mehr so arbeiten kann, wie er es immer tat und ich bilde mir ein, dass es ihm leid tut, dass er mir nicht mehr so sehr helfen kann.

Diego wird ihm diese Art von Arbeit vermutlich nie abnehmen können, aber er fühlt sich wohler, dass ich ihn nun mehr Ruhe bieten kann.

Er hat seinen Aufgabenbereich geändert und auch wenn es mir sehr schwer viel und ich es bis vor ein paar Tagen noch nicht glauben wollte, aber ich muss es akzeptieren.
Wie sehr er sein Rudel nun genießt, sehe ich täglich und ich bezweifel, dass er ohne seinem Rudel so glücklich sein könnte.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#23
Thomas schrieb:
Anja schrieb:Beschäftige mich seit vielen Jahren immer wieder mit dem Thema Rudelhaltun ja oder nein.
in Deinem Fall ganz klar ja!

Hmm. Warum so klar? Was siehst Du hier, was ich nicht sehe?

Thomas schrieb:Wenn ich mal daran denke, dass Diego von Butsch wärend der Fahrt von Fulda nach Wismar ununterbrochen auf äußersten Abstand hielt und ihn heute täglich pflegt.

Kannst Du Dich daran erinnern, wie lange es dauerte, bis Butschi Diego angenommen hat?

Thomas schrieb:
Anja schrieb:Von allen Hunden, die ich bisher zu Gast hatte, hat bisher Sheila die meisten Rechte. Sie ist seit Montag hier.
eine Erklärung wäre die bereits vorhandene Zusammenarbeit, Sheila durch ihre Aufgaben kommunikativer geworden ist, sie eine Hundin ist und die von den Beispielen beschriebenen Hunden die älteste ist.

Sherlock war nicht immer mit, wenn wir mit Sheila gearbeitet haben. Über Monate wartete er im Auto. Sie kamen nur zusammen, wenn wir draußen gearbeitet haben, aber da war Sheila im Job und der Bär im Hintergrund. Sie haben nicht wirklich etwas zusammen gemacht.
Und sie ist von den Hündinnen, die hier zu Gast waren, mit Abstand die jüngste.


Thomas schrieb:[quote="Anja"]
Nun frage ich mich, warum darf Sheila so viel?
Sie kommuniziert und es besteht bereits ein gemeinschaftliches Verhältnis.

Das bestand mit den Hündinnen, die ich teils über 4 Monate hier hatte, auch. Die Hündin meiner Schwiegereltern war so lange hier und die Hunde kennen sich von klein auf. Lolle, meine Gasthündin, war einmal über 2 Wochen hier, sie kannten sich auch. Beide Hündinnen waren bzw. sind vollwertig. Lolle wurde kastriert. Sie ist einiges jünger als Sherlock, aber älter als Sheila. Beide Hündinnen, von denen ich hier schreibe, sind eher Hexen. Versuchen sich durchzusetzen, sind nicht unterwürfig und artig.

Während ich das hier schreibe, überlege ich... und höre den Groschen fallen. Sheila habe ich nicht erziehen müssen, während sie hier war. Sie hört einfach auf mich und ist lieb. Die anderen Hexen habe ich ständig in ihre Grenzen weisen müssen, weil sie etwas respektlos sind. Kann es sein, dass er mir durch seine Abweisende und teils garstige Art den Mädels gegenüber dabei helfen wollte bzw. sie sich selbst auch noch zu erziehen gedachte?



Thomas schrieb:Den Status solltest Du ändern, jedoch würde das viele Änderungen mitsich bringen, auf die Du Dich einlassen solltest.
Hier hab ich mal wieder den Propfen im Schlauch, was meinst Du damit? Kannst Du vielleicht ein Beispiel nennen?

Thomas schrieb:
Anja schrieb:Ist er bei durchsetzungsstarken Hunden unsicher und fühlt sich einfach unwohl, weil er Angriffe fürchtet?
nein, er würde in der Vergangenheit in den für diese verantwortlichen Momenten, von Dir korrigiert und er erwartet es auch weiter, dass Du es regelst.

Hier ist irgendwie ein Missverständnis drin. Mir ging es um Angriffe gegen Sherlock. Sind diese vorgekommen, wie z.B. von Lolle, habe ich SIE korrigiert, aber nicht ihn.

Ihn zu korrigieren, wenn er Gasthunde maßregelte, fällt mir sehr schwer. Hier finde ich nicht das Auge, was ich bei Hunden habe, die ich nicht so liebe wie ihn. Wenn er z.B. von mir geknuddelt wird und Sandras Welpe kommt zu uns, wohl gemerkt nicht distanzlos, sondern vorsichtig, dann will ich nicht, dass Bär den weg knurrt und schnappt, sondern ich will entscheiden, ob der Keks mitschmusen darf. Ich war nur in diesen Momenten unsicher. Und das hat Bär gemerkt, denke ich. Also in diesen Situationen bin ich nicht klar.



Thomas schrieb:Seit Monaten merke ich, das Butschi alt wird und er längst nicht mehr so arbeiten kann, wie er es immer tat und ich bilde mir ein, dass es ihm leid tut, dass er mir nicht mehr so sehr helfen kann.

Das merke ich leider auch und wünsche mir eigentlich, dass Sherlock einen Jungen Hund in dieser Arbeit anlernen könnte. Aber vielleicht träume ich davon auch nur und würde nachher auch sagen, dass der "Nachfolger" ihm diese Arbeit vermutlich nie abnehmen können wird, weil er einfach ein völlig anderer Hund sein wird. Wunschdenken?

Diego wird ihm diese Art von Arbeit vermutlich nie abnehmen können, aber er fühlt sich wohler, dass ich ihn nun mehr Ruhe bieten kann.

Sherlock zeigt mir relativ deutlich, für welche Bereiche er gerne Vertretung hätte und für welche er noch Bock hat. Lasko wird hoffentlich bald in diese Bereiche einsteigen, die der Bär frei gibt. Mal sehen.

Ich sehe nur noch keine Freigabe für unser Privatleben freuen . Meine Angst, Sherlock zu vernachlässigen, ist zu groß... Es gibt kein Thema, in dem ich je so geeiert wäre, als das Zweithundethema.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#24
Aber Dein Entschluss steht doch fest, lasse es doch so wie es ist, warum machst Du Dir Gedanken darüber?
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#25
Es steht EIGENTLICH fest zwinkern .

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#26
Meine Erfahrung sagt mir, wer solange hardert oder überlegt, dann ist es besser man läßt es so wie es ist, damit man nicht doch dann enttäuscht wird.

Zumindest aus heutiger Sicht. Nächstes Jahr denkst Du vielleicht anders oder schwups, der Wunsch ist da und kann umgesetzt werden.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#27
In solchen Dingen, die mit Leben und vielen Jahren Gemeinsamkeit zusammen hängen, bin ich noch mehr Denker als eh schon. Bin schon ein Bauchmensch, aber nicht in Entscheidungen, die so weit reichende Folgen haben, wie die Anschaffung eines Lebewesens.

Ich mag gerne abwägen, wenn es mir möglich ist. Wenn ich mir Jacky vor Augen führe, die auch Hundetrainerin ist, die gerne ein Rudel geführt hätte, die alles abgewogen hat und dennoch einen Hund wieder abgeben musste... so etwas möchte ich wenn möglich vermeiden.

Wenn man aber nie etwas tut, nur weil man Angst hat, zu versagen, gewinnt man auch nicht. Und deshalb das Geeiere.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#28
Ich verstehe dich nur zu gut Anja. Ich habe die erste Zeit als wir Bam Bam hatten viel geweint. Da hast Du eine Entscheidung getroffen und fühlst Dich auf einmal nicht mehr wohl damit, und kannst sie aber nicht so einfach ändern.

Immer diese Sorge, der andere könnte zu lurz kommen. Und dadurch machen wir oft die Harmonie zwischen den Hunden kaputt, weil wir uns ständig bewußt und unbewußt einmischen.
Manchmal muss man sich einmischen, klar, aber oft auch nicht.

Bei Bam Bam hatte ich das nicht. Der war von Anfang an so happy, das er Betty nicht als störend empfand, oder das ihm jemand etwas wegnimmt, das es mir echt leicht viel.

Vielleicht wäre es für Dich das Beste, einfach eine Pflegestelle zu wählen. Dann hast Du einen Hund in Pflege, der vermittelt wird, und solltest Du Dich entscheiden es passt, dann kann er ja auch bei euch bleiben.

Aber was ist denn mit dir? Willst DU denn einen Zweithund, ohne alles andere in Betracht zu ziehen?
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#29
Bin zwar nicht Anja aber...

Ich habe jetzt soviel von Anja gelesen und wenn ich das richtig deute, ist Anja von beiden Seiten her unsicher.

A: Weiss sie nicht ob der Bär das braucht und
B: weiss sie aus meiner Sicht auch nicht ob sie das braucht

Aber vielleicht liege ich da ja auch falsch, wenn es so ist dann
sorry und Bitte um Korrektur meiner Annahme. freuen

Wenn ein Zweithund einzieht, wird das doch dann sicher ein Hovi???

Werden da auch Pflegestellen gesucht also sind oft Hovis in
den Vermittlungen?

Die Idee von Verena ist ansich nicht schlecht aber bei einem Pflegehund
kann es sein, das er ganz schnell vermittelt wird, so schnell vielleicht das
Anja und Ihr Mann immer noch nicht wissen ob es paßt oder eben auch ganz
lange dauern kann, je nachdem.

Mit dem zu kurz kommen das kenne ich so nicht weil jeder Hund einen
individuellen Anspruch hat und die meisten Leute ja auch zu 2 sind und
sich auch zu gleichen Teilen um die Tiere kümmern, zumindest in meinem
Bekanntenkreis.

Das ist meistens ein sehr menschlicher Gedanke und dürfte den Müttern
unter uns bekannt sein.

Ich hatte nie den Eindruck das einer meiner Hunde zu kurz kommt weil
auch ein Hund braucht nicht den ganzen Tag Bespassung oder Ausbildung
nur mit seinem Menschen.

Liebe und Zuwendung kann man auch mehreren Tieren wie auch Personen
zukommen lassen ohne das einer vernachläßigt ist vor allem wenn man die Zeit
dafür hat und da hat Anja ja durch Ihre Arbeit die besten Voraussetzungen da
die Hunde ja immer bei ihr sind auch wenn sie mit anderen Hunden trainiert,
anders als bei Menschen die längere Zeit tagsüber aus dem Haus sind oder
arbeiten (also im Büro etc.) und auch nicht zu der Zeit den Hund bespaßen können. freuen
Sie sind zumindest dabei und nah bei Frauchen.

Rein menschlich diese Sichtweise. So mein Gedanke dazu.




[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#30
Ich sage ja Jasmin, das wir uns da so viele Gedanken machen und dadurch mehr kaputt machen als das es hilft.

Ich habe das jetzt gar nicht mehr. Ich liebe beide Hunde und jeden für das was er ist. An Betty liebe ich besonders das man sie knödeln kann, also sie einfach zu sich hinlegen kann und sie durchkneten und knutschen kann und sie bleibt einfach liegen und liebt es und an Bam Bam das er sich so übermäsig freut und so viel lacht.

Keinen kann ich vergleichen und ich liebe beide Hunde unterschiedlich, aber genauso sehr.
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