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Artgerechte Ernährung - artgerechte Haltung - wer weiß, was "richtig" ist?
#21
Natürlich findet man immer etwas. Keine Frage, aber vergleichen kann man ihn nicht mehr. Ebenso wie man die Rassen untereinander nicht in allem vergleichen kann.

Ich verteufel bei solchen Theman gar nichts. Weder das eine, noch das andere.
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#22
Ui, hier ist ja viel passiert, während ich in der Hundeschule war...

Interessante Ansichten, wie ich finde.

Die Frage ist ja dann nur, ob alles, was nicht augenscheinlich artgerecht ist, automatisch schlecht ist.

Nicht artgerecht wäre dann aus meiner Sicht:
Agility
Dogdance
Obedience
Servicehundearbeit
Blindenführhundearbeit

Demnach wäre artgerecht:
Rettungshundearbeit
Mantrailing
Zielobjektsuche
Dummie-Arbeit
Jagdliche Führung jedweder Art
Spürhundearbeit jeglicher Art

Ich kann nur aus meiner Erfahrung mit meinem Hund schöpfen, er betreibt Agility mit derselben Begeisterung wie Sucharbeit, Dummie-Arbeit, Mantrailing, ZOS. ABER, ich brauchte deutlich länger, um ihm diese Begeisterung zu vermitteln. Alles, was mit dem Rüssel gemacht wird, ist SOFORT angenommen worden.

Beim Futter... waren viele Jahrhunderte Essensabfälle der Menschen DIE artgerechte Ernährung schlechthin für Haushunde, weil es etwas anderes schlicht und ergreifend nicht gab. Heute haben wir eine andere Welt, und diese ist gespalten in BARFer, Teilbarfer und Fertigfutterkunden, wobei auch die sich noch unterteilen in Kenner und einfache Käufer.

Ob es nun so artgerecht ist, wenn wir BARFen, während Generationen vor unseren Hunden eben nur Tischabfälle in den Hund wanderten, ob hinter dieser Bewegung mehr Religion als Wissen steckt... werden wir hier nicht heraus arbeiten. Für MICH ist es nicht artgerecht, nur weil es schon die Wölfe fraßen. Denn wir HABEN keine Wölfe mehr. Wir leben schließlich auch nicht mehr auf dem Baum.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#23
Anja schrieb:Die Frage ist ja dann nur, ob alles, was nicht augenscheinlich artgerecht ist, automatisch schlecht ist.

Nicht artgerecht wäre dann aus meiner Sicht:
Agility
Dogdance
Obedience
Servicehundearbeit
Blindenführhundearbeit

Demnach wäre artgerecht:
Rettungshundearbeit
Mantrailing
Zielobjektsuche
Dummie-Arbeit
Jagdliche Führung jedweder Art
Spürhundearbeit jeglicher Art

Ich kann nur aus meiner Erfahrung mit meinem Hund schöpfen, er betreibt Agility mit derselben Begeisterung wie Sucharbeit, Dummie-Arbeit, Mantrailing, ZOS. ABER, ich brauchte deutlich länger, um ihm diese Begeisterung zu vermitteln. Alles, was mit dem Rüssel gemacht wird, ist SOFORT angenommen worden.
natürlich ist nicht alles schlecht, was nach dieser Sichtweise "weniger artgerecht" ist,
Hauptsache es macht beiden Spaß! Und Hundeführer haben auch ein Recht auf "artgerechtes Leben" nach Menschenart... lachen lachen
Außerdem gibts inzwischen durch die Zucht sehr große Unterschiede bei den Hunderassen, somit ist "artgerecht" ohnehin wieder relativ - je nach Hund!


Interessant finde ich, welche Rassen sich in bevorzugt für die obere oder/und untere Kategorie eignen, bzw. begeistern lassen...

Meine Hündin passt auch eindeutig besser in die untere Gruppe.
Obedience, Tricks, Agility & Co würde sie nur um der Belohnung wegen tun... lachen
Was nicht heißt dass das nicht auch Spaß machen könnte, aber jede Art von Rüsselarbeit liegt ihr eindeutig mehr!
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#24
Trailer schrieb:Und Hundeführer haben auch ein Recht auf "artgerechtes Leben" nach Menschenart...

Interessante Sichtweise... manches Mal scheint das völlig in Vergessenheit geraten zu sein und es geht nur noch nach dem Motto "alles für den Dackel, alles für den Club, unser Leben für den Hund" cool

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#25
Leider sind die Menschen ja auch oft krank, weil sie nicht artgerecht leben und ernähren! Das ganze nennt sich Zivilisationskrankheiten!

Heute haben auch die Hunde allerlei Zivilisationskrankheiten!

Meistens hatte früher Menschen Hunde, die auch Nutztiere hielten und dadurch bekamen die Hunde die toten Tiere zu fressen, oder die totgeborenen Kälber und Lämmer, sowie die ganzen Schlachtabfälle! Die Essensreste vom Tisch waren sicher nur ein klitzekleiner Anteil, falls davon was übrig blieb!
Also ich und auch viele andere sind sich sicher, das die Ernährung mit rohem Fleisch und dem anderen Kram was ein totes Tier noch so hergibt, das artgerechteste was ein Hund bekommen kann!

Natürlich kann ein Hund auch an anderen Beschäftigungen Spaß haben die nicht mehr so ganz artgerecht sind!

Was aber gar nicht artgerecht ist, wenn ich einen Hund im Zwinger halte, oder auch in der Wohnung, er 8 Stunden am Tag allein sein muss und zwei oder drei mal am Tag mit der Leine um den Block geführt wird um sein Geschäft zu erledigen! Ansonnsten keine Aufgabe hat und lange Weile hat und deshalb lethargisch oder agressiv wird!
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#26
Anja schrieb:Nicht artgerecht wäre dann aus meiner Sicht:
Agility
Dogdance
Obedience
Servicehundearbeit
Blindenführhundearbeit

Demnach wäre artgerecht:
Rettungshundearbeit
Mantrailing
Zielobjektsuche
Dummie-Arbeit
Jagdliche Führung jedweder Art
Spürhundearbeit jeglicher Art

Aber artgerecht ist doch so ein dummes Wort lachen Sollte man es nicht in

Nuetzlich

Rettunghundearbeit
Mantrailing
Servicehundearbeit
Blindenhundearbeit
Jagdhund
Spuerhund
Zughund
Schaeferhund


und nur zum Spass

Zielobjektsuche?
Dummiearbeit
Agility
Dogdance
Frisbee
Hundesport

Denn was in meinen Augen Sinn macht, verstehen auch meinen Hunden.

zB mit den oben genannten "artgerechten" Beschaeftigungen braeuchte ich Lucy gar nicht erst zu kommen. Sie kann/mag ihre Nase nicht einsetzen. Sie sucht Dinge mit den Augen und ich koennte es ihr nicht verkaufen weil ich in keiner dieser Arbeiten einen Sinn sehe.
(Denn Sinn in der Rettungshundearbeit sehe ich schon aber bei uns gibt es keine Rettungshundestaffel. Ich muesste nach Schottland zur mountain rescue gehen um mich und Lucy ausbilden zu lassen. Da ist es mir zu nass und darin sehe ich dann keinen Sinn. )

In meinen Augen ist keines der obengenannten Dinge artgerechter als das Andere. Einige Dinge aber passen besser zu uns.


Was ich uebrigens als artgerecht empfinde ist eine Kuh auf einer Weide herum laufen darf und dort Grass frisst, Huehner die frei entscheiden koennen ob sie drinnen oder draussen sein moechten, Schweine die im kleinen Familienverband auf einer Freiflaeche leben mit einschliesslich Schlammpfuetze, Enten die immer Zugang zum Wasser haben.
Hier spielt das Artgerechte fuer mich eine grosse Rolle. Daher kaufen wir fast nur Bio und so regional wie moeglich.
Kathi, Lu und Pai
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#27
An sich ist es nicht artgerecht den Hund in der Wohnung zu halten, hat denn der Wolf in der Wohnung gelebt? Die Menschen leben länger, klar, das sie dann mehr Krankheiten haben. Früher gab es eine und daran ist man dann wahrscheinlich gestorben. Also so sehr verteufeln darf man das ganze nicht. Durch die längere Lebenserwartung, ist atürlich das Problem der Überpoulation. Dadurch entstehen wieder seuchen, weil die Natur sich selbst reinigt.

Artgerecht wäre dann das Leben der Strassenhunde Anette..... Ob ich das meinem Hund zumuten möchte???

Und warum soll denn Trockenfutter nicht artegercht sein? Wer legt da den Maßstab fest?
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#28
Pebbles07 schrieb:Und warum soll denn Trockenfutter nicht artegercht sein? Wer legt da den Maßstab fest?
na wenn ich mir mal das Gebiss vom Hund so angucke... mit Augen rollen

nein, ich will Trofu wirklich nicht verteufeln,
aber ich finde es in der Tat nicht artgerecht wenn billige Trofus zum größten Teil nur aus Getreide(-abfällen) bestehen!
Soooo gewaltig hat sich das Verdauungssystem unserer Hunde gegenüber dem Wolf - der nun mal überwiegend ein Fleischfresser ist! - nun auch wieder nicht verändert, dass ich das als "artgerecht" empfinden würde.
(auch wenn viele Hunde damit glücklich gesund alt werden...)
LG,
Ulrike.

[Bild: a010.gif] [Bild: a010.gif]
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#29
Es ist auch nicht artgerecht den Hund jeden Tag zu füttern. Wölfe haben auf einmal große mengen Fleisch gefressen und dann wieder eine Zeit lang nicht.

Versteht ihr worauf ich hinaus will? Wer legt fest wo artgerecht anfängt und wo es aufhört? Für mich heißt artgerecht zufrieden und glücklich. Nicht mehr und nicht weniger.
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#30
Anja schrieb:Artgerechte Ernährung - artgerechte Haltung - wer weiß, was "richtig" ist?
Das ist eine schöne Frage Anja, aber ich sehe diese Wörter im Widerspruch, denn wenn ich ein Tier halte, dann ist es schon nicht mehr artgerecht, egal, ob es in Rudel, Gruppen oder im Schwarm lebt.

genauso sehe ich es mit der Ernährung.
Artgerecht ist es dann nicht mehr, wenn ich eingreife, denn nur Welpen oder Jungtiere lassen sich füttern.

Was ich hin und wieder in anderen Beiträgen andeute, basiert genau darauf hin, denn jeder Art geht es darum, sich selbst zu erhalten, in bester Fitness.
Das Lebensalter spielt dabei keine Rolle, weil die Evolotion nicht darauf aus ist, ein Lebewesen zu erhalten, sondern allein die Art zu sichern.

Aus diesem Grund sehe ich auch artgerecht sehr kritisch und bezweifel einfach aus wissenschaftlicher Sicht und meinen Erfahrungen, dass man mit artgerechter Haltung und/oder Ernährung ein möglichstes Alter erzielen kann.

Artgerecht heißt niemals optimal.

Auch hier lässt sich wieder so schön anmerken, dass sich kaum ein Barfer oder Rohfütterer bewusst ist, welcher Belastung er sich der Organe seiner Hunde aussetzt.

Ich gebe Dir Brief und Siegel, dass kein Barfer Dir hier beantworten wird, welchen Weg, bspw. eine Rehkeule geht, was dafür vom Körper erforderlich ist und welche Nährstoffe davon von seinem Hund in welcher Form aufgenommen werden.
Dann auch noch davon zu reden, wie diese im Geschmack ist, zeigt einfach mit welchem Wissen man daran geht.

Oft wird kritisiert, dass wir Menschen auch nicht so ein Theater um unsere Ernährung machen, wobei häufig vergessen wird, dass wir Appetit auf fehlende Stoffe bekommen und selbst wählen, was wir essen.

Artgerecht heißt auch, wenn Hunde selbst wählen dürften, dass sie sich natürlich auch jeden Misthaufen bedienen und Kothaufen bevorzugen dürfen.

Krankheiten und Allergien werden genauso häufig kritisiert, doch niemand ist sich dem Parasitenbefall und der Krankheiten in freier Wildbahn bewusst. Auch dass die Diagnostik und die Bereitschaft sein Tier überhaupt untersuchen zu lassen, enorm gestiegen ist, will man häufig garnicht hören.


Hundesport kann auch nicht artgerecht sein, denn niemals darf der Hund entscheiden, wann er was tut und wie weit er gehen kann.
Auch hier wird sich dann häufig über das mangelnde Selbstbewusstsein gewundert.

Alles zu kontrollieren und dann von artgerecht zu reden, finde ich einfach unpassend, denn nicht nur die Physis sondern auch die Psyche ist bei einem Hund vorhanden.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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