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Kira und ihre Geschichte
#1
Hallo,

also ich versuch mal zu erzählen wie es mit mir und Kira so kam freuen Vorsicht, wird sicher lang freuen

Ich hatte mir im September 2006 überlegt einen Welpen von einer Blindenführhundeschule zu mir zu nehmen und für diese aufzuziehn. da ich grad in einer ziemlichen Trauerphase um meinen Vater steckte und außerdem war ich grad fertig mit meiner Büroausbildung und suchte nach einer Aufgabe zu dem startete ich ja im Februar 2007 mit meiner Ausbildung zum Hundeerziehungsberater bei Jan und dachte mir so eine Ausbildung zusammen mit einem Hund zu machen wäre toll.

Ja die Schule war dann auch recht schnell gefunden eigentlich alles sehr zufällgi und so wurde Kira dann am 29.10.06 geboren. Eigentlich hatten wir uns bis zur Geburt der Welpen darauf eingerichtet einen schwarzen Rüden zu uns zu nehmen, den Namen hatte ich mir auch schon ausgesucht, er sollte Smatie heißen.

Aber es kam alles anders, und so kam dann die schwarze kleine Kira zu mir, ich wusste von anfang an nicht woher sie kommt, nur das sie von einem Züchter aus Hessen stammt, aber es gab keine Papiere oder änliches. Aber der Ausbilder meinte er holt oft Hunde daher weil es eine gute Zucht sei. Naja und damals war ich halt noch sehr gutgläubig. und gut reden konnte er, aber eden und tun sind ja oft zwei unterschiedliche Dinge.

Naja am 23.12.06 fand die Übergabe von Kira dann in Berlin statt, er hatte sie aus Hessen geholt zusammen mit ihrem Bruder Jason der zu einer Partenfamilie in Berlin kam.

Ja so verbrachte Kira die ersten Monate bei uns und ich hab viel mit ihre gearbeitet und ihr vieles aus dem leben gezeigt um sie möglichst gut für ihre spannende Zeit als blindenführhund vorzubereiten.

Im Februar fuhren wir dann das erste mal nach NRW damals ncch zur alten Schule von Jan. Kira atte sich super dort gemacht und alle waren begeistert von diesem Hund, auch Jan hatte sein Herz an sie verschenkt, Er sagte aber von Anfang an, das Kira kein blindenführhund werden wird, sie hat nicht das passende Wesen. Das sah ich und einige andere Menschen aus so, aber der Trainer meinte immer das bekommen wir schon hin.

Ja ich hatte mit dieser Schule einen Partenvertrag, das er alle Kosten übernimmt die für Kira entstehn und mit uns regelmäßig trainiert, doch irgendwann kam von ihm kein oder kaum noch Geld und trainiert haben wir auch nie, es gab zwei Treffen und einige telefonate, aber mehr nicht. Für mich damals alles schon sehr wunderlich.

Zu dem wurde mir immer klarer nach dem Menschen wie Jan und auch die liebe Janne Kohlstadt mir es auch verdeutlcht hatten, wieviel Kira für mich bedeutet, hatte ich schonmal in dem Beitrag zu Kiras Geburtstag im letzten Jahr geschrieben.

Jan bemerkte von anfang an das ihm das alles ehr komisch vorkommt und das sich die Schule überhaupt nicht um Kira kümmert und mich so hängen lässt.

Naja es kam der Tag x im September 07 wo ich Kira dann abgab und von dort aus gleich zum Seminar zu Jan fuhr, von daher war es sicher komisch das Kira nicht mehr da war, aber da wir das WE e ein Seminar auf der Trumler Station hatten wo wir ohne Hunde hinkommen sollten , wurde es mir noch nicht so richtig klar das Kira weg ist, der Schmerz und die Trauer kamen erst später.

Der Trainer und ich hatten abgemacht, das wenn Kira nicht geeignet ist, ich sie ihm dann abkaufe. Ja ich glaub im Oktober rief er mich an und fragte ob ich Kira immernoch wieder zu mir nehmen würde, da sie evt nicht ausgebildet wird. naja für mich gab es keine Überlegungen.

Im November 07 rief er dann an und meinte ich könnte Kira holen, am besten sofort, zu dem Zeitpunkt lag ich grad mit kaputten Knie dank eines Rotties mit Maulkorb im Krankenhaus.

Ja und da kam Thomas, der Kira denke ich auch von Anfang an mochte und bat sich an Kira zu holen ja und ich glaub er holte sie dann am 21.11.07

Thomas machst du hier weiter??

lg
Tany

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#2
Ja und Kira ohne dich das geht gar nicht. Ihr seid ein Super Team und du hast aus Kira einen tollen Hund gemacht. Wir geben euch Beide nicht mehr her!!!!!



Lieber Gruß Mollyerbse
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#3
Naja das Kira so ist wie sie jetzt ist war ein steiniger wetter Weg freuen

Aber wir haben gekämpft und ich denke wir haben viel erricht.

Sicher ist Kira ein wenig anders, aber das bin ich ja auch freuen

hihi die Kira die nie erwachsen werden will freuen

lg
tany
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#4
Thomas schreibt ja sicher gleich noch was.
Heißt das, das Du als Du die Kira zurückbekommen hast, einen eher verkorksten bzw. schlecht behandelten Hund erhalten hast? Das sie verändert zurückkam?
Wielange war sie genau weg? 3 Monate?
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#5
Sie ist ein toller Hund und hat unser Rudel bereichert. Aber klar es steckt viel Arbeit drin.
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#6
naja es waren so zwei Monate bissel länger..

Weiß jetzt schon das mir gleich die Tränen kullern werden bei Thomas Beitrag.

lg
Tany
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#7
umarmen @Tany
[Bild: IMG_0206.jpg][Bild: IMG_0792.jpg][Bild: IMG_0608.jpg][Bild: IMG_0318-1.jpg][Bild: IMG_0010-1.jpg]

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht 10 Meilen in seinen Schuhen gelaufen bist...
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#8
Tanja war immer sehr besorgt um das Püppchen und schlimmer wurde es, als das Püppchen nicht mehr da war.
Soweit ich weiß, bekam Tanja aber nur selten Auskunft und wenn, dann meist nur dürftige Aussagen wie" ja, der geht´s gut".

(kann mir übrigens nicht verkneifen, dass das nicht am Maulkorb lag, sondern an der Tollpatschigkeit des Rottis, denn verletzen wollte der Dich nicht)

Naja Tanja mit Krücken und sehr traurig, dass sie das Püppchen nicht holen konnte.
So fuhr ich nach Berlin und musste trotz vereinbarte Zeit, noch lange warten.
Als ich in der Zeit mit meinen Hunden ging, sah ich mir immerwieder das Grundstück (den Vorgarten) an.
Übersäht mit Hundehaufen und Spielzeug mit selbigen eingeschmiert.

Als sich dann ein lauter Jeep näherte vermutete ich schon Schlimmes, was sich dann auch bestätigte.
Unzählige Hunde auf der Ladefläche mit Hardtop und ohne Boden.

Das Püppchen war aber nicht dabei und ich wurde gebeten noch einen kleinen Moment zu warten.

Meine Hunde wurden derartig bedrängt, dass ich sie lieber wieder in mein Auto brachte.
Dann kam sie, am Halsband gezerrt, der Kopf hing runter und so tief wie der Kopf hing, so hoch schlug mein Herz.
Was war nur aus dem Püppchen geworden.
Eine Wallnuß große Beule auf dem Kopf und die Augenlieder hingen wie beim Bloodhound.

Doch als ich das Püppchen in mein Auto brachte, musste sie mit den anderen zusammen und aus dem traurigen Püppchen wurde ein unkontrollierbarer Flummiball.
Meine Scheiben knallten ständig und obwohl die Hunde alle hinten waren, konnte ich kaum fahren.
Als sie sich dann später beruhigte, stand sie während der Fahrt immer wieder auf, um sich einfach nur zu freuen.
Da wusste ich aber, dass sie wenigstens nicht ernsthaft Verletzt sein kann.

Nun war es schon spät, aber ich bin dennoch gleich mit ihr zum Ta und ließ sie untersuchen.
Beide Tä vermuteten die Beule auf dem Kopf durch einen Schlag verursacht, da ein Hund sich so kräftig nicht allein stoßen könne.

Da das Gewebe bereits verhärtet war, ließ ich noch eine Gewebeprobe nehmen und bekam ein Mittel (ach siehst, da wollte ich immer mal nachfragen, wie das heißt), dass die Reduktion unterstützen sollte und später auch sehr gut wirkte.

Als wir zu Hause ankamen, musste das Püppchen und auch meine Hunde ersteinmal baden, denn alle haben wie aus einer Hauchengrube gerochen.

Als sie etwas zu Essen bekam, schlang sie das Futter weg, als würde es ihr Leben bedeuten. Deshalb musste ich die Malzeiten in vielen Kleinen stellen.

Draußen war das Püppchen fernab von Leinenführigkeit und sie schien nicht einmal eine Leine zu kennen.
Sie aß alles, was auf dem Boden lag und machte auch vor sämtlichen Kotsorten kein Halt.

So musste dringend etwas Ordnung rein, damit das Püppchen sich wieder wohlfühlen kann.
Kira war wie ein Baby, schlief so und in meinen Vorstellungen hat sie immer einen Schnuller im Mund, deshalb hieß sie bei mir immer Püppchen.

Sie lernte Anfangs schwer und war auch sehr Mangelhaft in ihrer Kommunikation, hatte vor vielen "normalen" Dingen große Angst.
Sie konnte meine Hunde nicht deuten und sich auch nur wenig von ihnen abgucken.
Die Stadt war für sie der Horror, so dass sie langsam darauf vorbereitet werden musste.

Ich hatte nun ja auch immer im Hinterkopf, dass Tanja mit Krücken laufen muss und Kira händelbar sein muss.
So war ich etwas unter Druck, aber je mehr das Püppchen dazu lernte, umso schneller konnte sie das Nächste umsetzen.

Drei harte Wochen für das Püppchen, in der sie noch einen Umzug mitmachen musste. Und der größte Lohn dafür, ist die immerwieder große Freude, wenn wir uns sehen.

Ein Schicksal eines Hundes, der viel erlebte und seinen Dank nicht unterdrücken kann.
Danke Tanja, dass Du aus Kira das gemacht hast, was sie heute ist.
An dieser Stelle wünsche ich Euch natürlich weiter alles Gute und ein langes Leben.
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#9
Ich kenne die Geschichte ja schon von Tany, aber diese Schilderung war so bildlich, da kann man nur weinen.
Muss die Maus nachher nochmal extra knuddeln.

Gruß Mollyerbse
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#10
Eine traurige GEschichte zwar, aber mit HAPPYEND!

Wunderbar..........Tanja, alle Achtung, es heisst was
einen Hund so wieder aufzubauen und zu fördern, damit er
wieder einingermassen normal am Leben teilnehmen kann. freuen
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