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Wild gejagt und gefressen?!?
#1
Hallo!

Wie ich ja schon erzählt habe, trainiere ich zusammen mit Thomas an diversen Sachen, wie zum Beispiel auch das Spazierengehen ohne Leine, also Antijagdtraining usw.

Nun habe ich das ganze gestern wieder geübt und alles war super... Heute jedoch meinte mein Wuff abzuhauen, Wild zu jagen (in dem Moment durfte er aber auch laufen!!!) und war dann fast 2 Std weg... Das kannte ich absolut nicht von ihm. Er war, wenn er dann mal abgehauen ist max 20min weg.

Ich war natürlich schon total panisch, hatte ja auch Angst, dass ihm was passiert oder er etwas anstellt usw...

Dann hab ich auf ein mal ein bellen gehört ihn dann noch mal mit Namen gerufen und er kam dann auch. War natürlich fix und fertig...

Tja als wir dann wieder zuhause waren, hat er sich nach Std erbrochen und mir somit gezeigt, was er in der Zwischenzeit gemacht hatte..

Er hatte frische Innereien in seinem Magen gemischt mit etwas Fell, Blut usw... geschockt

Er hat also wirklich gejagt, um das Wild zu erlegen und dann auch noch zu fressen!!!

Das habe ich jetzt das erste mal gesehen bzw. gehört oder wie auch immer, dass das ein Haushund macht, der morgens auch noch Fressi bekommen hatte.

Ist das normal?

Also ich meine es ist ja schon schlimm genug, dass er jagen gegangen ist und dann auch noch wild erlegt hat, aber dann auch noch auffressen???

Ich bin total schockiert und wütend! Zukünftig üben wir mit Schleppi weiter!!!
Schöne Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Susann


Wende Dein Gesicht der Sonne zu und Du lässt die Schatten hinter Dir.


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#2
Bis jetzt hatte ich zum Glück noch keinen richtig jagenden Hund! Mein Benji hat zwar Mäuse gejagd und gefressen, das haben ihm aber die Katzen gelernt mit denen er aufgewachsen ist!

Obwohl er wo er jung war auch Rehen und Hasen nachgerannt ist, hat er sie weder gehetzt noch den Hasen der sich aus Sicherheitsgründen tot gestellt hat gefressen, den hat er nur abgeleckt! Ich war da sehr froh, da er ja nun ein Münsterländerjagdterrier Mix war, wo der Jagttrieb wohl mehr ausgebildet ist! Er war auch deswegen nie komplett verschwunden, wegbekommen habe ich das wenn ich gesehen hab er setzt an um was hinterherzujagen und ich saß aufm Pferd, bin ich so schnell ich konnte hinterher und wenn ich auf seiner Höhe war bin ich vom Pferd gesprungen und hab mir Benji geschnappt und gemeckert. Seit der wusste das ich ihn bekomme, hat er das dann auch bis auf ein paar Ausnahmen gelassen andere Tiere zu verfolgen!

Ich denke das bei deinem Hund mit Sicherheit auch ein Jagdhund drin ist, also ist dann der Jagdtrieb wohl recht stark.

Weisst du ob dein Hund schon irgendwann mal Beute gemacht hat? Die meisten sind ja der Meinung, das ein Hund der nicht jagen richtig egelernt hat, es auch nicht richtig kann! So dachte ich das eigentlich auch, kann mir das höchstens damit erklären, das er in dieser Richtung wohl besonders triebstark!

Ich würde mit sonem Hund in nen Wildpark gehen und mit ihm in aller Ruhe die Tiere beobachten und jedesmal wenn er aber sie anfixiert einfach weggehen und wenn er auf dich aufmerksam ist dolle loben. Oder auf nen Bauernhof, wo auch allerlei Getier rum läuft. Ist sicher keine einfache Sache, denn ich glaube schon das nem Hund jagen Spass macht! cool

Wenn ich Rowdy an der Leine habe und er ne katze fixiert die auf ner Wiese sitzt, versuche ich die Katze mit nem Geräusch oder nen Dreckklumpen in die Wies werfen aufzuscheuchen, wenn Rowdy hin will dann wird gemeckert, kann er sich zusammenreißen wird er dolle gelobt und mit ihm gespielt und ich zeige ihm das er ein toller Hund ist!

Ich bin kein Hundetrainer, sind einfach meine Gedanken zu dem Thema, ich wünsche dir auf jeden Fall, das du es in den Griff bekommst!

Eins noch, ich denke ein Hund erwischt kein gesundes Tier, also mach die darüber keine Sorgen, das Tier wär sicher eh auf der Strecke gebleiben! zwinkern
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#3
Ach noch was, wenn dir dein Hund in ner fremden Gegend wegläuft, am besten dort warten bis er wieder kommt! Wenn du selbst durch die Gegend streifst kann es sein das er dich net wieder findet!
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#4
Poi, das ist schon ziemlich schockierend. Bist du auch schon im Wald gewesen und hast geguckt, ob du das Wild finden kannst? Vielleicht hat er ja ein erst frisch verendetes Tier gerochen und ist nur um es fressen abgedampft. Ich kann mir schwer vorstellen, das er ein gesundes Tier alleine gerissen hat......obwohl das schon passieren kann.....

Ich habe auch so das Gefühl, das ein Besitzer das melden sollte. ?

Ansonsten kann ich von einem Fall berichten, der ähnlich lag. Ein weißer Schäferhund riss immer mit seinem Bruder vom Nachbarhof aus, um jagen gehen.....Wir suchten Wildldparks auf und hielten den Hund an der Leine.

Wir suchten die Parks solange auf, bis er auch bei beweglichem Wild ruhiger blieb, um überhaupt erstmal das Interesse umwandeln, von Hetze in miteinander und der Konzentration auf die Besitzerin.

Wir bauten also nach einer Zeit der Beobachtung viel Ruheübungen ein, so das die Selbstverständlichkeit mit dem Wild konzentriert auf die Besitzerin bleiben geübt wurde.

Der Hund sollte verstehen lernen, das er nur mit seiner Besitzerin ans Wild herangeht, nicht ohne.

Wir bauten auch Übungen vor dem Wild ein, wie Sitz, Fuss, oder mal ablegen und ein Stück weggehen und dann her rufen.

Die Konzentration vom gut riechenden Wild lenkten wir so, nach langer Zeit und Ausdauer auf den Menschen um.

Eine Schleppleine, die wir Anfangs immer und dann immer weniger kurz nehmen mussten, hatten wir mit, obwohl es für die Besitzerin nervig war, die immer aufgewickelt mitführen, aber sinnvoll war es und geholfen hat es.

Wild wurde so in seiner Nase und in seinen Augen etwas völlig normales. So oft wie es ging, ist die Besitzerin in so einen Park gegangen.

Das war Anfangs echt nervenraubend, aber mit der Zeit zeigten sich dann auch Erfolge und das Wild wurde nicht mehr sooo interessant, bzw. stand der Mensch im Interesse wieder über dem Wild.

Von Ballspielen, oder Dingen die sich bewegten (geworfene Stöcke und dergleichen) und er ihnen hinterher durfte, hatte ich völlig abgeraten.

Hunde reagieren eben beim weglaufen nach Wild nicht immer nur auf die Sicht/Bewegung des Wildes, sondern schon auf den Geruch, den sie wahrnehmen, der Mensch kann da leider nicht mithalten und so nicht rechtzeitig eingreifen.

Das Ball/Stock/Scheibe hinterher hetzen/suchen/fixieren kann manchmal auch ins Gegenteil umschlagen und die Ausdauer des Hetzens und des Suchens nach dem Geruch des Wilds ausbauen.

In eurem Fall würde ich mutmaßen:

Wo kein Mensch, da wird auch kein Anti-Jagd-Training funktionieren, bei dem er lernt, sich abrufen lassen, falls ihr das so üben solltet. Denn sein Jagd-/Hetzgefühl fängt ja schon viel früher an, mit riechen und abhauen.

Wie sieht denn euer Anti-Jagd-Training im Einzelnen aus? Konntest du beobachten, das er die Nase hoch in den Wind streckt, bevor er weglief.Oder sich sonst aufgeregt verhielt?

Doof ist eben, das die Hunde viel früher als wir Wild bemerken. Hast du den Eindruck, das ein Anti-Jagd-Training schnell auch zum Jagdtraining mutieren kann? Weil du schreibst, er war dieses mal viel länger weg, als sonst.

Sei nicht sauer und wütend. Setz dich damit auseinander, wandle deine Wut in Aktion um. Da wo es passiert, an Orten, wo es nur so nach lecker Wild duftet....

......Ich drücke dir die Daumen, das du mit Thomas einen Weg findest, der dir und Mitch hilft. freuen

Auf jeden Fall würde ich ihn so schnell nichtmehr von der Leine lassen. Manchmal muss der Mensch auch lernen, seinen Hund so nehmen wie er ist..........

Grüße

Jacky
.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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#5
Gut geschrieben Anette, nachdem ich meinen Beitrag fertig hatte (was wieder mal ewig dauerte, doofes Deutsch), konnte ich deinen lesen.

Ist ja wieder mal sehr ähnlich. lachen
.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
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#6
Wir sind noch in den Anfängen des AJT... Das heißt wir üben seit 2 Wochen ca. das Laufen ohne Leine und zurückkommen auf Pfiff mit Hundepfeife. Dabei geht es noch nicht wirklich um das AJT, bzw nur um das sichere Herankommen, wenn er z.B. eine Fährte aufnimmt...

Das sieht dann halt so aus, dass er aus dem Rudel ausgeschlossen wird, wenn er auf Pfiff nicht kommt. Hört er gut, darf er laufen, damit meine ich auch laufen... Es geht halt darum, dass ihm auch Vertrauen entgegengebracht wird usw. Heute durfte er laufen, d.h. ich habe ihn nicht zurückgerufen, als er in einem Busch verschwunden ist. Weil das eh keinen Sinn gemacht hätte. Dann bin ich weggelaufen, hatte natürlich vermutet, dass er mich gleich aufsucht, wie sonst. war aber nicht so, nach 10min bin ich dann zurück gegangen, immer hin und her, irgendwann kam er aus einem Busch an einer Kuhkoppel wieder raus.

Ich möchte jedoch noch erwähnen, dass ich ihn seit fast 2 Jahren ständig an der Schleppleine hatte und er nicht jagen gehen konnte. Also ich hatte mich ja fast mit unserem Schicksal abgefunden, bis Thomas kam und mir gezeigt hat, dass es auch anders geht... Aber das schlimme ist ja, dass ein Hund auch Fehler machen muss umzu merken, dass sein Verhalten falsch war...

Im Übrigen tel. ich heute Abend noch mal mit Thomas, hatte ihm gleich von der Situation heut Vormittag berichtet. Mal schauen, was ihm dazu noch einfällt.
Schöne Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Susann


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#7
Jacky: Dein Bericht macht mir Mut!

Nico ist ein Sichtjäger, wenn er das Objekt seiner Begierde nicht mehr sieht, macht er kehrt und kommt zurück!
Wärend dem laufen ist er natürlich nicht abrufbar!
Es passiert halt manchmal, wenn auch selten, das direkt auf unserer Wiese, wo er ein Stück freilaufen darf , ein Hase vor ihm aufspringt und er nachläuft, aber eben nur, bis der im Wald verschwindet.

Im Wald, wo er immer an der Leine ist, reagiert er sehr erregt, wenn er Rehe sieht.
Ich lass ihn eben auch Sitz machen und abwarten.

Eines ist mir aufgefallen: Als wir Nico bekommen haben, ist er auch Vögeln nachgejagd, die vor ihm aufgeflogen sind.

Die interessieren ihn inzwischen überhaupt nicht mehr,
vielleicht ist es bei Hasen und Rehen auch mal so???
Oder mach ich mir da falsche Hoffnungen.

Entschuldige Susanne, das ich einfach mitgeschrieben habe.
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#8
Da machst du dir keine falschen Hoffnungen, das wird sicher eines Tages genauso wie bei Vögeln passieren. Du kommst eben immer dann ein Stück weiter, wenn du die Chance hast, dich interessanter als das Objekt der Begierde machen. lachen

Alles andere macht die Zeit. cool

@ Susan,

schade, das du uns keinen Einblick der Trainingseinheiten heute morgen geben magst. Ich bin schon sehr gespannt, was Thomas sich mit dem, ich nenne es nunmal "Geruchsorientiertes Jagen/abhauen", einfallen lässt. Wäre das toll, wenn wir mal ein wenig mehr Einblick bekommen könnten. Dafür ist ein Fachforum ja gemacht, dachte ich...... cool coffee
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#9
Jo vielleicht hat er ja auch irgend ne Rest gefressen von was toten....

Die Geschichte mit dem Abrufen, ist eh sonne Sache, Rowdy kann perfekt hören und eben auch gar nicht!

Das du dir übelst Sorgen gemacht hast, kann ich gut nachvollziehen!

Ich denke die beste Wirkung hat man wenn man die Situation provozieren kann um vorbereitet zu sein, da Tiere sonnst für uns eben oft viel zu schnell reagieren!
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#10
Huhu,
also mal ganz ehrlich, der Hund gehört in einem Gebiet,
wo Wild ist an die LEINE. Ganz einfach.
Ein Hund der gerne jadt, wird immer mal wieder diesem Reiz
erliegen. Und wenn nicht steckt da sehr lange Arbeit drinn,
das er es nicht tut und abrufbar ist.
100% iges Vertrauen gibt es bei einem Hund, der auch schon
Blut geleckt hat nicht.

Es gibt Reizangel-Training, etc. pp.

Der Münsterländer meiner Freundin, ist trainiert, kann immer
und überall offline laufen aber in einem reinen Wildgebiet, muss
sie auch stark aufpassen und nutzt die Schlepp wenn sie meint,
es könnte was passieren.
Dieser Hund ist ca. 5 Jahre alt und sie haben lange gearbeitet
und arbeiten immer noch an den normalen Dingen des Alltags wie WILD,
damit es auch drinnen bleibt.
Mit Pfeife arbeitet sie auch, ihr Hund ist sofort in das DOWN
abrufbar mittels Pfeife auf weite Entfernung.


Kann es sein dass das Wild schon tod war und er es nur gefunden hat?

Das er wirklich gerissen hat mag ich mir im Augenblick nicht so vorstellen.

Wie auch immer, Du hättest echt nachschauen müssen weil soweit ich weiß,
muss das gemeldet werden.

Wildpark ist eine gute Idee, wobei es schon ein Unterschied ist,
ob die Tiere einfach so im normalen Wald rumrennen oder in einem Wildpark,
wo man am Gehege vorbei läuft.
Wir waren mit Luca und seiner HuSchu schon hier im Wildpark.
Curly war ganz jung und Luca so an die 6 Monate oder so.

Die Tiere dort haben meine nicht so interessiert wie Tiere die hier rumrennen.
Curly hat ab und an geknurrt und gekläfft.

Luca hatte z.B. tierische Angst vor den Wildschweinen, da sie sehr laut
waren (kleiner Kampf im Gehege). Wir haben dann mit ihm geübt wie wir
entspannt darann vorbeigehen können, also das er keine Angst haben braucht.

@Maria: Luca und Curly interessieren sich auch sehr für Vögel, wollen sie im Garten jagen.
Monty hatte diese Ambition auch als er jung war, bei ihm hat sich das wie
bei Nico gelegt.

Das Nico sich irgendwann nicht mehr für Hasen und Rehe interessiert glaube ich nicht.
Monty ist z.B. ganz scharf auf Katzen... würden wir aber wohl mal eine coole
treffen, die einfach stehen bleibt, würde er kneifen.
Für ihn ist das wegrennen interessant.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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