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Wild gejagt und gefressen?!?
#31
Klar ich habe aber mein möglichstes getan um es zu verhindern, ihn zu Hause gelassen, angeleint, angehängt und traotzdem hat er es geschafft zu entkommen! Ich wär aber nicht auf die Idee gekommen ihn in der kritischen Zeit auch noch unangeleint laufen zu lassen!


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#32
@all
Den Vorfall betrachte ich von zwei Seiten, zum einen, von der Seite, den Hund falsch eingeschätzt zu haben und zum anderem, dass dieser Rückschritt deutlich macht, wo die Grenzen sind und sehr wichtig für den Verlauf des weiteren Vorgehens ist.

Ich kann mich genauso kritisch sehen, wie ihr das tut und weiter habe ich auch nie abgestritten selbst noch viel lernen zu müssen.
Jacky und das unterscheidet uns auch deutlich, denn ich lasse mich belehren.

Susann hat mit Mitch unheimlich viel erreicht und keiner von Euch kann sich die rasanten Schritte vorstellen, die Mitch durchlaufen hat. Dazu gehörte längst nicht das Jagdtraining.
Ich habe kaum einen Hundehalter kennengelernt, der so schnell umsetzen kann, wie Susann. Was sie in den letzten Monaten erreichte, war einfach außer der Norm.

Damit möchte ich mich nicht entschuldigen, denn ich sehe nichts wofür ich mich entschuldigen muss, aber ich erkläre gern den Verlauf.
Leider ist es mir aufgrund der Entfernung nur selten möglich, Susann zu besuchen, und dann arbeiten wir so viel, dass sie meist den Kopf voll hat und wir vieles über Fernkommunikation absprechen müssen.

Wer nun glaubt, dass man all dies in ein Forum für alle verständlich niederschreiben kann, der hat lange nicht verstanden, worum es dabei geht.

Ich bezweifel nach wie vor, dass Mitch gerissen hat, denn dazu ist er nicht fähig.
jacky schrieb:Ich verstehe auch immernoch nicht, wie Mitch durch sein abhauen gestern lernen soll, (war ja eine Trainingseinheit) das er was falsch gemacht hat. Für sich war er ja erfolgreich.
Erfolg, Belohnung, Bestätigung und ähnliches gehört zum lernen dazu.
Auch wenn diese Art von Belohnung so nicht gewollt war, ist sie dennoch effektiv.
jacky schrieb:Von kontrolliertem Training kann hier nicht die Rede sein. traurig
Jacky Susann hat erst vor ein paar Wochen damit begonnen, zu glauben dass wir nun von kontrollierbarem Verhalten ausgehen, zeigt doch ganz klar, dass das bis hierher Geschriebene nicht verstanden wurde, oder einfach überlesen wurde.
jacky schrieb:Ich finde, wer einen Beitrag eröffnet, sollte auch Transparent sein, damit keine Fehlinterpretationen entstehen und unnötige Diskussionen und Urteile entstehen.
Fehlinterpretiert wurde immer und wird auch immer, ganz unabhängig davon, wie und was man schreibt.
jacky schrieb:In deinem letzten Beitrag kommt auch deutlich an, das dein Trainer dich nicht korrekt aufgeklärt hat und somit nicht sehr verantwortungsbewusst gehandelt hat. Er hat das Leben deines Hundes (der Jäger hätte ihn erschießen dürfen) und das Leben anderer Tiere gefährdet.
Du gibst hier das beste Beispiel für Fehlinterpretationen.
jacky schrieb:Eigentlich kenne ich die Vorgehensweise des Jägers auch anders. Er erlegt das Wild und bringt es fort, um es auseinander nehmen. Das macht der doch nicht wirklich an Ort und Stelle ? Und wenn darf er dann wirklich Reste liegen lassen. ?

Der Trainer kennt es auch nur so, dass erlegtes Wild an dem Ort ausgenommen wird, an dem es erlegt wurde.

jacky schrieb:Ich wiederhole noch einmal, das ein "Jagdtraining" mit Einfluss des Menschen nichts bringt, wenn der Hund sich genau der Kontrolle entzieht, indem er wegläuft. Dein Mitch ist kein dummer Hund. Hier MUSS/SOLLTE anders angesetzt werden, als in Thoma`s Jagdtraining geschildert.

Hier übersteigst Du Deine Fähigkeiten, in dem Du Rat gibst, ohne den Hund zu kennen!!!
jacky schrieb:Melde das auf jeden Fall den Behörden bei euch. Das ist deine Pflicht !!
Was soll sie denn melden? Dass Ihr Hund Blutiges erbrochen hat?
Wenn die Sonne niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.



Liebe Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Thomas
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#33
@Montgomery: Ja, er ist okay... Bloß sein Magen hat die "Mahlzeit" nicht verkraftet, er frisst ja sonst nur TroFu. Er ist aber top fit, hat normal gefressen und hat kein Durchfall oder sonst irgendwas... (Wenigstens etwas "positives" an der Geschichte)

Also kurz zur Erklärung, wie gesagt, wir arbeiten mit der Hundepfeife. Da er mit Schleppi jedes mal gekommen ist, nach dem Pfiff, sollten wir nun anfangen ohne Schleppi zu arbeiten. Da mich niemand außer Thomas hier persönlich kennt, könnt ihr euch auch nicht vorstellen, was ich für eine Angst davor hatte, schließlich war er 2 Jahre nur an der Leine. Und das ja nicht ohne Grund.

Nun haben wir das halt am Dienstag mit Thomas geübt bei uns, hat auch gut funktioniert. Donnerstag Nachmittag habe ich es dann das erste Mal allein gemacht. Habe ihn also laufen lassen (wo ich alles überschauen konnte), habe dann gepfiffen, er kam NICHT, Konsequenz: vorübergehender Rudelausschluss!, nach 3Min ungefähr habe ich ihn dann wieder akzeptiert und ihn vorlaufen lassen (er ist dann nicht mehr weiter als ca. 50m vorgelaufen), danach kam er bei jedem Pfiff und hat keine Anzeichen von Jagdversuchen gestartet. Das hat mich natürlich super motiviert und das Vertrauen zu ihm gestärkt.

Gestern früh dann das gleiche Spiel, Pfiff, nicht gekommen, Rudelausschluss, später wieder laufen und Pfiff, er kommt. Dann durfte er wieder laufen. Dann habe ich allerdings gemerkt, dass er unruhig wurde, da war es aber leider zu spät, sonst hätte ich ihn sofort an die Leine genommen. Also zwischen dem unruhig werden und abhauen, sind nur 2Sekunden vergangen. Tja und dann war er halt nicht wieder aufzufinden. Ich konnte ihn allerdings nicht "bestrafen" als er wieder kam, weil ich ihn, wo ich ihn dann nach der ganzen Zeit entdeckt habe, mit Namen gerufen habe und er sofort kam.

Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt und ihr könnt es ein wenig nachvollziehen, wie es dazu gekommen ist... Ich weiß natürlich, dass das nicht toll war,aber ich kann es leider nicht mehr rückgängig machen. traurig
Schöne Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Susann


Wende Dein Gesicht der Sonne zu und Du lässt die Schatten hinter Dir.


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#34
Also habt ihr gedacht, weil Mitch so tolle Fortschritte gemacht hat das es schön klappt, kann er auch frei laufen! Und nun ist aber Mitch doch abgehaun!

Wenn er aber aber abgehaun ist und auch noch was für ihn Leckeres gefunden hat, dann hat er sich ja eigentlich für das Weglaufen selbst belohnt....oder? Und daraus hat er gelernt, das abhaun toll ist, für den Hund jedenfalls! Was ist daran aber effektiv?

Was wollt ihr nun tun?

Ich hoffe nun du kannst die Fragen für uns verständlich beantworten! freuen
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#35
Das hat sich gerade überschnitten, danke für die Erklärung, nun komme ich endlich mit! zwinkern Und ich drücke dir die Daumen, das du das auch noch hinbekommst, man muss halt manchmal etwas Geduld haben, hast ja sicher gelesen, mit Rowdy und der Katze! war ja aber halb so schlimm, da die Katze schnell weg war und Rowdy sofort zurück kam! Ist aber halt blöd und meine Dummheit, das ich nicht aufgepasst habe und mich schon zu sicher fühlte! zwinkern
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#36
Susann, doch, ich kann mir gut vorstellen wie Du Dich fühlst oder gefühlt hast.
Kann das sehr gut nachvollziehen, auch die Angst als er solange weg war.

Jetzt ist es natürlich wichtig, ihm trotzdem wieder Dein Vertrauen zu schenken
auch wenn es schwer ist weil da ja immer etwas Angst bzw. Unsicherheit da ist.

Du bist ja in guten Händen, das kriegt ihr sicher hin. freuen
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#37
Ja, das hoffe ich auch freuen Muss auch ehrlich zugeben, dass ich sehr glücklich darüber bin so einen Hundetrainer wie Thomas, an meiner Seite zu haben... Ich vertraue ihm in Sachen "Hund" voll und ganz! Da hatte ich wohl endlich auch mal Glück in meinem Leben lachen , schließlich habe ich den Tip aus dem Internet bekommen und kannte Thomas vorher in keinster Weise. Es hätte ja nun auch jemand sein können, der mir auch geraten hätte, den Hund einschläfern zu lassen oder sonst was...

Ich hoffe halt auch für die Zukunft, dass ich noch viel von Thomas lernen kann und der Mitchi "alltagstauglich" wird. Ich wollte immer einen Hund haben, der mich stets und ständig begleitet, wie ein Kumpel eben. Aber das ist im Moment noch nicht möglich (zumindest nicht ohne Stress), da ist leider in der Vergangenheit zu viel schief gelaufen, natürlich habe ich die Fehler gemacht und nicht der Hund... Dessen bin ich mir bewusst!
Schöne Grüße von der Mecklenburgischen Seenplatte
Susann


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#38
Klar das wird schon, musst halt bissel Geduld haben! Man sollte aber auch mit manchen Eigenschaften der Tiere auch einfach leben können, mach ich jedenfalls bei meinen Pferden auch so! Du hast ja nun schon viel geschafft, da kannst dich doch schon drüber freuen und den perfekten hund wer will den denn schon, der wäre sicher auch langweilig! zwinkern
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#39
Hi,

mit meinem Buddy arbeite ich schon sehr lange - mind. 2,5 Jahre - an seinem Jagdverhalten und wir haben es im Griff. Selbst bei der Rettungshundearbeit sieht er es wichtiger an, Menschen zu suchen, als Wild.

Jedoch haben wir viele viele Kleinigkeiten trainiert und viele viele Situationen geschaffen um dies zu erreichen. Das Training war super mega anstrengend für uns beide und ich brauchte dafür viel Zeit und Nerven. Wer das alles nicht bringen kann oder will, der hat verloren.

Mit Rückruftraining haben wir nie gearbeitet, einem Hund fällt es leichter die Vorwärtsbewegung abzubrechen und erst einmal stehen zu bleiben, als beim Durchstarten auf Pfiff oder Kommando zurückzukommen.

Alle Trainingsschritte haben ineinander gegriffen und wir haben sorgfältig aufgebaut, je nachdem wie Buddy sich verhalten hat:
- Abbruchkommando der Vorwärtsbewegung
- Ruhe bei Wildgeruch
- Verbot der Verfolgung von Fährten
- Keinerlei Duldung eines Jagdverhalten z.B. Mäusebuddeln, Vögel aufscheuchen
- Alternativverhalten bei Wildgeruch
- Auslastung des Hundes

Weiß jetzt nicht, ob ich etwas vergessen habe. Die einzelnen Trainingseinheiten detailliert aufzuschreiben habe ich jetzt nicht die Zeit, könnte es aber so nach und nach machen, falls gewünscht.

Ich muss dazu sagen, dass mein Hund die komplette Handlungskette zeigt, also tötet und frisst. Buddy ist aus dem Tierschutz, übernommen mit fast einem Jahr.

Noch dazu muss ich sagen, dass der Erfolg unseres Trainings im Wesentlichen davon abhängig war und ist, dass ich meinen Hund sehr gut lesen kann und während des Trainings oft ihm einen Schritt voraus war, bzw. Situationen künstlich herbeigerufen habe.

Und zuletzt: es geht ohne Teletakt! Es kann mit Teletakt gar nicht funktionieren, weil Hunde im Jagdverhalten auch durch Schmerz durchgehen, sonst wären sie vor vielen vielen Jahren verhungert. Ich habe auch keine Schleppleine gebraucht.

LG, Pepper

PS: das Wesentliche ist wirklich, dass man seinen Hund lesen kann!

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#40
Rowdy hört auch viel besser auf Platz auf Entfernung, wie auf nen Rückruf! Also lass ich ihn ablegen, gehe zu ihm und dann wird gespielt zur Belobigung!

Was du geschrieben hast gefällt mir gut, so würde ich es auch machen und zusätzlich noch Wildgehege besuchen um den Reiz des Wildes runter zu fahren!
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