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Bindung Mensch-Hund ./. Mensch-Pferd
#11
Und genau das, also das verkaufen, kann ich mir nicht vorstellen. Ich würde immer versuchen es bis es stirbt bei mir zu behalten, zu versorgen.
Ein Pferd nur zum reiten (nicht liebhaben) käme für mich nie in Frage und die Kosten müßen halt immer, was auch passiert, bezahlbar sein bzw. aufgebracht werden.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#12
Klar, aber viele sehen das eben nicht so. Und das ist auch in Ordnung, so lange eben danach ein anständiger Platz gesucht wird. Die Pferde werden für eine Zeit behalten und wenn sie ausgedient haben dürfen sie Freizeitpferd werden.

Es ist ja nicht so, als ob Pferde ständig hin und her geschoben werden wie Autos.

Es gibt ja auch Leute, die nehmen Hunde um sie auszunilden und verkaufen sie dann.
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#13
Also ich denke ein Pferd was Herdenbeziehung hat, leidet durch einen Umzug sicher nicht, wenn es wieder in eine Gleichwertige Haltung kommt! Es braucht einige Zeit bis es sich in die neue herde eingelebt hat und dan ist alles wieder in Ordnung!

Ich habe aber auch schon oft erlebt das sich ein Hund in einer neuen Familie toll einlebt und sich wohl fühlt vor allem wenn die Bedingungen sich für ihn verbessern und wenn ein Hund nicht allzu viel Schlechtes erlebt hat, kann er auch zu neuen Menschen eine gute Bindung aufbauen.

Allzuoft sollte man Tiere nur nicht umziehen lassen, da es ja auch immer eine ganze Zeit dauert sich einzuleben, wie gesagt bei nem Pferd dauert das mal locker ein Jahr.

Weiss einer wie lange es bei nem erwachsenen Hund dauert, ich weiss nur das es beim Welpen recht schnell geht, wenn ich an Rowdy denke konnte man meinen er war schon lange hier! Er hat auch als Welpe nicht ein einziges mal gejammert, das fand ich schon toll wenn man bedenkt er ist von Mama und seinen Geschwistern getrennt worden.
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#14
Ja klar, das its von Pferd zu Pferd verschieden. Meine Stute hat sich schnell eingelebt. Aber in dem Offenstall hatte es ein Weilchen gedauert. Sie war es allerdings auch gewöhnt immer wieder woanders zu sein durch die Rennen.

Ein Pferd, das immer in der gleichen Herde war rauszureißen ist auf jeden Fall nicht gut!Und es braucht bestimmt seine Zeit bis es sich eingewöhnt
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#15
Auch gleicht die Seele eines Hundes nicht der des anderen.

Bei Shun-kah, der wirklich nur schlechte Erfahrungen gemacht und alles andere als leichtführig war und ist, hat es über ein Jahr gedauert, bis er richtig hier ankam und selbst heute ist er noch nicht ganz voller Vertrauen.

Sparky war da schon viel einfacher. Er klebt heute noch an mir und betrachtet mich als seine "Urmama". Es ist immer wieder schön, ihn besuchen und diese einzigartige Bindung mit ihm teilen.

Auch in seinem neuen daheim war er sofort ein Teil des Rudels. Klar, die haben schon auf ihn gewartet......irgendwie........hat er dort eine Lücke ausgefüllt........mystisch wie das alles so kam........ freuen

.... Um die Natur erkennen, muss Mensch ihre Geschöpfe verstehen.
Um ein Geschöpf verstehen, sollte Mensch in ihm den Bruder sehen.....
[Bild: helgaslotussmiley.gif]
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#16
Ich danke Euch für Eure Erfahrungen und Antworten.

Wie bei allem ist nicht nur schwarz oder weiß dabei, sondern ganz viele Nuancen in Grauwerten.

Ein Traum von mir war es immer, irgendwann ein Pferd zu haben. Inzwischen sehe ich darin eine riesen Verantwortung, und ich vermute, dass ich eben zu denen gehören würde, die sich eng bindet. Vermutlich würde ich eher mit Pferd und Hund unter eine Brücke ziehen, als mich von dem Tier in einer wirtschaftlichen Notlage zu trennen.

Es käme derzeit eh nicht in Frage, aber man grübelt manchmal ja so über Ziele und Wünsche nach...

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#17
Anja schrieb:Vermutlich würde ich eher mit Pferd und Hund unter eine Brücke ziehen, als mich von dem Tier in einer wirtschaftlichen Notlage zu trennen.


LG Anja

lachen lachen lachen lachen Super Einstellung, so sehe ich das auch.

Es ist auch ein Unterschied wie in vielen Beiträgen vorher schon
gesagt, ob ich ein Züchter bin oder Pferde ausbilde.
Da ist es klar, das die Tiere irgendwann den Besitzer wechseln.
Genau wie ein Sportler, taugt das Pferd für seine Zwecke nichts mehr,
wird es abgegeben. Aber hier ist das Pferd nur das Werkzeug
was ich persönlich nicht gut finde bzw. da nicht mitgehe gedanklich
weil es sich um ein Lebewesen handelt was nach getaner Arbeit
auch einen Alterssitze (oder nach Krankheit, Nichttauglichkeit) beanspruchen darf.
Aber bei den Menschen, die es rein beruflich ausüben, ist das eben
so.
[Bild: 5178377.jpg]

Liebe Grüße,
Jasmin und die spanische Bande!

Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!
Heinz Rühmann




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#18
Es gibt solche und solche. Und es ist nicht immer so das sie als Werkzeuge dienen. Ich mußte auch zwei Pferde hergeben. Allerdings bin ich zu diesen Pferden wie die Jungfrau zum KInd gekommen mit 16 Jahren. Ich habe meinen alten meiner Reitbeteiligung geschenkt um meine jetzige Hi Ricca durchzubekommen (die wäre sonst in der Wurst) und meinen lieben Noble Crown haben wir ebenfalls frei gekauft, weil er vom Vorbesitzer als Pfand hergegeben wurde.

Ich finde es nicht verwerflich, wenn ich ein Pferd habe das im Sport geht und es wenn die Zeit eben um ist einen guten Platz bekommt. Ich bin nicht so stark darauf fixiert, das ich meine Pferde deshalb hergeben würde, aber andere eben schon. Und so lange es dem Pferd Zeit seines Lebens gut ging....

Menschen haben Ziele. Und wenn sie alle diese Pferde behalten würden, dann würde das nicht gehen. Und vor allem gerade Rennpferde die gut waren wollen danach weiter arbeiten. Mein alter Pepsi war richtig bös, als er nichts mehr arbeiten mußte. Und so kam dann die Reitbeteiligung, weil ich andere trainieren mußte und mein Tag auch nur 24h hat. Ich hatte da allerdings einen Glücksgriff.

Bei uns im Stall gab es allerdings die Regel, das ein gutes Rennpferd niemals verkauft wird. Tja, manchmal kommt es eben anders als man denkt...
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#19
Verenas Einstellung teile ich gar nicht (ich will Dich da jetzt aber absolut nicht angreifen, nicht daß das falsch rüberkommt!).

Für mich steht die Persönlichkeit des Partners Tier im Vordergrund, das Erleben der immer enger und vertrauter werdenden Partnerschaft. Wenn dann eine sportliche Betätigung möglich ist, ist das gut, aber das Pferd dann abzugeben weil es meine sportlichen Ziele nicht mehr erfüllen kann, niemals.

Mein zweites Pferd hatte ich auch einige Jahre mit großem Erfolg im Distanzsport laufen, wir hatten viele Siege, einen 2. und einen 3. Platz in der Bayrischen Meisterschaft, 1.400 ausfallfreie Wettkampfkilometer, waren für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert und hatten grade die Freigabe für internationale Starts bekommen. Zu dem Zeitpunkt haben seine schweren Allergien auch auf die Lunge übergegriffen und er konnte keine schweren Leistungen mehr erbringen. Es war aber selbstverständlich daß er blieb und ich ihm seine letzten Jahre noch so schön wie möglich gemacht habe. Dieses Pferd hatte für mich absolut alles gegeben, er hatte sich seinen Ruhestand mehr als redlich verdient - und so sehe ich es generell. Wenn mein Sportpartner, auf dessen Leistung ja mein Ehrgeiz beruht nicht mehr kann, dann muß ich eben meinen Ehrgeiz zurückstecken (oder ich habe so viel Geld und Zeit dann einen Nachfolger parallel zu haben).

Und um nochmals auf das eigentliche Thema der Bindung zurückzukommen - wenn man mal erlebt wie sich ein Pferd verhält das im Offenstall im Gruppenverband lebt, das seine Bewegungen frei aus eigenem Antrieb steuern kann, der wird erst sehen wie sehr es trotzdem an seinem Besitzer hängt. Alle meine Pferde haben immer ihre Herde verlassen wenn ich kam und sind aus freien Stücken mitgegangen, wo es möglich war habe ich sie auch immer mal frei laufen lassen und sie folgten nicht anders als ein Hund.

Mein erstes Pferd hatte mit 13 schwere Arthrose und ich dachte ich machs ganz gut und habe ihn auf eine tolle Gnadenbrotkoppel mit Herdenverband gestellt. Dieses Pferd war ein Büffel der immer richtig grob und brutal und irgendwie unnahbar war. Nachdem er auf der Gnadenbrotkoppel stand, hat er extrem abgebaut, es ging soweit daß ich vor der Entscheidung stand ihn einzuschläfern oder als letzten Versuch zurück in den Stall zu holen. Also gings wieder heim und er ist sofort aufgeblüht, hat nun plötzlich auch zeigen können daß er seine Menschen mag und starb letztlich mit knapp 30 an einem durchgebrochenen Magengeschwür.

Diese Erfahrung hat mich gelehrt daß Pferde eben viel mehr an der Beziehung zum Menschen hängen als man oberflächlich annimmt. Man ist ja als Besitzer nur die meiste Zeit nicht da und nimmt es viel weniger intensiv wahr als bei einem Hund der ständig um einen ist.
Liebe Grüße
Ulla

Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben. (Mark Twain)
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#20
Ich habe meine Pferde nicht abgegeben weil sie nicht tauglich für den Sport waren! Ich habe Hi Ricca auch wenn sie nicht mehr läuft, und ich habe mit der Kleinen noch nichtmal angefangen in irgendweiner Art zu arbeiten. Deshalb fühle ich mich auch nicht angegriffen weil ich diese Meinung teile.

Ich mußte abwägen, damals, was ich mache. Ob ich meinen geliebten Pepsi hergebe an meine Reitbeteiligung die sich mehr als zwei Jahre schon um ihn gekümmert hat oder ob Hi Ricca, die ich auch schon ewig im Training hatte zum Schlachter gehen lasse....

Aber, es gibt nunmal Menschen, die teilen eine Zeit mit dem Pferd, und wenn sie es danach an einen guten Platz abgeben wo sie Pferd sein können und nicht mehr hart arbeiten müßen finde ich das ok.
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