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Futterbeutel
#11
hmmm... ich find das h?rt sich so einfach an...
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#12
Die Arbeit mit dem Futterbeutel erfordert aus meiner Sicht und Erfahrung eine gute und konsequente Vorarbeit.

Der Hund sollte zun?chst lernen, den Beutel zu nehmen und zu geben. Dann aufzunehmen und zu geben. Dann zu apportieren und zu geben. Am Ende einer Einheit steht dann ein Zerrspiel mit dem Beutel, das Abgeben des Beutels, das ?ffnen durch den Hundef?hrer und das Futtern des Hundes daraus.

F?r mich ist es wie mit allen Hilfsmitteln, sie sind nur so gut wie der Aufbau, den man mit ihnen gemacht hat. Also sollte man sich daf?r Zeit nehmen und genau wissen, was man vor hat.

In meiner Praxis verwende ich den Futterbeutel nur bei Hunden, die f?r "normale" Spielsachen nicht gut zug?nglich sind bzw. f?r die ich eine zeitweise totale Napff?tterungs-Sperre auferlege.

Suchspiele arbeite ich mit meinem Hund ?ber sein ganz normales Spielzeug, das f?r ihn sehr begehrenswert ist und f?r das er im Zweifel ambitionierter sucht, als f?r Pansen. zwinkern

Ich habe mir einmal die M?he gemacht, den Aufbau eines Futterbeuteltrainings zusammen zu schreiben. Wer interesse hat, m?ge mich eine Email schicken, dann sende ich die Beschreibung gerne zu.

Trotzdem muss auch dieses Training ganz individuell auf den einzelnen Hund abgestimmt werden.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#13
hallo anja,

ich habe ja bei meiner hündin schon mit 12 wochen mit dem futterbeutel begonnen und habe das training langsam aufgebaut, aber das apportieren fällt einem retriever ja nicht so schwer.

Ich arbeite auch bei meinen Kundenhunden mit dem beutel und denen macht es auch viel spaß, habe jetzt auch einen kaukasen, wo es mich eine menge arbeit gekostet hat.

Ich sag auch immer wieder, der futterbeutel ist nur ein hilfsmittel und keine erziehungsmethode, und man muss das Training damit auch immer individuell gestallten, so das es zu Hund und auch zum Besitzer passt.

Was ich allerdings nicht verstehe ist warum ein zeerspiel mit dem beutel, also ich tu alles dafür, damit die Hunde den beutel ohne probleme einfach in die hand legen, warum machst du ein zerrspiel? ich vermeide zerrspiele, weil ich mich nicht auf eine Disskusion mit meinem Hund einlassen will.

Ich nutze ja den beutel auch um meinem Hund dinge beizubringen ( schränke öffnen, schlüssel bringen, andere gegenstände apportieren, Ampeln und Briefkästen suchen etc)

lg
tany
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#14
kira puppy schrieb:Was ich allerdings nicht verstehe ist warum ein zeerspiel mit dem beutel, also ich tu alles daf?r, damit die Hunde den beutel ohne probleme einfach in die hand legen, warum machst du ein zerrspiel? ich vermeide zerrspiele, weil ich mich nicht auf eine Disskusion mit meinem Hund einlassen will.

Hmm. Das mag daran liegen, dass ich Zerrspiele offensichtlich anders bewerte und betrachte als Du. F?r mich sind sie einfach herrlich, ich empfinde keinerlei Diskussion dabei, denn wenn ich ein Aus-Signal vern?nftig aufgebaut habe, ist es f?r mich ein Traum, sich spielerisch mit dem Hund um Beute zu streiten und ich habe nie M?he, die Ersatzbeute zu bekommen.

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#15
Hallo anja,

finde ich ja interessant, aber ich denke das zerrspiele bei einigen Hunden schwierig zu betrachten sind.

Mit meiner kira könnte ich das auch nicht machen, da sie sofort los lässt wenn ich ein zerrspiel anfange.

lg
tany
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#16
Hallo Tany,

deshalb schrieb ich ja auch in meinem ersten Beitrag hier, dass der Aufbau individuell auf Hund und Halter abgestimmt sein muss.

Zerrspiele pushen ja nun auch sehr kr?ftig. Mit einem Hund, den ich mehr auf Ruhe arbeiten m?chte, ist das sicher kontraproduktiv.

Sicher hast Du auch Recht, dass eben viele Hundehalter beim Zerren diskutieren, bzw. wenn sie es eigentlich gerne beenden w?rden zwinkern .

Es steht ja auch in vielen Retriever-B?chern, dass Zerrspiele schlecht sind f?r das weiche Maul. Jo mei... wenn ich ihn denn dann jagdlich f?hre, den Retriever, dann mag das sein. Nur wie viel Prozent werden jagdlich gef?hrt???

LG Anja
[Bild: b18ft3cnd1u8rdgsa.jpg]
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#17
Hallo Zusammen,

ich m?chte Euch einen Einblick aus meiner Dummyarbeit geben. Mein Hund war vom Welpenalter ab an ein Apporteur...er schleppt immer irgend etwas an...somit schon die erste H?rde genommen. Generell habe ich das Apportieren nur noch verfeinert, erst ?ber das "Fest-halten" Kommando, dann das "Apport" Kommando erst nur wenige Schritte und sp?ter wurde die morgendliche Zeitung vom Briefkasten bis zur K?che apportiert, der Abschlu? rbesteht aus lobende Best?tigung und Leckerli...mittlerweile reicht das Lob.

Grunds?tzlich ist das Dummy ein Arbeitsger?t und wird NIE just for fun eingesetzt. Mein Hund wei? genau zu unterscheiden ob es just for fun an den See geht, oder ob wir Wasserapport ?ben. Er erkennt es an mein Ritualverhalten, bestehend aus Dummyweste und einer Tasche in der nur Dummy?s mit genommen werden. Die Weste ziehe ich sonst zu keiner anderen T?tigkeit an.

Ich habe in der ersten Sequenz nur das Dummy zum festhalten und zum Belohnen genommen. F?r gute Unterordnung durfte er das Dummy einige Meter tragen. Somit war er schon hei? auf sein "Dummyleckerli".
Dann habe ich den Distanzapport ge?bt. Buddy an langer F?hrtenleine und meter f?r meter die Distanz zum Dummy bei jedem erfolgreichem Apport vergr??ert. Dabei habe ich mit kurzen Kommandos gearbeitet. Buddy war dadurch sehr aufmerksam und gierig nach dem ausgeworfenem Dummy zu suchen.
Die Aufnahme des Dummy?s war ab und an ein Problem. Da er sehr verspielt ist, apportierte er das Dummy wie eine Zigarre oder schob es zu mir. Das ist na klar falsch, lag aber zu dem Zeitpunkt an seinem jugendlichem Alter. Ich habe ein neues Kommando ins Spiel gebracht: "Fehler".Das Dummy liegt in Hundef?hrerreichweite und wenn der Hund das Dummy falsch aufnimmt kommt dieses Kommando. Buddy hat es relativ schnell begriffen was "Fehler" und "gut" bedeutet... geht auch ?ber Clickertraining das "Richtig" und "Falsch" zu konditionieren.
Buddy darf grunds?tzlich nach Beendigung des Trainings ein Dummy zum Auto apportieren.Mittlerweile fordert er es auch ein. Wichtig ist die klare konsequente Arbeit mit dem Dummy. Ich als HF bestimme wann apportiert wird, auch wenn es schmackhaft in meiner Hand baumelt.
Wichtig ist bei der Dummyarbeit meine K?rpersprache zum Hund. Beim Zur?ckbringen des Dummy?s signalisiere ich eine freundliche offenen K?rperhaltung, beim Welpen in die Knie und Arme ausbreiten, der Oberk?rper ist etwas nach hinten geneigt. Sp?ter stehe ich leicht nach hinten gebeugt in gerader Haltung mit ausgebreiteten Armen zu dem Hund.
Das kann man auch ohne Dummatraining mit dem Hund ?ben.
Niemals den Hund in einen Nullapport laufen lassen d.h. bei der Suche mit einem Erfog beenden. Ich habe immer ein Welpendummy in der Weste und lege es unbemerkt aus wenn es gar nicht klappt mit der Suche.
Kurz zu Zerrspielen:
Mit einem Retriever gibt es keine Zerrspiele,kein wirklichh guter Ausbilder braucht das bei einem Retriever, sie wollen ganz von alleine uns es recht machen...nur das sollten wir nutzen... der Engl?nder spricht von "...will to please..." Das Zerrspiel ist ein Dominazspiel und macht auf Dauer das kaputt was wir eigendlich an unserem Retriever so sch?tzen. Ich habe in 25 Jahren Retrieverarbeit noch niemals ein zerrspiel ben?tigt und kenne auch keinen namenhaften Ausbilder in der Restrieverzucht der das jemals bef?rwortet, da es im Wesenstest ein Durchfallkriterium ist und der Hund evtl. da durch Zuchtuntauglich wird.Der Retriever hat ein angeborenes Apportierverhalten, das m?ssen wir Menschen nur noch lenken....mehr nicht...Mein 3 j?hriges Patenkind kann meinem Hund das Spielzeug wegnehem ohne das eine Dominazgeeste von meinem Hund zu erwarten ist,er l??t bei dem kleinstem Rucker los...so wie es f?r einen Retriever auch richtig ist.
Wer Info zur Dummyarbeit braucht: es gibt sehr spez. Literatur zu diesem Thema, geschrieben von den wirklich guten Ausbildern in der Szene, kenne sie teilweise pers?nlich. Wer Bedarf hat kann mich gerne anschreiben.
Meine Methode mu? nich die richtige sein, es gibt sicherlich auch andere Wege.Mein Hund arbeitet mit au?erordenlicher Freude in der Dummyarbeit und war bei seinem ersten Tunier im vergangenem Jahr in der Schnupperklasse unter den f?nf Besten von 25 Hunden.Ich glaube das ist Best?tigung genug.
W?nsche Euch allen viel Freude bei der Dummyarbeit

LG
Angelika und Buddy
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#18
hallo buddy,

du arbeitest also mit den normalen dummys, also nicht mit den preydummys oder futterbeuteln?
Unsere arbeitsweise unterscheidet sich ja sehr, aber ich finde es echt spannend immer von anderen zu lesen, wie die mit ihrem Hund und den dummys arbeiten.

Arbeitest du auch mit mehreren dummys? also du legst mehrere aus und schickst den hund dann immer einen bestimmten dummy holen? deine arbeitsweise erinnert mich ein wenig an Perdita Lübbe kann das sein?

lg
tany und kira
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#19

Da bin ich ja beruhigt, ich mache instinktiv mit meinem Golden Retriever keine Zerrspiele,

weil ich es nicht will und er auch nicht.

Bei meinem ersten Hund (DSH) habe ich es auch gelassen, weil es mich einfach erschrocken hat, wie er sich dabei ver?ndert hat.
Da sie ein ausgebildeter Schutzhund war und dabei so hochgefahren ist, hab ich es gelassen.
Muss aber auch sagen, da? ich damals sehr wenig Hundeerfahrung hatte (1997) und die H?ndin
vollkommen erzogen und ausgebildet im Alter von 4 Jahren ?bernommen hatte.
Sie war ein Traum von einem Hund!
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#20
Hallo Tanja,

ja ich arbeite ganz ohne Futterbeutel. Meine Dummy sind genormte Dummy? aus der Retriver Workingarbeit.
ich kenne die Arbeit mit dem Futterbeutel aus dem Hundesport, aber bei der Workintestarbeit habe ich noch keinen Trainer kennen gelernt der damit arbeitet.Das Problem ist halt die Verfressenheit der Retriever, mein Hund "gautsch" dann das Dummy, er wei? genau das es das ber?hmte Futterdummy ist.
Meine Arbeitsweise habe ich von einer Trainerin, die ich seit 20 Jahren kenne und in Retrieverkreisen hochgehandelt wird. Sie hei?t Gyrite Marcussen, tolle Frau.Eine Schleppe wird in dieser Arbeit nicht erw?nscht, weil der Hund das Dummy wittern soll, also mit Hilfe der Windrichtung. So schreibt es auch die Pr?fung vor.
Ich arbeite mit ca 10 Dummy?s, teilweise blind d.h. mein Hund ich ich wissen nicht wo sich die Dummy?s befinden und teilweise mit Verleitung d.h. er mu? nicht das letzte geworfene Dummy holen, sondern das Vorletzte.Wir weisen die Hunde mit unserer Hand bzw Armbewegung dazu ein.ich ?be das mit 3 Dummy?s in einer Reihe, so kann ich auch das Kommando "rechts" "links" und "gerade aus" noch mal trainieren. In der Workingarbeit wird mit einer spez. Pfeife gearbeitet, da die Hunde auf einige hundert Meter eingewiesen werden. Ist eine spannende Aufgabe, bin da auch noch recht frisch zu Hause, aber es ist nach vielen Jahren der Sitz- Fu?- Platz- Ausbildung eine sehr willkommende Erweiterung meiner Kenntnisse. Die Engl?nder und mittlerweile auch die Amerikaner sind uns da weit vorraus.Habe einen englischen Trainer mit 5 Labis und 20 Dummy?s gleichzeitig arbeiten sehn...das war schon sehr beeindruckend und hat mir gezeigt wo ich stehe mit Augen rollen mit meinen F?higkeiten...*lol*
?brigend sagt mir der Name nichts, haste irgend welche Info dar?ber...Buchtipp oder ?hnl.??? Werd nacher mal googeln...
Nun g?nn ich mir einen 2. coffee und danach werde ich mit Buddy einen langen Spaziergang am Huntedeich machen, das ist bei mir in Ol eine tolle Hundestrecke wo sich gerade Sonntags viele Hundefreunde treffen. Die Hunde k?nnen dabei ins Wasser und wir Menschen haben Zeit zum Plauschen.
W?nsch Dir einen sch?nnen Sonntag

LG Angelika und Fellnase Buddy
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