Habt ihr den Bericht und vor allem das Video über das Mädel gesehen, das die Welpen in den Fluß wirft?
Dies ist wieder einer der immer häufiger werdenden Moment wo ich mich einfach nur noch schäme, ein Mensch zu sein.
Zudem frage ich mich, was für ein Charakter hinter einer solchen Tat steht, wie kann man als Kind/Jugendlicher zu so etwas werden? Und es ist ja nicht nur das Mädel, da steht ja auch noch jemand hinter der Kamera.
Irgendwie kommen mir in solchen Momenten all die unendlichen Bemühungen des gesamten Tierschutzes so sinnlos vor, solange immer wieder so etwas im Alltag vorkommen kann.
Psychopathen. Weg mit ihnen. Und das meine ich auch genau so.
01.09.2010 11:59
Hallo Ulla
Dein Entsetzen verstehe ich gut und es geht mir ähnlich. Dabei ist noch eine riesige Portion Ohnmacht.
Alles, was ich jetzt schreibe, mögen mir die Fories aus den Neuen Bundesländern verzeihen, denn ich möchte das keinesfalls verallgemeinern und will auch nicht ausschließen, dass es in den Alten regional ähnlich aussieht.
Seit ich hier lebe - in einem richtigen Dorf eben - bin ich mit Umgangsweisen gegenüber Tieren konfrontiert worden, die ich so noch nie erlebt habe.
Katzen, die nicht kastriert werden und deren Welpen 2x jährlich einfach ins Feld gelegt werden, damit Storch und Fuchs sich bedienen können. Oder aber die "harmlosere" Variante, sie werden gleich getötet.
Hunde, die ihr Leben im Zwinger fristen und wenn sie es "gut" haben, nachts in den Hühnerhof dürfen.
Es gab hier im Ort eine Dalmatinerhündin, die nur allein unterwegs war und die natürlich auch 2x im Jahr trächtig wurde. Wo die Welpen abgeblieben sind??? Sie wurden nie gesehen. Danach schafften sich diese Leute einen kleinen Rüden an (wohl nicht so arbeitsintensiv), der nach 1 1/2 Jahren Alleingang verschwand. Überfahren? Erschossen? Keiner weiß es, aber seit 2 Wochen schreit ununterbrochen ein neuer Hund im Zwinger. Ob Tag oder Nacht, wir hören das Elend durchgängig.
Es hat sich einiges geändert, seit ich hier lebe. Und ich hefte mir auch an, dass viele an mir gesehen haben, wie schön der Umgang mit Tieren auch sein kann. Wir sind immer noch der Hingucker, wenn wir zu dritt (Trudel, Klara, die Katze und ich) spazierengehen.
Und doch, es gibt immer noch Dinge, da möchte man nicht drüber nachdenken.
Und dieses Vidoe ist öffentlich. Dadurch, dass die meisten Schandtaten im Verborgenen passieren, können wir unsere Welt nicht schöner reden, als sie ist.
Doch ich wehre mich dagegen, dieses Entsetzen nur zu akzeptieren, so lange es um Hunde geht. Überall werden Rinder, Schweine, Hühner, Puten usw. gequält und man hat sich dran "gewöhnt". Nur, wenn es wieder eine neue Hundegeschichte gibt, wird aufgeschrien.
Nein, wir Menschen gehen mit Tieren ganz allgemein in einer Art und Weise um, dass man sich schämen muss.
Viele Grüße
01.09.2010 12:13
Sie trägt auch noch einen Handschuh. Ich finds traurig. Unendlich traurig
01.09.2010 12:33
Klar sind die Aufschreie umso lauter wenn es um süße Haustiere geht, aber ich meine schon auch die gesamte Haltung der Menschheit zum Tier, egal ob Nutz-, Haus- oder Wildtier.
Wenn ich immer wieder sehe wie extrem naturfern Kinder heute sind läuft es mir kalt den Rücken runter - mit diesen Generationen die da nachwachsen hat die Achtung vor der Natur und dem Leben doch keine Zukunft mehr.
Hört sich jetzt vielleicht hart an, aber ich habe innerlich mittlerweile resigniert und bin froh daß ich schon so alt bin und nicht mehr lange miterleben muß was die Menschheit mit der Welt anstellt - die Hoffnung hab ich längst begraben. Ich schaue daß ich in meinem Umfeld, wo immer ich Einfluß nehmen kann, noch etwas Gutes bewirken kann, aber grundsätzlich wird es nur noch steil bergab gehen.
01.09.2010 13:13
(01.09.2010 12:33)Ulla schrieb: Wenn ich immer wieder sehe wie extrem naturfern Kinder heute sind läuft es mir kalt den Rücken runter - mit diesen Generationen die da nachwachsen hat die Achtung vor der Natur und dem Leben doch keine Zukunft mehr.
Ulla, du siehst ja "RABENSCHWARZ", wenn es so sein sollte, dann hat unsere Generation versagt, dann haben wir falsche Werte vermittelt.
Haben wir dieses wirklich?
Ausnahmen gibt es immer, aber so wie Gerti es beschrieben hat, ist es doch wirklich.
Man kann nur gegen wirken und sachlich überzeugen. Die Augen verschließen geht bei mir gar nicht. Ich selber habe mir dadurch schon sehr viel Ärger eingehandelt, aber es lohnt sich.
01.09.2010 13:26
Hallo Omi,
ja, grundsätzlich sehe ich wirklich so rabenschwarz.
Die wenigen die noch Werte vermitteln muß man suchen, die sind wirklich die Ausnahme, ich erlebe es immer wieder.
Wie oben geschrieben versuche ich natürlich trotzdem gegenzuwirken, tue was ich kann, helfe wo ich kann, rede mit den Leuten.... aber ich mache mir keine Illusionen mehr daß sich die generelle Tendenz noch ändern läßt.
01.09.2010 14:22
Ich bin schon erschrocken darüber, was ich da sehe, aber so wie Trudel es schon sagt. Etwas Neues ist das nicht.
Es wird hier wohl nach wie vor so auf den dörflichen Gebieten gehandhabt. Auch wenn hier wohl eher Wassertonnen zum Ertränken genutzt werden. Ich habe auch davon gehört, dass man Welpen gegen eine Wand geworfen hat.
Weiterhin ist es auch hier "üblich" Welpen die Rute mit einem Schweißgerät oder einem Draht o.ä. zu kupieren.
Es sind alles furchtbare Dinge, die geschehen, aber ich finde, dass man woanders anfangen und nun nicht nur dieses eine Mädchen suchen sollte.
z.B.:
Tierklappen
günstige/kostenlose Kastrationen (irgendwo im Ausland ist es sogar so, dass Tierschützer von Haus zu Haus gehen und fragen, ob sie die Tiere kastrieren dürfen)
01.09.2010 15:16
Was ist an Tierklappen und dem Versuch die Vermehrung im Ausland schlimm?
01.09.2010 15:21
Ich glaube, Du hast mich wohl etwas falsch verstanden.
Ich finde das solche Sachen hier auch bei uns sehr sehr wichtig und nötig wären/sind. Nötiger, als EIN Mädchen zu suchen, wie es, wie o.g., geschrieben wurde.