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Forum Regenbogenbrücke
Thema Bessy ist zur Regenbogenbrücke übergegangen :-(

Bessy ist zur Regenbogenbrücke übergegangen :-(
09.05.2011 09:45
Auch unsere Große Maus und Kämpfernatur Bessy ist von uns gestern früh um kurz nach 1 gegangen. Wir sahen keinen anderen Weg mehr - als den Gang zum TA anzupeilen, als sie nur noch lief, lief und lief, das über Stunden..... Wir konnten machen was wir wollten. Mit ihr ins Bett gehen, streicheln, reden, schmusen und raus an die frische Luft, ne Runde spazieren, wieder heim immer noch dasselbe, von daher gingen wir zum TA, der Gottlob We-Schicht hatte. Als wir dort anriefen um zu sagen, dass wir kommen, war von unserer Großen weit und breit keine Spur. Sie war in ihrem Bettchen und schlief... Siebter Sinn ????? Das hielt jedoch nicht lange und das Ganze ging wieder von vorne los. Erneuter Anruf, dass wir nun doch kommen, nachdem wir vorher abgesagt hatte. Ich meinte jedoch - Untersuchung ok - Narkose nein, da sie ja schon 15 Jahre und 9 Monate alt war. Und wir Angst hatten, dass sie die Narkose nicht überstehen würde.

Dort angekommen, schilderten wir, was sich zugetragen hatte. Auch dass sie heftiges Nasenbluten hatte, der nicht zu aufzuhören schien, dann jedoch wo plötzlich wie dieser kam, wieder wech war.... Er zog das Untersuchungsprogramm ab. Lunge abhorchen, Augen und Zähne untersuchen. Beim abhorchen kam ihm jedoch etwas komisch vor, sodaß er uns zu einer Röntgenaufnahme riet. Wurde gemacht und das Ergebnis war gut.

Es stellte sich nun die Frage. Warum sie lief, lief und lief..... Er meinte sie wäre desorientiert und sie wäre nur noch Haut und Knochen. Was wir nicht so richtig bestätigen könnten, denn sie hatte guten Appetit. Er meinte jedoch zu dem Blut aus der Nase, dass ein Tumor in der Nase als auch im Kopf dahinter stecken könnte.

Er meinte, dass er Bessy weiter mit Medikamenten behandeln könnte, sich jedoch der Zustand dadurch nicht wirklich verbessern würde und langfristig würden sie keine Wirkung zeigen und es wäre nur noch ein hinauszögern. Ich hinterfragte was er im Klartext damit sagen möchte. Er meinte es wäre besser Bessy zu erlösen.... Oh Gott.... ich dachte noch an Telefongespräch, dass ich keine Narkose für Bessy wünschte, weil sie sonst nicht mehr aufwachen würde und er kam dann mit Euthanisieren....

Wir beratschlagten uns im Wartezimmer, wogen ab was überwiegt. Wieviel schöne Zeiten hatte sie die letzte Zeit gehabt und wieviel schlimme/schlechte.... Das letztere traf leider zu, wenn wir ehrlich zueinander waren.

So gaben wir nachdem wir noch uns im stillen von Bessy verabschiedet hatten das grüne Licht zum erlösen. Wir hatten auch ausgemacht, dass wir das zusammen durchstehen und Bessy nicht allein lassen werden, beim letzten Gang. Und da lässt uns etwas nicht los. So wie verfahren wurde.

Sie bekam zuerst die Beruhigungspritze, das war auch ok, aber das danach, das in unseren Augen der blanke Horror. Nachdem Bessy schlief, rasierte er ihr an der linken Vorderpfote etwas Fell ab um besser die Nadel um Euthaniseren setzen zu können, da kam er jedoch in unseren Augen nicht richtig ran und dann kam dies...... Der TA machte sich am Brustkorb von Bessy zu schaffen, suchte die Stelle wo das Herz ist und stach dort hinein. Uns blieb fast die Luft weg. Das kennen wir eigentlich anders. Ist das eine Alternative Methode, von der wir nichts wissen. Und wir machen uns jetzt einen Kopf weil wir das nicht unterboten haben, aber wir waren so fertig und konnten keinen klaren Gedanken fassen, erst als alles hinter uns drei war, dann kam uns das erst. Das Bild geht uns nicht mehr aus dem Kopf..... Und schlechtes Gewissen haben wir allemal..... Wir können nur hoffen und beten, dass Bessy davon nichts mitbekommen hat auch wenn sie schon betäubt war.

Mir fließen nur noch die Tränen... die wollen einfach nicht versiegen. Der Verlust ist einfach unbeschreiblich groß. Sie hinterlässt eine große Leere. Alles hier erinnert uns an sie. Ich sagte gestern noch zu meiner Mum. Am liebsten würde ich ausziehen. Ich weiß, das klingt blöde.... Aber..... Wir hoffen, wir werden eines Tages in der Lage sein, dass wir uns an die schönen Dinge mit Bessy erinnnern und Trauer sowie der Schmerz in den Hintergrund rücken werden.... Es ist momentan überhaupt nicht vorstellbar. Vor allem auch deshalb weil wir vor 3 Jahren schon unsere Teddy auf tragische Weise verloren haben und da hatten wir ja noch unsere Große. Und nun ist niemand mehr da. Das ist fast noch schlimmer..... und nur um den Schmerz und der Trauer wegen, wollen wir uns nicht gleich wieder einen neuen Hund zulegen. Das wäre Verrat an Bessy, zumal sie noch nicht mal 24 Stunden von uns gegangen ist.

Wie seid ihr mit dem Verlust Eures Familienmitglieds umgegangen????

Traurigen Gruss
09.05.2011 18:33
Hallo,

habe Dir schon im anderen Forum geschrieben und nochmals wünsche ich euch alle Kraft der Welt um über den Schmerz hinwegzukommen!

Liebe grüße Julia
09.05.2011 20:27
Leider ein trauriger Anlass für deinen ersten Beitrag.

Ich weiß noch nicht, wie ich mal mit dem Verlust umgehen werde und habe Angst vor diesem Augenblick.
09.05.2011 20:44
Hallo,
das tut mir sehr leid.

Ein Hinweis, im Alter fressen die Tiere oft sehr gut und sind dennoch Haut und Knochen,
bei unseren alten Hunden war das mit fast 17 auch so.

Ich denke ihr habt alles richtig gemacht, mach Dir keinen Kopf, sie ist für immer in Euren Herzen.
10.05.2011 11:52
Mein herzlichstes Beileid!

(09.05.2011 09:45)appideaf schrieb:  Wie seid ihr mit dem Verlust Eures Familienmitglieds umgegangen????

Leider bin ich kein Mensch, der mit dem Tod gut umgehen kann, somit finde ich auch keine Worte für Trost.

Ich bin da eher der Typ, der dicht macht und sich verkriecht, auch wenn es hilft, wenn jemand für einen da ist.
Man sollte deshalb auch Menschen an sich heranlassen, darüber reden und vorallem seinen Gefühlen freien Lauf lassen.

Der Tod ist unter keinem Umstand zu betrösten, er kann nur durch die Zeit besser verstanden werden.

Wünsche Dir deshalb auch Zeit!
10.05.2011 17:40
Ich möchte Euch auch mein herzlichstes Beileid aussprechen und Euch viel Kraft und Nerven für die nächste Zeit wünschen.

Ihr solltet im Übrigen kein schlechtes Gewissen haben, wegen der Spritze ins Herz. Das ist eine durchaus übliche Methode und hat Eurem Hund nicht mehr weh getan. Ganz im Gegenteil, es war wohl die vernünftigste Entscheidung von dem TA, da er Ihr den Abschied so angenehm wie möglich machen wollte.
10.05.2011 18:55
Das was Susann sagt, die Erfahrung habe ich auch gemacht.
Diese Art der Spritze oder eben wie sie gesetzt wurde ist üblich und wenn alles vorher gut gelaufen
ist überhaupt kein Problem sondern eine effektive und schnelle Lösung.

Ich finde es wichtig das ihr die Trauer zulasst. Abschied nehmen fällt schwer und alles was wir hier so schreiben,
kann den Schmerz nicht lindern aber irgendwann, werdet ihr mit einem Lächeln auf den Lippen an sie denken.
04.06.2011 16:20
Wie gehts ihr denn mittlerweile mit dem Verlust um?


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